{"id":16733,"date":"2017-12-12T13:02:27","date_gmt":"2017-12-12T12:02:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=16733"},"modified":"2017-12-12T13:02:27","modified_gmt":"2017-12-12T12:02:27","slug":"gerechtere-kostenverteilung-der-kitagebuehren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2017\/12\/12\/gerechtere-kostenverteilung-der-kitagebuehren\/","title":{"rendered":"Gerechtere Kostenverteilung der Kitageb\u00fchren"},"content":{"rendered":"<p><em>Stadtblattartikel von Stadtrat Oliver Priem, Gemeinderatsfraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen<\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: black; font-family: 'Corbel',sans-serif; font-size: 12pt;\">Was H\u00e4nschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Diese Binsenweisheit der Bildungspolitik f\u00e4ngt schon im Kindergarten an. Eine Kindertagesst\u00e4tte (Kita) kann aber nicht nur einen Beitrag f\u00fcr fr\u00fchkindliche Bildung leisten, sondern erlaubt es den Eltern auch fr\u00fchzeitig in Job, Ehrenamt oder \u00e4hnliches zur\u00fcckzukehren. Die Nutzung einer Kita bietet also viele Vorteile, die allen Eltern als Option m\u00f6glich gemacht werden sollten. Daraus ergibt sich zweierlei: erstens m\u00fcssen Kitapl\u00e4tze f\u00fcr alle bezahlbar sein, was hei\u00dft, dass die Geb\u00fchren sozial vertr\u00e4glich und gerecht verteilt sein m\u00fcssen. Zweitens bedeutet dies aber gleichzeitig auch, dass wir nach wie vor Geb\u00fchren erheben m\u00fcssen, um eine hohe Qualit\u00e4t und Quantit\u00e4t der Kitas sicherstellen zu k\u00f6nnen. In manchen Bundesl\u00e4ndern greifen deshalb mittlerweile die Landesregierungen in die Geb\u00fchren ein, in Baden-W\u00fcrttemberg wird die Freiheit der Kommunen jedoch nicht angetastet und Heidelberg plant nun eine eigene Initiative. In der Gemeinderatssitzung am 14.12.2017 wird voraussichtlich ein ganzes Paket an Ma\u00dfnahmen verabschiedet. Dieses sieht eine komplette Befreiung von Kindern aus einkommensschwachen Familien ab dem ersten vollendeten Lebensjahr bis zur Schule vor. Das war der RNZ auf Facebook bereits am 30.11.2017 ein Sharepic wert: \u201eAls erste deutsche Stadt will Heidelberg alle Kitageb\u00fchren f\u00fcr einkommensschwache Familien abschaffen\u201c.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: black; font-family: 'Corbel',sans-serif; font-size: 12pt;\">\u00a0<\/span><span style=\"color: black; font-family: 'Corbel',sans-serif; font-size: 12pt;\">Neben der Befreiung werden auch die aktuellen Staffelungen angepasst. So wird eine neue Stufe an der Spitze eingef\u00fchrt (Stufe VI: \u00fcber 82.000 Euro Bruttojahreseinkommen) und gleichzeitig die Staffelgrenzen angehoben (z.B. reicht Stufe I jetzt bis 30.000 Euro statt wie bisher bis 24.960 Euro). Gleichzeitig werden auch die Beitragsgelder neu angepasst. Dar\u00fcber hinaus f\u00fchrt die Deckelung der Beitr\u00e4ge f\u00fcr Geschwistererm\u00e4\u00dfigungen bis maximal 150% (in den Stufen V und VI 175%) dazu, dass auch kinderreiche Familien die Betreuungsangebote wahrnehmen k\u00f6nnen. Im Ergebnis wird ein gro\u00dfer Teil der Beitragszahler*innen im niedrigen und mittleren Einkommensbereich entlastet, w\u00e4hrend die st\u00e4rksten Schultern mehr tragen werden. Die Stadtverwaltung hat hier die Anregungen des Gemeinderates aufgenommen und ein gro\u00dfes, sozial gerechtes und gut aufeinander abgestimmtes Paket geschn\u00fcrt, das wir hoffentlich entsprechend beschlie\u00dfen, damit die \u00c4nderungen bereits im kommenden Kita-Jahr ab September 2018 in Kraft treten k\u00f6nnen. Unsere Unterst\u00fctzung gibt es auf jeden Fall.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Calibri;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stadtblattartikel von Stadtrat Oliver Priem, Gemeinderatsfraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen Was H\u00e4nschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Diese Binsenweisheit der Bildungspolitik f\u00e4ngt schon im Kindergarten an. 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