{"id":15683,"date":"2017-08-09T22:55:42","date_gmt":"2017-08-09T20:55:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=15683"},"modified":"2017-08-09T22:55:42","modified_gmt":"2017-08-09T20:55:42","slug":"klimawandel-anpassungskonzept-fuer-die-pendlerhauptstadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2017\/08\/09\/klimawandel-anpassungskonzept-fuer-die-pendlerhauptstadt\/","title":{"rendered":"Klimawandel-Anpassungskonzept f\u00fcr die Pendlerhauptstadt"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext\">\n<h3>STATTblattartikel von Frank Wetzel vom 09.08.2017<\/h3>\n<p class=\"bodytext\">Die Zahl der gesundheitlich bedenklichen Hitzetage hat zugenommen, prognostiziert wird bis 2050 eine Verdoppelung. Hitze entsteht durch Einstrahlung von Sonnenlicht. Die Intensit\u00e4t des Sonnenlichtes ist gleichgeblieben, die Belastung durch Hitze, auch bei uns in Heidelberg, ist aber deutlich gestiegen. Dazu kommen die Auswirkungen von dichter Bebauungen. Diese Geb\u00e4ude w\u00e4rmen sich durch die Sonnenstrahlen stark auf, speichern die Hitze und k\u00f6nnen wegen dichter Bebauung nicht \u00fcber Nacht abk\u00fchlen, da der Wind nicht auf die Oberfl\u00e4chen trifft. Versiegelte Oberfl\u00e4chen von Stra\u00dfen und Pl\u00e4tzen erhitzen sich ebenso.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Durch die Klimaver\u00e4nderung bei uns wird der Niederschlag im Winterhalbjahr zunehmen, Hochwasserereignisse werden dann h\u00e4ufiger, der Sommer wird in der Summe trockener, h\u00e4ufiger und kurzer Starkregen. wird der Landwirtschaft und dem Gartenbau Probleme bereiten.\u00a0 Soweit vereinfacht die prognostizierte Entwicklung f\u00fcr Heidelberg, so weit haben wir es nun also gebracht. Der Gemeinderat hat in der Sitzung vom 25.07.2017 mit zwei Enthaltungen der Erarbeitung des Klimaanpassungskonzeptes beschlossen. Unter Federf\u00fchrung des Amtes f\u00fcr Umweltschutz wird nun in mehreren spezifischen Arbeitsgruppen gepr\u00fcft was zu tun ist um die Stadt lebenswert zu erhalten. Was in der Vergangenheit falsch gemacht wurde soll nun besser werden? Da Heidelberg den Klimawandel nicht r\u00fcckg\u00e4ngig machen kann, m\u00fcssen wir bei der Stadtentwicklung grunds\u00e4tzliche andere Paradigmen beachten. Die Bebauung, die Infrastruktur, der Verkehr, und die Gestaltung der Gr\u00fcnfl\u00e4chen m\u00fcssen klimavertr\u00e4glicher werden.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Bei 117.500 Arbeitspl\u00e4tzen in Heidelberg und knapp \u00fcber 150.000 Einwohnern ist die Zahl der Pendler*innen in Heidelberg beachtlich. Dieses Verh\u00e4ltnis zeigt die starke Wirtschaftskraft, aber auch die enorme Verkehrsbelastung die unsere Stadt am Morgen und Abend ertragen muss. F\u00fcr mich ist das nicht nur beachtlich, sondern be\u00e4ngstigend. Millionen werden in den Verkehr, individual und \u00f6ffentlich, investiert- damit immer mehr Pendler unbehindert fahren k\u00f6nnen. Wann erkennen wir endlich, dass wir Wohnen und Arbeiten zusammenbringen m\u00fcssen? Alles ist endlich, das wirtschaftliche Wachstum einer Stadt eben auch. Und das richtet sich nach den vorhandenen Ressourcen wie Fl\u00e4che und Menschen, und nicht nach Angeboten von Investoren. Was machen wir z.B. auf den Patton-Barracks? Laut Rahmenplan soll dort extrem verdichtet gebaut werden. Nicht ein lebenswertes Quartier zum Arbeiten, sondern eine maximale Auslastung der Fl\u00e4che ist die Maxime. Klar, die Fl\u00e4che ist momentan stark versiegelt, der Verlust also im Verh\u00e4ltnis gering. Die zu Beginn geplante Wohnbebauung ist verschwunden. Und, wo sollen die Menschen dann wohnen? Zwischen Kirchheim und den Patton-Baracks ist ja noch fast unbebaute und landwirtschaftlich genutzte Gr\u00fcnfl\u00e4che. Und gegen Wohnungen kann ja wohl niemand etwas einwenden Die Verkehrssituation wird durch den Bau der Gro\u00dfsporthalle zus\u00e4tzlich versch\u00e4rft, da diese Halle ausw\u00e4rtigen Verkehr anziehen wird.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Wenn wir unsere Stadt lebenswert erhalten wollen, m\u00fcssen wir einsehen, dass auch Heidelberg nicht unendlich ist.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Weitere Infos zum\u00a0<a class=\"external-link-new-window\" href=\"http:\/\/ww1.heidelberg.de\/buergerinfo\/vo0050.asp?__kvonr=24758\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Klimawandel-Anpassungskonzept f\u00fcr Heidelberg finden Sie hier!<\/a><\/p>\n<p><i>Die Gemeindeordnung schreibt eine Karenzzeit vor Wahlen f\u00fcr die Beitr\u00e4ge der Fraktionen in den Amtsanzeigern vor. Deshalb erscheinen die &#8222;Stimmen aus dem Gemeinderat&#8220; im Heidelberger Stadtblatt erst wieder nach der Bundestagswahl am 24. September 2017. Weil wir aber auch in der Zwischenzeit die B\u00fcrger*innen \u00fcber das informieren wollen, was uns in der Gr\u00fcnen Fraktion umtreibt, werden wir Sie in der Zwischenzeit regelm\u00e4\u00dfig mit unserem &#8222;Stattblatt&#8220; auf dem Laufenden halten.\u00a0<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>STATTblattartikel von Frank Wetzel vom 09.08.2017 Die Zahl der gesundheitlich bedenklichen Hitzetage hat zugenommen, prognostiziert wird bis 2050 eine Verdoppelung. Hitze entsteht durch Einstrahlung von Sonnenlicht. 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