{"id":17041,"date":"2018-03-13T17:19:28","date_gmt":"2018-03-13T16:19:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=17041"},"modified":"2018-03-13T17:19:28","modified_gmt":"2018-03-13T16:19:28","slug":"dringend-gebraucht-mehr-frauen-in-der-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2018\/03\/13\/dringend-gebraucht-mehr-frauen-in-der-politik\/","title":{"rendered":"Dringend gebraucht: Mehr Frauen in der Politik!"},"content":{"rendered":"<p><em>Stadtblattartikel von Stadtr\u00e4tin Dr. Sandra Detzer, Gemeinderatsfraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen<\/em><\/p>\n<p>Nur 8,25% der Oberb\u00fcrgermeister*innen bundesweit sind Frauen, der Frauenanteil im Heidelberger Gemeinderat ist mit 31% so niedrig wie zuletzt 1984. F\u00fcr den deutschen Bundestag gilt \u00e4hnliches (Frauenanteil 31%) und im Stuttgarter Landtag sitzen mit 24,5% nicht nur am wenigsten Frauen im Vergleich aller L\u00e4nderparlamente, sondern auch weniger als z.B. im afghanischen Parlament in Kabul.<\/p>\n<p>Nimmt man den im Grundgesetz festgeschriebenen Grundsatz der Gleichberechtigung ernst, ist also noch einiges zu tun bis zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen an der Macht. Wieso aber trauen sich nicht mehr Frauen in die Politik? Wie kann man weibliches Engagement f\u00f6rdern? Anl\u00e4sslich des Jubil\u00e4ums von 100 Jahre Frauenwahlrecht hatte das Amt f\u00fcr Chancengleichheit mit der Veranstaltung \u201eWege f\u00fcr Frauen in die Politik\u201c am vergangenen Freitag im Rathaus alle Interessierten eingeladen, diesen Fragen nachzusp\u00fcren. Politische Stiftungen, Parteien und Fortbildungstr\u00e4ger stellten auf einem Markt der M\u00f6glichkeiten Unterst\u00fctzungs- und Beratungsangebote vor, in Workshops wurden einzelne Themen wie der Nutzen von Mentoring oder der Einstieg in die Kommunalpolitik vertieft.<\/p>\n<p>Im Zentrum der Veranstaltung stand die Podiumsdiskussion \u00fcber individuelle Wege in die Politik mit der ehemaligen Oberb\u00fcrgermeisterin Heidelbergs Beate Weber-Schuerholz. Dort wurde deutlich, wo der Hase im Pfeffer liegt: Mehrheitlich wurden bessere strukturelle Voraussetzungen f\u00fcr Frauen in der Politik angemahnt, wie eine Reform des Landtagswahlrecht, Frauenquoten f\u00fcr Listen und Gremien, systematisches Mentoring. Wir Gr\u00fcne wollen au\u00dferdem u.a. das Ehegattensplittung abschaffen und bessere Verdienstm\u00f6glichkeiten in Erziehungs- und Pflegeberufen erreichen, um die wirtschaftliche Situation von Frauen zu verbessern \u2013 das erleichtert auch den Zugang zu politischen Ehren\u00e4mtern. Die Vereinbarkeit von Familie und Politik muss zur Selbstverst\u00e4ndlichkeit werden \u2013 unsere Fraktionsvorsitzende Beate Deckwart-Boller hat vor Kurzem an dieser Stelle das Richtige dazu gesagt. Last but not least liegt es aber auch immer wieder an uns Frauen selbst zu sagen: Die H\u00e4lfte der Macht geh\u00f6rt uns. Nicht versch\u00e4mt und leise, sondern selbstbewusst und laut. Frauen sind im Schnitt besser ausgebildet, haben bessere Schul- und Ausbildungsabschl\u00fcsse und zweifeln dennoch viel zu oft an ihrer Eignung. Damit muss Schluss sein \u2013 wir k\u00f6nnen das!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stadtblattartikel von Stadtr\u00e4tin Dr. Sandra Detzer, Gemeinderatsfraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen Nur 8,25% der Oberb\u00fcrgermeister*innen bundesweit sind Frauen, der Frauenanteil im Heidelberger Gemeinderat ist mit 31% so niedrig wie zuletzt 1984. 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