{"id":17789,"date":"2018-09-04T17:05:13","date_gmt":"2018-09-04T15:05:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=17789"},"modified":"2018-09-04T17:05:13","modified_gmt":"2018-09-04T15:05:13","slug":"das-handschuhsheimer-feld-als-speisekammer-heidelbergs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2018\/09\/04\/das-handschuhsheimer-feld-als-speisekammer-heidelbergs\/","title":{"rendered":"Das Handschuhsheimer Feld als Speisekammer Heidelbergs"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri;\"><em>Stattblatt von Stadtrat Frank Wetzel vom 05.09.2018<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri;\">Anl\u00e4sslich unserer Sommertour haben wir von der Gr\u00fcnen Gemeinderatsfraktion zu einer gef\u00fchrten Radtour durch das Handschuhsheimer Feld eingeladen. Neben der Besichtigung zweier G\u00e4rtnerbetriebe stand auch der Besuch des Erzeugergro\u00dfmarktes auf dem Programm. Die Vielfalt des Handschuhsheimer Feldes entsteht durch das Zusammenwirken von Erwerbs-und Freizeitg\u00e4rtner*innen. Die einzelnen Fl\u00e4chen der Erwerbsg\u00e4rtnereien sind mit einer Kultur bestellt, reihenweise angeordnet und werden -je nach Kultur- in einem Arbeitsgang abgeerntet. Es folgt eine der Kultur entsprechende Bodenbearbeitung, meist eine \u00dcberpr\u00fcfung der vorhandenen N\u00e4hrstoffe, die erforderliche D\u00fcngung und die zeitnahe Bestellung der Folgekultur. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri;\">Im Handschuhsheimer Feld wurden bis vor ein paar Jahren etwa 20 gro\u00dffl\u00e4chige Kulturen angebaut. Da der Absatz \u00fcber den Gro\u00dfmarkt aus verschiedenen Gr\u00fcnden nicht mehr im bisherigen Umfang m\u00f6glich war und die Konsumenten auch eine gr\u00f6\u00dfere Produktvielfalt erwarten, fand in den letzten Jahren ein Strukturwandel statt. Die Anzahl der Betriebe nahm leicht ab, die bewirtschaftete Fl\u00e4che blieb konstant, die Vermarktungsformen verbreiterten sich und die Kulturen wurden zahlreicher. Neben den Betrieben, die ihre Ernte nach wie vor an den Obst- und Gem\u00fcse-Gro\u00dfmarkt abliefern, entstanden Hofl\u00e4den mit Direktverkauf im Feld, andere Betriebe betreiben Marktst\u00e4nde auf den Wochenm\u00e4rkten in der Stadt. Ein Betrieb beliefert t\u00e4glich verzehrfertig aufbereitetes Gem\u00fcse an Gro\u00dfabnehmer direkt in Heidelberg. Hinzu kamen arbeitsintensive Beerenobstkulturen wie Heidelbeeren, Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren und sogar Kiwi. Auch Baumobstarten, wie S\u00fc\u00df- und Sauerkirschen, Renekloden und Feigen werden z.T. unter Hochfolie angebaut. Neue Gem\u00fcsekulturen, wie Gr\u00fcnspargel, K\u00fcrbis, Melone, S\u00fc\u00dfkartoffel, Artischocke, Aubergine, Paprika, Kartoffel und Tomate in vielen Varianten sorgen f\u00fcr eine noch gr\u00f6\u00dfere Produktpalette im Feld. Diese k\u00f6nnen Sie in den Feldern bestaunen und z.T. in den Hofl\u00e4den und an den Marktst\u00e4nden kaufen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri;\">Es ist diese Verbindung zwischen gro\u00dfem g\u00e4rtnerischen K\u00f6nnen und dem Erhalt des kleinteiligen Anbaus, der die Vielfalt