{"id":17817,"date":"2018-09-11T15:06:21","date_gmt":"2018-09-11T13:06:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=17817"},"modified":"2018-09-11T15:06:21","modified_gmt":"2018-09-11T13:06:21","slug":"voelkerkundemuseum-ein-unterschaetztes-juwel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2018\/09\/11\/voelkerkundemuseum-ein-unterschaetztes-juwel\/","title":{"rendered":"V\u00f6lkerkundemuseum \u2013 ein untersch\u00e4tztes Juwel"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: black; font-family: 'Corbel',sans-serif;\"><em><strong>Stadtblatt-Beitrag von Dr. Luitgard Nipp-Stolzenburg \u2013 Ausgabe vom 11.09.2018<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p>Auf Einladung der Gr\u00fcnen Gemeinderatsfraktion kamen am 6. September etwa 50 Besucher erst zu einer spannenden F\u00fchrung mit Frau Dr. Pavaloi und Herrn Bitsch ins V\u00f6lkerkundemuseum und anschlie\u00dfend zu einer Informationsveranstaltung ins HCA. Dort sprach Prof. Dr. Frank Engehausen von der Uni Heidelberg \u00fcber die Entstehung der Portheim-Stiftung und deren schwierige Geschichte. Danach hielt Prof. Dr. Klaus Schneider, Direktor des Rautenstrauch Joest Museums in K\u00f6ln, ein leidenschaftliches Pl\u00e4doyer zum Wert der ethnografischen Sammlung des Heidelberger Museums und zur Notwendigkeit einer soliden Ausstattung.<\/p>\n<p>Prof. Engehausen hatte schon 2008 ein Buch ver\u00f6ffentlicht \u00fcber die Josefine und Eduard von Portheim-Stiftung f\u00fcr Wissenschaft und Kunst, die 1919 vom Ehepaar Goldschmidt gegr\u00fcndet wurde. Er berichtete, wie Victor Goldschmidt Institute gegr\u00fcndet und Sammlungen aufgebaut und wie er sie mit Kapital \u2013 vor allem Immobilien \u2013 ausgestattet hatte. Er berichtete auch, wie Immobilien und Teile der Sammlungen verkauft wurden oder einfach verschwanden \u2013 vor allem unter den Nationalsozialisten. Prof. Schneider schilderte, wie in seinem Museum der gesamte Bestand von ca. 64 000 Exponaten digitalisiert wurde, drei Jahre waren f\u00fcnf bis acht Mitarbeiter*innen damit besch\u00e4ftigt. Mehrfach wies er darauf hin, dass die Sammlung des Heidelberger V\u00f6lkerkundemuseums dringend digitalisiert werden m\u00fcsse. Es sei unfassbar, wie f\u00fcr Ausstellungen und Ausleihen nach Exponaten gesucht werden muss.<\/p>\n<p>Er hat auch keinerlei Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, dass ein Museum mit einer so wertvollen Sammlung wegen Personalmangels derart eingeschr\u00e4nkte \u00d6ffnungszeiten hat und im Sommer sechs Wochen ganz schlie\u00dfen muss. Als Schneider erz\u00e4hlte, dass dem K\u00f6lner Museum k\u00fcrzlich ein Enkel des Stifters Rautenstrauch eine Million Euro spendete, kam im Publikum sicherlich der Wunsch auf, dass sich auch in Heidelberg ein*e gro\u00dfz\u00fcgige*r Unterst\u00fctzer*in finden m\u00f6ge. Ministerin Theresia Bauer, die die Veranstaltung im Publikum verfolgt hatte, kann sich die eine oder andere finanzielle Unterst\u00fctzung aus unterschiedlichen Quellen vorstellen. Aber das erste Signal m\u00fcsse von der Stadt kommen.<\/p>\n<p>Ich bin schon lange der Meinung, dass das V\u00f6lkerkundemuseum in Heidelberg untersch\u00e4tzt und zu wenig unterst\u00fctzt wird. Die Heidelberger k\u00f6nnten sich hier einen Schatz erschlie\u00dfen. Und sie haben eine historische Verantwortung gegen\u00fcber dem j\u00fcdischen Ehepaar Goldschmidt, das diesen Schatz gestiftet hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stadtblatt-Beitrag von Dr. Luitgard Nipp-Stolzenburg \u2013 Ausgabe vom 11.09.2018 Auf Einladung der Gr\u00fcnen Gemeinderatsfraktion kamen am 6. 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