{"id":16845,"date":"2018-01-23T16:21:23","date_gmt":"2018-01-23T15:21:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=16845"},"modified":"2018-01-23T16:21:23","modified_gmt":"2018-01-23T15:21:23","slug":"teilnahme-an-einem-freitagsgebet-einer-islamischen-gemeinde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2018\/01\/23\/teilnahme-an-einem-freitagsgebet-einer-islamischen-gemeinde\/","title":{"rendered":"Teilnahme an einem Freitagsgebet einer islamischen Gemeinde"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: black; font-family: 'Corbel',sans-serif; font-size: 12pt;\"><em>Stadtblattartikel von Stadtrat Frank Wetzel, Gemeinderatsfraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen \u2013 <\/em><\/span><span style=\"color: black; font-family: 'Corbel',sans-serif; font-size: 12pt;\">Kann man an einem Freitagsgebet einer islamischen Gemeinde teilnehmen? <\/span><span style=\"color: black; font-family: 'Corbel',sans-serif; font-size: 12pt;\">Ja, kann man! Auf Einladung des Vereines der Muslime besuchten Stadtr\u00e4tin Beate Deckwart-Boller und ich die Moschee im Pfaffengrund. Herzliche Gastfreundschaft und ein erkl\u00e4rendes Gespr\u00e4ch waren ein guter Start in der noch leeren Moschee. Nach vergeblichen Versuchen eine Baugenehmigung zu erhalten, hatte der Verein f\u00fcr Muslime mit der Fraktion B90\/Die Gr\u00fcnen ein Gespr\u00e4ch gef\u00fchrt und dabei eine Einladung ausgesprochen, die wir nun einl\u00f6sten. Das Gel\u00e4nde ist nicht mit dem einer christlichen Kirchengemeinde zu vergleichen. Inmitten eines Gewerbegebietes zwischen Industriegeb\u00e4uden hat sich der Verein mit viel Liebe und Engagement auf dem Gel\u00e4nde &#8211; eine ehemalige Munitionsfabrik &#8211; eingerichtet. Diese Zwischenl\u00f6sung reicht nicht mehr aus, um dem Bed\u00fcrfnis der Gemeindemitglieder nach Religionsaus\u00fcbung gerecht zu werden. Ca. 600 Gl\u00e4ubige treffen sich am Freitagnachmittag, um zu beten und um Gottesdienst zu feiern und dies m\u00fcssen sie in vier verschiedenen R\u00e4umen tun, da kein gro\u00dfer Raum vorhanden ist. Was wurde gepredigt? Dank vorhandener Kopfh\u00f6rer und Simultandolmetscher waren wir in der Lage, der auf Arabisch vorgetragenen Ansprache zu folgen. Danach folgte ein gemeinsames Gebet, gefolgt von geselligem Treiben mit vielen Begr\u00fc\u00dfungen auf dem Vorplatz. Soziale Kontakte wurden gepflegt und wir als G\u00e4ste freundlich aufgenommen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: black; font-family: 'Corbel',sans-serif; font-size: 12pt;\">Diese Gemeinde ist Teil unserer Stadtgesellschaft und die Gemeinde w\u00e4chst. Warum schaffen wir keine Integration? Warum m\u00fcssen 600 Gl\u00e4ubige in ausgedienten Gewerbehallen, in provisorischen Zelten, beten? Wollen wir diese Menschen wirklich integrieren? Warum gelingt es ihnen dann nicht, den Bau einer Moschee mit Gemeindezentrum zu realisieren? Im Grundgesetz ist das Recht auf Religionsfreiheit festgeschrieben. Was f\u00fcr uns Christ*innen selbstverst\u00e4ndlich ist, n\u00e4mlich in einer Kirche bzw. in einem Gemeindezentrum unseren Glauben aktiv zu leben, d\u00fcrfen wir unseren muslimischen Nachbar*innen nicht verwehren. Wenn es \u00c4ngste und Vorbehalte gegen eine andere Religion gibt, kann man sie abbauen, in dem man die Menschen kennenlernt, die hinter dieser Religion stehen. Wenn man mit ihnen ins Gespr\u00e4ch kommt, macht man schnell die Erfahrung, dass es viele \u00c4hnlichkeiten zwischen den verschiedenen Glaubensrichtungen gibt und dass wir letztendlich an den gleichen Gott glauben. Wir sollten die Voraussetzungen schaffen und zulassen, dass diese Gl\u00e4ubigen ihren Glauben in W\u00fcrde aus\u00fcben k\u00f6nnen. Interessiert Sie dieses Thema? Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stadtblattartikel von Stadtrat Frank Wetzel, Gemeinderatsfraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen \u2013 Kann man an einem Freitagsgebet einer islamischen Gemeinde teilnehmen? Ja, kann man! Auf Einladung des Vereines der Muslime besuchten Stadtr\u00e4tin [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":-1,"featured_media":16846,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-16845","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16845","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16845"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16845\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/16846"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16845"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16845"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16845"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}