im Feld und die Qualit\u00e4t der Ernte sichert. Dazu geh\u00f6rt die Kultur unter Hochfolie. Auch wenn diese Folien aus Kunststoff mit allen damit verbundenen \u00f6kologischen Schwierigkeiten bestehen und nicht besonders sch\u00f6n anzusehen sind, erm\u00f6glichen sie erst den Anbau der wertvollen Kulturen, da sie mannigfaltige positive Eigenschaften mitbringen. Sie sind unempfindlich, leicht aufbaubar und mobil versetzbar, sie sind lange haltbar (bis zu zehn Jahre) und sie erleichtern die Temperaturf\u00fchrung, au\u00dferdem sind sie g\u00fcnstig, was wiederum den Preis f\u00fcr die Erzeugnisse positiv beeinflusst. Da die Bew\u00e4sserung genau dosiert werden kann, kommt es zu keiner Ausschwemmung von N\u00e4hrstoffen. Das Abdecken der Fl\u00e4che zwischen den Kulturen er\u00fcbrigt den Einsatz von Herbiziden. Beim Einsatz von Tropfschl\u00e4uchen bleiben die Bl\u00e4tter und die Fr\u00fcchte trocken, somit sind keine Pflanzenschutzmittel gegen pflanzensch\u00e4dliche Pilze n\u00f6tig. Dies ist vor allen Dingen wichtig f\u00fcr die Kultur von Tomaten! Der gezielte Einsatz von N\u00fctzlingen, zur Bek\u00e4mpfung von Sch\u00e4dlingen oder zur Best\u00e4ubung der Bl\u00fcten, ist in diesen Folienh\u00e4usern sehr effektiv und wird fl\u00e4chendeckend durchgef\u00fchrt. Die Erh\u00f6hung der Temperatur geschieht ohne Einsatz von Heizungen allein durch die Sonne. Das alles macht die Foliengew\u00e4chsh\u00e4user zwar nicht sch\u00f6ner \u2013 aber sie sind dadurch ideale Produktionsst\u00e4tten von Obst und Gem\u00fcse in Heidelberg. Das bedeutet kurze Wege und frische Qualit\u00e4t. Nur wenn die Erwerbsg\u00e4rtner*innen weiterhin im Handschuhsheimer Feld genug Fl\u00e4che zur Verf\u00fcgung haben, k\u00f6nnen sie auch k\u00fcnftig das Feld bewirtschaften. Sehen Sie diesen Artikel hier als Einladung das Handschuhsheimer Feld zu besuchen. Nehmen Sie gerne Kontakt auf mit den G\u00e4rtnereien vor Ort. Oder, wenn Sie an einem gef\u00fchrten Besuch interessiert sind, sehr gerne mit mir. <\/span><\/p>\n<p><em>Stattblatt statt Stadtblatt: Das offizielle Stadtblatt der Stadt Heidelberg macht in den Sommerferien\u00a0eine Pause und damit auch die \u201eStimmen aus dem Gemeinderat\u201c, wo sich die Gr\u00fcne Gemeinderatsfraktion jeden Mittwoch zu kommunalen Themen \u00e4u\u00dfert. Da die Gr\u00fcne Fraktion aber auch im Sommer aktiv ist\u00a0und es auch jetzt genug zu berichten gibt, ver\u00f6ffentlichen wir jeden Mittwoch unseren Stattblatt-Beitrag hier auf unserer <\/em><a href=\"http:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/\"><em>Homepage<\/em><\/a><em> als auch \u00fcber <\/em><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Gruene.Heidelberg\/\"><em>Facebook<\/em><\/a><em> und <\/em><a href=\"https:\/\/twitter.com\/GrueneHD\"><em>Twitter<\/em><\/a><em>.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stattblatt von Stadtrat Frank Wetzel vom 05.09.2018 Anl\u00e4sslich unserer Sommertour haben wir von der Gr\u00fcnen Gemeinderatsfraktion zu einer gef\u00fchrten Radtour durch das Handschuhsheimer Feld eingeladen. 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