{"id":17751,"date":"2018-08-21T09:08:07","date_gmt":"2018-08-21T07:08:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=17751"},"modified":"2018-08-21T09:08:07","modified_gmt":"2018-08-21T07:08:07","slug":"gruen-hilft-heidelberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2018\/08\/21\/gruen-hilft-heidelberg\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcn hilft Heidelberg"},"content":{"rendered":"<p>Stadtblatt-Beitrag von Frank Wetzel \u2013 Ausgabe vom 22.08.2018<\/p>\n<p>Die Trockenheit und die Hitze der letzten Wochen zeigen es ganz deutlich: der Klimawandel ist nun auch in Heidelberg angekommen. Gef\u00e4hrlich f\u00fcr \u00c4ltere, Kranke und Kleinkinder, belastend f\u00fcr alle anderen Menschen, existenzbedrohend f\u00fcr Pflanzen &#8211; f\u00fcr sie ist Wasser eine \u00dcberlebensfrage. \u00d6ffentliche Gr\u00fcnfl\u00e4chen sind z.T. braun, die sch\u00f6nen Sommerblumen in den Parkanlagen leiden. Dennoch haben wir es hier noch ertr\u00e4glich, da uns die Topographie Fallwinde aus dem Odenwald beschert und der Neckart\u00e4ler Wind die Nacht abk\u00fchlt. Ganz wichtig sind die noch intakten Gr\u00fcnfl\u00e4chen: Handschuhsheimer Feld, die landwirtschaftlich genutzten Fl\u00e4chen in Kirchheim, Pfaffengrund und Wieblingen sowie das noch unangetastete Feld zwischen Rohrbach und Kirchheim. In der dicht bebauten Stadt z\u00e4hlt jedes gr\u00fcne Blatt. Und hier liegt eine m\u00f6gliche L\u00f6sung. Heidelberg kann die globale Erw\u00e4rmung nicht aufhalten, aber wir k\u00f6nnen lokal handeln. Pflanzen verdunsten Wasser und k\u00fchlen damit die Umgebung. Die Bl\u00e4tter binden zus\u00e4tzlich Staub und isolieren gegen Schall. Pflanzen werfen Schatten und verhindern somit das Aufheizen der darunterliegenden Fl\u00e4chen. Bei richtiger Auswahl der Bepflanzung in der Stadt bekommen Insekten und viele andere Tiere Nahrung, Nist- und Schlafpl\u00e4tze. Und &#8211; nat\u00fcrlich tragen Pflanzen auch in der Stadt leckere und gesunde Fr\u00fcchte.<\/p>\n<p>Warum haben wir in Heidelberg so wenig begr\u00fcnte Fassaden? Der Efeu muss nicht an einer verputzten Wand wachsen, er kann ebenso gut und ohne Besch\u00e4digung eine Stahlbetonwand begr\u00fcnen. Zur Bl\u00fcte im Oktober ist er ein Insekteneldorado. Wie kommen wir zu ausreichender Bepflanzung? Solange die Maxime das maximale Ausn\u00fctzen des Baufeldes ist, fast gar nicht. Solange die Fassaden nicht f\u00fcr vertikales Gr\u00fcn vorgesehen sind, auch nicht. Und solange nur extensive Dachbegr\u00fcnung gefordert wird, ebenfalls nicht. Wir brauchen einen Schl\u00fcssel, der die n\u00f6tige Qualit\u00e4t und Quantit\u00e4t an Bepflanzung vorgibt. Zum Stellplatzschl\u00fcssel und dem Schl\u00fcssel f\u00fcr Kinderspielpl\u00e4tze noch eine weitere Vorgabe? Ja, bitte! Denn so k\u00f6nnen wir Heidelberg lebenswert erhalten. Mir ist klar, dass Bepflanzung zwischen die Fronten Rentabilit\u00e4t und sozialer Wohnungsbau ger\u00e4t. Umso wichtiger ist die richtige Definition des Schl\u00fcssels f\u00fcr die notwendige Bepflanzung. Das 2015 erstellte Stadtklimagutachten erm\u00f6glicht per Simulation, verschiedene Szenarien von Bebauung und Bepflanzung durchzuf\u00fchren und kann dabei hilfreich sein. Ich m\u00f6chte den Ansatz weiterverfolgen und freue mich \u00fcber Anregungen zu diesem Thema.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stadtblatt-Beitrag von Frank Wetzel \u2013 Ausgabe vom 22.08.2018 Die Trockenheit und die Hitze der letzten Wochen zeigen es ganz deutlich: der Klimawandel ist nun auch in Heidelberg angekommen. 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