{"id":19521,"date":"2019-08-20T09:48:38","date_gmt":"2019-08-20T07:48:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=19521"},"modified":"2019-08-20T09:48:38","modified_gmt":"2019-08-20T07:48:38","slug":"nachhaltig-und-regional-obst-und-gemuese-aus-heidelberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2019\/08\/20\/nachhaltig-und-regional-obst-und-gemuese-aus-heidelberg\/","title":{"rendered":"Nachhaltig und regional: Obst und Gem\u00fcse aus Heidelberg"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Stadtblatt-Beitrag von Frank Wetzel und Nicol\u00e1 Lutzmann \u2013 Ausgabe vom 21.08.2019<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>++++<\/strong><\/p>\n<p><strong>Obst und Gem\u00fcse aus Heidelberg<\/strong><\/p>\n<p>Sommer, Sonne, W\u00e4rme: Das bedeutet frisches Gem\u00fcse und Obst! In Heidelberg haben wir Gl\u00fcck, dass wir in einer Stadt wohnen, in der es noch viel Landwirtschaft und Gartenbau auf fruchtbarem Boden und eigener Gemarkung \u2013 insbesondere in Kirchheim und Handschuhsheim \u2013 gibt. Dazu in fast allen Stadtteilen ein oder zwei Wochenmarkttage, viele Hofl\u00e4den, freie Verkaufsst\u00e4nde, Superm\u00e4rkte, die das hier produzierte Gem\u00fcse und Obst in ihr Sortiment aufgenommen haben, oder sogar 24h-Frischeautomaten, sodass wir ohne gro\u00dfe M\u00fche zu jeder Tageszeit, die hier gewachsenen Feldfr\u00fcchte kaufen k\u00f6nnen. Nicht nur die nachhaltige Regionalit\u00e4t ist damit gew\u00e4hrleistet, sondern auch die M\u00f6glichkeit, die eine oder andere Paprika mit einer Druckstelle oder eine krumme Stangenbohne nicht wegwerfen zu m\u00fcssen. Ferienzeit ist aber auch die Zeit, in der viele Menschen nicht in Heidelberg sind: Student*innen fahren nach Hause zu ihren Eltern, viele Menschen sind im Urlaub. Dadurch wird weniger gekauft\/verbraucht und Mensen und Kantinen seltener genutzt.<\/p>\n<p>Der Gro\u00dfmarkt im Handschuhsheimer Feld nimmt nur Ware nach G\u00fcteklasse ab. So entstehen im Sommer Ernte\u00fcbersch\u00fcsse, die sich nur schwer vermeiden lassen. Keine Ernte ist oft auch keine L\u00f6sung, da manche Kultur abgeerntet werden muss, um sp\u00e4ter wieder in den Ertrag zu kommen. In der Sommerzeit, in der der Ertrag am gr\u00f6\u00dften ist, fallen auch hier in Heidelberg weggeworfenen Lebensmitteln (11-18 Mio. Tonnen pro Jahr in Deutschland) an. Das gilt es zu verringern! Durch die starke Diversifizierung der Kulturen sind die Mengen zudem nicht so gro\u00df, dass sich eine weitere professionelle gewerbliche Verarbeitung (etwa Tomaten zu Ketchup) lohnt. Welche M\u00f6glichkeiten gibt es f\u00fcr uns in Heidelberg? Um diese Frage will sich unsere neue Gemeinderatsfraktion in den kommenden Jahren auch k\u00fcmmern. Die Ideen sind u.a: St\u00e4rkung der Wochenm\u00e4rkte; mehr Einzelh\u00e4ndler*innen davon zu \u00fcberzeugen, mehr regionale Produkte in ihr Sortiment aufzunehmen; Unternehmen, Genossenschaften oder eine Gruppe von B\u00fcrger*innen so zu unterst\u00fctzen, dass die Weiterverarbeitung der Ernte zu Konserven m\u00f6glich ist. Das h\u00e4tte hoffentlich zur Folge, dass wir auch im Winter Tomatensauce, eingelegten K\u00fcrbis, Salz- oder Essiggurken, gegrillte Paprika oder Aubergine, Bohnen uvm. aus regionaler Produktion zur Verf\u00fcgung h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Das braucht nat\u00fcrlich seine Zeit, da Partner*innen gesucht und gefunden, Vermarktungsstrategien entwickelt und in Ger\u00e4tschaften investiert werden m\u00fcsste. Bis dahin sollten wir versuchen, noch mehr auf den Wochenm\u00e4rkten, in den Superm\u00e4rkten, an den freien Obst- und Gem\u00fcsest\u00e4nden zu den hier kultivierten Erzeugnissen zu greifen, auch mal die krummen Bohnen zu nehmen oder jetzt die g\u00fcnstigen Tomaten kaufen und selber die Sauce f\u00fcr den Winter einzukochen. Es gibt schon Vereine und Gruppen in Heidelberg, die durch das Verteilen von \u201eungewolltem\u201c Obst und Gem\u00fcse oder dem Verkochen und Verarbeiten im kleinen Stil\u00a0 dazu beitragen. Es gibt eine Gruppe \u201eSolidarische Landwirtschaft\u201c Rhein-Neckar. Die Warteliste ist lang, so dass es sich lohnen w\u00fcrde, eine weitere Gruppe zu gr\u00fcnden. Viele dieser M\u00f6glichkeiten hat das Amt f\u00fcr Umweltschutz im<a href=\"http:\/\/www.heidelberg.de\/hd\/HD\/Leben\/Nachhaltiger+Konsum.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"> Einkaufsf\u00fchrer \u201ebio.regional.fair\u201c gesammelt<\/a>. Dort gibt es auch eine Liste der Wochenm\u00e4rkte. Nutzen Sie die M\u00f6glichkeiten in Heidelberg und kaufen Sie nachhaltig und regional kultiviertes Obst und Gem\u00fcse. Sie unterst\u00fctzen damit die Landwirt*innen und G\u00e4rtner*innen vor Ort. Sie sind es, die die Fl\u00e4chen sinnvoll bewirtschaften und somit vor Bebauung sch\u00fctzen. Sie sind es, die den Boden offenhalten und aktiv die weitere Erw\u00e4rmung verhindern. Ebenso wichtig ist die Unterst\u00fctzung der Freizeitg\u00e4rtner*innen, die auf Ihren eigenen oder gepachteten Grundst\u00fccken oder im Kleingartenverein wirtschaften und somit zur Selbstversorgung beitragen. Diese Gruppe ist sehr bedeutsam f\u00fcr die Arterhaltung von Tieren und Pflanzen.<\/p>\n<p><em>Frank Wetzel und Nicol\u00e1 Lutzmann, B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em><strong>++++<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em><strong>\u00dcbrigens:<\/strong> Die Druckausgabe des Stadtblatts wird kostenlos jeden Mittwoch an alle Heidelberger Haushalte verteilt. Falls Sie kein Stadtblatt erhalten: Unter der geb\u00fchrenfreien Vertriebshotline 0800 06221 20 k\u00f6nnen Sie die Zustellung reklamieren. Im Internet finden Sie das<a href=\"https:\/\/www.heidelberg.de\/hd\/HD\/service\/Stadtblatt.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"> Stadtblatt als PDF-Datei zum Download.<\/a>\u00a0<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stadtblatt-Beitrag von Frank Wetzel und Nicol\u00e1 Lutzmann \u2013 Ausgabe vom 21.08.2019 ++++ Obst und Gem\u00fcse aus Heidelberg Sommer, Sonne, W\u00e4rme: Das bedeutet frisches Gem\u00fcse und Obst! 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