{"id":17922,"date":"2018-10-08T18:20:05","date_gmt":"2018-10-08T16:20:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=17922"},"modified":"2018-10-08T18:20:05","modified_gmt":"2018-10-08T16:20:05","slug":"wo-bleibt-die-ermoeglichungskultur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2018\/10\/08\/wo-bleibt-die-ermoeglichungskultur\/","title":{"rendered":"Wo bleibt die Erm\u00f6glichungskultur?"},"content":{"rendered":"<p><em>Stadtblatt-Beitrag von Beate Deckwart-Boller &#8211; Ausgabe vom 10.10.2018<\/em><\/p>\n<p>In Heidelberg ist allerhand los, \u00fcberall wird geplant, gebaut, umgestaltet &#8211; unsere Stadt w\u00e4chst. Uns liegen im Gemeinderat so viele Bauma\u00dfnahmen zur Abstimmung vor, dass fast schon die Gefahr besteht wir k\u00f6nnten irgendwann den \u00dcberblick verlieren. Aber wir passen auf, dass dies nicht geschieht, denn eine dynamische Stadt soll doch eine Bereicherung sein. Allerdings bleiben &#8211; w\u00e4hrend in der Stadtverwaltung flei\u00dfig an den verschiedenen Gro\u00dfprojekten gebaut wird &#8211; kleine Initiativen, die mitten aus der Bev\u00f6lkerung kommen, leider oft auf der Strecke. Zwei Beispiele dazu finden sich auf der Tagesordnung der aktuellen Bezirksbeiratssitzungen in Neuenheim und Rohrbach.<\/p>\n<p>In Neuenheim geht es um einen Trinkwasserbrunnen auf dem Neuenheimer Markt. Der w\u00e4re sch\u00f6n, d\u00fcrfte allerdings das Marktgeschehen nicht st\u00f6ren, es m\u00fcsste eine Baustelle errichtet werden, er muss vandalismussicher sein usw. Aus der Mitte des Bezirksbeirates kam daraufhin der Vorschlag, einen einfachen Wasserhahn in der N\u00e4he des Sandkastens zu installieren, dort k\u00f6nnten Flaschen und Becher ganz einfach gef\u00fcllt werden. Aber einfache und unb\u00fcrokratische L\u00f6sungen wurden in der Machbarkeitsstudie gar nicht ber\u00fccksichtigt, also wurde der Vorschlag abgelehnt.<\/p>\n<p>So \u00e4hnlich verh\u00e4lt es sich mit der Gr\u00fcnanlage an der Christian-Bitter-Stra\u00dfe in Rohrbach. Auf Initiative eines Rohrbachers kam der Antrag in den Bezirksbeirat, man m\u00f6ge diese Fl\u00e4che in K\u00e4thchen-F\u00f6rster-Park umbenennen. Zugegeben, K\u00e4thchen F\u00f6rster, die Freundin Joseph von Eichendorffs, ist jetzt nicht allen Menschen in Heidelberg ein Begriff. Und es gibt einen kleinen Weg, der nach ihr benannt ist, ges\u00e4umt von immerhin 13 Garagen. Aber da der Park bis jetzt namenlos ist und K\u00e4thchen-F\u00f6rster zweifellos zu Rohrbach geh\u00f6rt, ist das keine schlechte Idee. Auch da wird in der Vorlage ausf\u00fchrlich dargestellt, warum die Benennung dieser bis jetzt unbenannten Gr\u00fcnfl\u00e4che in K\u00e4thchen-F\u00f6rster-Park unm\u00f6glich ist. Man m\u00fcsste die Stadtpl\u00e4ne ver\u00e4ndern, es best\u00fcnde Verwechslungsgefahr mit der Garagengasse usw. Und das in einer Stadt, in der momentan fast w\u00f6chentlich neue H\u00e4user, neue Stra\u00dfen, gar neue Stadtviertel entstehen.<\/p>\n<p>Offiziell wird B\u00fcrgerbeteiligung in Heidelberg gro\u00dfgeschrieben. Aber nur, wenn sie vom Rathaus gesteuert wird und man damit deutschlandweit Preise gewinnen will. Kleine Initiativen hingegen werden oft mit der Keule b\u00fcrokratischer Verhinderungsargumente abgewehrt. Eine Erm\u00f6glichungskultur, wie wir sie uns w\u00fcnschen, sieht anders aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stadtblatt-Beitrag von Beate Deckwart-Boller &#8211; Ausgabe vom 10.10.2018 In Heidelberg ist allerhand los, \u00fcberall wird geplant, gebaut, umgestaltet &#8211; unsere Stadt w\u00e4chst. 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