{"id":16891,"date":"2018-02-06T13:50:43","date_gmt":"2018-02-06T12:50:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=16891"},"modified":"2018-02-06T13:50:43","modified_gmt":"2018-02-06T12:50:43","slug":"glueckwunsch-zum-titel-waldhauptstadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2018\/02\/06\/glueckwunsch-zum-titel-waldhauptstadt\/","title":{"rendered":"Gl\u00fcckwunsch zum Titel &#8222;Waldhauptstadt&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><em>Stadtblattartikel von Stadtr\u00e4tin Dr. Luitgard Nipp-Stolzenburg, Gemeinderatsfraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen<\/em><\/p>\n<p>Als Kind habe ich viel im Wald gespielt &#8211; das waren in meiner Heimat monotone Fichtenpflanzungen, aufger\u00e4umt, kaum Unterholz. Ich kannte keinen anderen Wald. Wenn ich heute zum K\u00f6nigstuhl gehe. freue ich mich \u00fcber die Vielfalt der Baumarten, \u00fcber das Leben am Totholz, \u00fcber bl\u00fchende Str\u00e4ucher, \u00fcber Beeren und Pilze, \u00fcber das Klopfen der Spechte an alten B\u00e4umen. Es hat sich viel ge\u00e4ndert, und der Heidelberger Stadtwald hat sich besonders positiv entwickelt.<\/p>\n<p>F\u00fcr vorbildliches Engagement bei der Bewirtschaftung des Stadtwaldes darf sich Heidelberg \u201eWaldhauptstadt 2018\u201c nennen. Verliehen wird der Titel von der Organisation PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification). Nach deren Kriterien ist die Holzproduktion in Heidelberg schon seit 2001 zertifiziert; es wird auf \u00f6kologisch, \u00f6konomisch und sozial nachhaltige Bewirtschaftung geachtet. Interessanterweise stammt das Wort \u201enachhaltig\u201c aus der Forstwirtschaft; Carl von Carlowitz, ein s\u00e4chsischer Oberberghauptmann, pr\u00e4gte ihn schon 1713 f\u00fcr die Regel, dass man aus dem Wald nicht mehr Holz ernten darf als nachw\u00e4chst.<\/p>\n<p>Aber den Titel Waldhauptstadt erhielt Heidelberg nicht nur f\u00fcr die Einhaltung der Nachhaltigkeitsprinzipien. 2015 verlieh die PEFC das Zertifikat \u201eErholungswald\u201c; zum ersten Mal in Deutschland wurde dieses Zertifikat f\u00fcr die Gesamtfl\u00e4che eines Stadtwaldes zuerkannt. F\u00fcr diese Bewertung war die umfassende Gestaltung wichtig, die vitalen \u00d6kosysteme, das Wegenetz, Rastm\u00f6glichkeiten, \u00d6PNV-Anbindung, waldp\u00e4dagogische Angebote. Und bewertet wurde auch, wie Besucher informiert und wie Konflikte zwischen verschiedenen Nutzergruppen vermieden werden.<\/p>\n<p>B\u00fcrgermeister Wolfgang Erichson und die Mitarbeiter*innen des Forstamtes k\u00f6nnen zu Recht stolz sein auf den Zustand des Stadtwaldes; die Zertifizierungen und Auszeichnungen sind \u00f6ffentliche Anerkennung f\u00fcr ihre langj\u00e4hrige engagierte Arbeit.<\/p>\n<p>In dem Zusammenhang soll noch ein Preis erw\u00e4hnt werden: die UNESCO zeichnete Heidelberg schon zum vierten Mal aus f\u00fcr beispielhafte Umsetzung des Konzeptes \u201eBildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung\u201c. Was Heidelberg derzeit leistet ist vorbildhaft, aber die Anstrengungen m\u00fcssen weitergef\u00fchrt und weitergetragen werden. Bildungsma\u00dfnahmen f\u00fcr die n\u00e4chste Generation sind eine wichtige Voraussetzung.<\/p>\n<p>Und jetzt freuen wir uns auf das Einsetzen der 1000 gewonnenen Forstpflanzen und auf die Veranstaltungen im Aktionsjahr 2018. Wir werden viel \u00fcber nachhaltige Waldbewirtschaftung und deren Vorteile erfahren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ww2.heidelberg.de\/stadtblatt\/2018\/flipbook\/stabla_2018_06\/\">Hier finden Sie das gesamte Stadtblatt vom 07. Februar 2018 2018 als Flip-Book!<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stadtblattartikel von Stadtr\u00e4tin Dr. Luitgard Nipp-Stolzenburg, Gemeinderatsfraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen Als Kind habe ich viel im Wald gespielt &#8211; das waren in meiner Heimat monotone Fichtenpflanzungen, aufger\u00e4umt, kaum Unterholz. 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