{"id":18261,"date":"2018-12-11T12:40:37","date_gmt":"2018-12-11T11:40:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=18261"},"modified":"2018-12-11T12:40:37","modified_gmt":"2018-12-11T11:40:37","slug":"10-jahre-beirat-fuer-menschen-mit-behinderungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2018\/12\/11\/10-jahre-beirat-fuer-menschen-mit-behinderungen\/","title":{"rendered":"10 Jahre Beirat f\u00fcr Menschen mit Behinderungen"},"content":{"rendered":"<p><em><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri;\">Stadtblatt-Beitrag von Beate Deckwart-Boller \u2013 Ausgabe vom 12.12.2018 \/\/<\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri;\">Am Freitag, den 07. Dezember feierten wir den 10. Geburtstag des Beirates f\u00fcr Menschen mit Behinderungen (BMB). Dazu hatte der BMB in das B\u00fcrgerzentrum in die Bahnstadt eingeladen. Der BMB wurde vor zehn Jahren als Antwort auf die Frage gegr\u00fcndet, wie wir Menschen mit Behinderungen aktiv in die Kommunalpolitik einbinden k\u00f6nnen. Der BMB ist ein beratendes Gremium, das dem Gemeinderat Empfehlungen ausspricht. Die Mitglieder des BMB sitzen in den Aussch\u00fcssen des Gemeinderates und sollen mitreden, wenn es um die Entwicklung dieser Stadt geht, die leider sehr oft an vielen Stellen \u00fcberhaupt nicht barrierefrei ist. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri;\">Das f\u00e4ngt im Stra\u00dfenverkehr an. Versuchen Sie mal, als Rollstuhlfahrer*in mit dem Bus in den Heidelberger Zoo zu fahren. Sp\u00e4testens an der Bushaltestelle Zoo fallen Sie mit Ihrem Rollstuhl aus dem Bus, da es dort nicht mal ansatzweise eine Rampe gibt, auf der man unfallfrei den Bus verlassen kann. Oder versuchen Sie mal, ihr Kind, dem ein sonderp\u00e4dagogischer F\u00f6rderbedarf attestiert wurde, in die n\u00e4chstgelegene Schule einzuschulen. Pl\u00f6tzlich haben Sie es mit hochqualifizierten Bedenkentr\u00e4gern zu tun, die ihnen erkl\u00e4ren wollen, was alles nicht geht. Diese Liste von Problemen l\u00e4sst sich beliebig fortsetzen, da das Thema Inklusion theoretisch zwar gut klingt, in die Praxis aber oft gar nicht umgesetzt wird. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri;\">Die Mitglieder des BMB, die solche und \u00e4hnliche Probleme oft am eigenen Leib erfahren haben, sitzen in den Gremien des Gemeinderates, um mit an L\u00f6sungen zu arbeiten, die Barrieren abbauen. Dabei m\u00fcssen sie hartn\u00e4ckig sein, denn Menschen ohne Behinderung vergessen oft, wie es sich anf\u00fchlt, blind den Bismarckplatz \u00fcberqueren zu m\u00fcssen oder im Rollstuhl mal wieder an einem defekten Fahrstuhl im Hauptbahnhof zu stehen. Wir brauchen den BMB, weil seine Mitglieder uns f\u00fcr solche und \u00e4hnliche Probleme sensibilisieren. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri;\">Auf der Geburtstagsfeier am letzten Freitag jedenfalls wurde deutlich, dass der Auftrag des BMB noch nicht erledigt ist und dass wir Menschen brauchen, die sich in diesem Gremium engagieren. Wir danken allen, die sich in den letzten zehn Jahren ehrenamtlich im BMB eingebracht haben, um unsere Stadt ein St\u00fcck h\u00fcrdenloser zu machen. Der BMB ist erst dann \u00fcberfl\u00fcssig, wenn Gemeinderat und Stadtverwaltung in puncto Barrierefreiheit und Inklusion ihre Hausaufgaben gemacht haben. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Lasst uns heute damit anfangen!<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stadtblatt-Beitrag von Beate Deckwart-Boller \u2013 Ausgabe vom 12.12.2018 \/\/ Am Freitag, den 07. Dezember feierten wir den 10. 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