{"id":19553,"date":"2019-09-10T14:24:09","date_gmt":"2019-09-10T12:24:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=19553"},"modified":"2019-09-10T14:24:09","modified_gmt":"2019-09-10T12:24:09","slug":"anpassung-an-den-klimawandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2019\/09\/10\/anpassung-an-den-klimawandel\/","title":{"rendered":"Anpassung an den Klimawandel"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Stadtblatt-Beitrag von Manuel Steinbrenner \u2013 Ausgabe vom 11.09.2019 \/\/<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Der Blick nach drau\u00dfen verr\u00e4t: der Sommer geht zu Ende! Wieder einmal verw\u00f6hnte uns das Wetter mit zahlreichen Sonnenstunden bis in die sp\u00e4ten Abendstunden. Heidelberg ist nicht nur die sch\u00f6nste, sondern auch eine der w\u00e4rmsten St\u00e4dte Deutschlands. Im Durchschnitt gibt es hier h\u00f6here Temperaturen und mehr Sonnenstunden als in den meisten anderen Teilen der Republik. In Kombination mit wenig Regen bedeutet das (meistens) eine hohe Aufenthaltsqualit\u00e4t und viel Freizeitwert f\u00fcr die Bewohner*innen und Besucher*innen. Gelegentlich wird die Hitze aber auch zur Belastung. Das gilt nicht nur f\u00fcr \u00e4ltere und gesundheitlich angeschlagene Menschen oder solche, die in unged\u00e4mmten Dachgeschosswohnungen leben. Die hei\u00dfen Sommertage und schw\u00fclen Tropenn\u00e4chte wirken sich zunehmend negativ auf die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Leistungsf\u00e4higkeit vieler Menschen in der Stadt aus.<\/p>\n<p>Tagestemperaturen von 40 Grad Celsius und anhaltende Trockenheit \u2013 Hitze- und D\u00fcrreperioden nehmen weiter zu. Das gef\u00e4hrdet auch die Lebensgrundlagen der heimischen Tier- und Pflanzenwelt. Vogel- und Insektenarten sterben aus und B\u00e4ume leiden so sehr unter den Folgen, dass oft ihre F\u00e4llung das einzige Mittel ist, um den Einsturz der B\u00e4ume zu verhindern. Dabei sind es insbesondere die B\u00e4ume, die sich als Regulatoren f\u00fcr das st\u00e4dtische Kleinklima eignen. Sie spenden Schatten, k\u00fchlen, produzieren Sauerstoff und filtern Feinstaub. Im Gegensatz zu allen technischen Mitteln, wie beispielsweise Klimaanlagen kosten sie wenig Geld in der Anschaffung und ben\u00f6tigen keine zus\u00e4tzliche Energie im \u201eBetrieb\u201c. Ein einziger gro\u00dfer Laubbaum gibt am Tag 200 bis 300 Liter Wasser an die Umgebung ab, wodurch die Luft befeuchtet und gek\u00fchlt wird. B\u00e4ume sind also perfekt geeignet, um im Sommer als nat\u00fcrliche Klimaanlagen f\u00fcr Abk\u00fchlung zu sorgen. Durch ihre Eigenschaft CO2 zu speichern haben sie zudem die angenehme Funktion den Klimawandel zu verlangsamen.<\/p>\n<p>Der Klimawandel ist keine Bedrohung in ferner Zukunft, sondern bereits heute in den St\u00e4dten deutlich sp\u00fcrbar. Er stellt Kommunen vor gro\u00dfe Herausforderungen, weshalb wir Gr\u00fcne das Thema immer wieder auf die Tagesordnung des Gemeinderats bringen. Im n\u00e4chsten Bauausschuss werden wir uns nun zum ersten Mal mit der Frage besch\u00e4ftigen welche M\u00f6glichkeiten es gibt, um das Mikroklima in besonders w\u00e4rmebelasteten Stadtteilen zu verbessern. Generell m\u00fcssen wir uns \u00fcberlegen, welche Ma\u00dfnahmen zur Anpassung an den Klimawandel zur Verbesserung der kleinklimatischen Bedingungen und Erh\u00f6hung der Biodiversit\u00e4t beitragen. Dar\u00fcber m\u00f6chten wir uns mit Ihnen austauschen und laden Sie ein zu unserer Veranstaltung \u201eGr\u00fcn in der Stadt \u2013 Anpassungsstrategien an den Klimawandel\u201c (Details am Ende des Textes). Gezielte Ma\u00dfnahmen, wie begr\u00fcnte Fassaden und D\u00e4cher, ein hoher Gr\u00fcnfl\u00e4chenanteil, der R\u00fcckbau von versiegelten Fl\u00e4chen, Brunnen oder ein hoher Baumbestand k\u00f6nnen einem weiteren Temperaturanstieg entgegenwirken. Aber wie l\u00e4sst sich das in Heidelberg umsetzen? Mein Kollege Gr\u00fcnen-Stadtrat Frank Wetzel und ich werden gemeinsam mit Expert*innen der Stadtverwaltung und von Naturschutzverb\u00e4nden sowie Landschaftsarchitekt*innen dar\u00fcber diskutieren. Es geht dabei um Begr\u00fcnungsm\u00f6glichkeiten wie u.a. Dachbegr\u00fcnung, Fassadenbegr\u00fcnung, mobiles Gr\u00fcn, Qualit\u00e4t und Gr\u00f6\u00dfe von Gr\u00fcnfl\u00e4chen in der Stadt. Im Fokus steht dabei die Artenvielfalt, die Auswirkungen auf das Mikroklima und die Gesundheit. Wir wollen bei der Veranstaltung die Herausforderungen und M\u00f6glichkeiten (Best-practice-Beispiele) f\u00fcr mehr Gr\u00fcn in der Stadt vorstellen und diskutieren. Wir freuen uns auf wertvolle Impulse und eine spannende Diskussion mit Ihnen.<\/p>\n<p>Terminhinweis: \u201eGr\u00fcn in der Stadt \u2013 Anpassungsstrategien an den Klimawandel\u201c am Dienstag, 17.09. um 20 Uhr im \u201eForum am Park\u201c in der Poststra\u00dfe 11. Eintritt frei<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stadtblatt-Beitrag von Manuel Steinbrenner \u2013 Ausgabe vom 11.09.2019 \/\/ Der Blick nach drau\u00dfen verr\u00e4t: der Sommer geht zu Ende! 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