{"id":19689,"date":"2019-10-16T13:44:03","date_gmt":"2019-10-16T11:44:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=19689"},"modified":"2019-10-16T13:44:03","modified_gmt":"2019-10-16T11:44:03","slug":"klima-schuetzen-zukunft-sichern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2019\/10\/16\/klima-schuetzen-zukunft-sichern\/","title":{"rendered":"Papier: \u201eKlima sch\u00fctzen, Zukunft sichern!\u201c"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Klima sch\u00fctzen, Zukunft sichern \u2013 Drei S\u00e4ulen f\u00fcr den Klimaschutz:<\/strong><\/h3>\n<figure id=\"attachment_19717\" aria-describedby=\"caption-attachment-19717\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/191016_Klima-sch\u00fctzen-Zukunft-sichern_vollst\u00e4ndig.pdf\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-19717 size-medium\" src=\"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/klimaschutz_papier_vorschau-300x212.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/klimaschutz_papier_vorschau-300x212.jpg 300w, https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/klimaschutz_papier_vorschau.jpg 425w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-19717\" class=\"wp-caption-text\">Unser Papier: \u201eKlima sch\u00fctzen, Zukunft sichern\u201c (<a href=\"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/191016_Klima-sch\u00fctzen-Zukunft-sichern_vollst\u00e4ndig.pdf\">Download als PDF<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Klimaschutz steht im Zentrum der politischen und gesellschaftlichen Debatte. Daf\u00fcr danken wir den jungen Menschen, die weltweit jeden Freitag streiken. Sie fordern zu Recht konsequentes politisches Handeln zur Bek\u00e4mpfung der Klimakrise ein. Ihre Appelle sind laut und eindringlich.<\/p>\n<p>Klimaschutz wurde in Heidelberg bereits Anfang der 1990er Jahre als wichtige kommunale Aufgabe anerkannt. Obwohl seitdem mehrere Gro\u00dfprojekte, wie der Passivhausstadtteil Bahnstadt umgesetzt wurden, reichen die Bem\u00fchungen bei weitem nicht, um das Klimaziel einzuhalten, das sich Heidelberg mit dem &#8222;Masterplan 100% Klimaschutz&#8220; gesetzt hat: die Heidelberger Emissionen von Treibhausgasen bis 2050 im Vergleich zu 1990 um 95% zu senken. Klimaschutz in Heidelberg muss konsequenter sein.<\/p>\n<figure id=\"attachment_19704\" aria-describedby=\"caption-attachment-19704\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/191016_Flyer-Klimaschutz-jetzt.pdf\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-19704 size-full\" src=\"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/klimaschutz_flyer_vorschau.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"428\" srcset=\"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/klimaschutz_flyer_vorschau.jpg 300w, https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/klimaschutz_flyer_vorschau-210x300.jpg 210w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-19704\" class=\"wp-caption-text\">Unser Flyer: \u201eKlimaschutz jetzt!\u201c<br \/>(<a href=\"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/191016_Flyer-Klimaschutz-jetzt.pdf\">Download als PDF<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Folgerichtig wurde daher am 9. Mai 2019 der Klimanotstand in Heidelberg ausgerufen &#8211; nach einer von der Gr\u00fcnen Gemeinderatsfraktion initiierten Kurzdebatte. Damit wurde anerkannt, dass Heidelbergs bisherige Bem\u00fchungen f\u00fcr den Klimaschutz nicht ausreichen und dass Heidelberg seiner Rolle als angeblicher Vorreiter f\u00fcr den Klimaschutz nicht gerecht wird.<\/p>\n<p>Wir von B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen wollen wirksamen Klimaschutz in Heidelberg auf drei S\u00e4ulen errichten:<\/p>\n<ol>\n<li>einer umfassenden, verbindlichen und \u00fcberpr\u00fcfbaren Klimastrategie, die darauf ausgerichtet ist, gesetzte Ziele auch zu erreichen,<\/li>\n<li>einem Klimavorbehalt f\u00fcr alle kommunalen Entscheidungen und<\/li>\n<li>Sofortma\u00dfnahmen, mit deren Umsetzung in Jahresfrist begonnen werden kann.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Der Kampf gegen die globale Erhitzung ist die Menschheitsaufgabe des 21. Jahrhunderts. Das Pariser Klimaabkommen betont, dass alle L\u00e4nder ihre Anstrengungen f\u00fcr den Klimaschutz erheblich verst\u00e4rken m\u00fcssen, um das 1,5 Grad Ziel einhalten zu k\u00f6nnen. Die Politik ist \u00fcber Parteigrenzen hinweg gefordert, ihn mit der notwendigen Konsequenz gemeinsam anzugehen. Wir laden alle Akteur*innen, die B\u00fcrger*innenschaft, die Parteien und die Stadtspitze herzlich ein, mit uns die drei S\u00e4ulen zu diskutieren:<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Eine umfassende, verbindliche und \u00fcberpr\u00fcfbare Klimastrategie<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Klimastrategie f\u00fcr Heidelberg enth\u00e4lt einen Katalog von verbindlichen Ma\u00dfnahmen, die ausreichen, um Heidelberg bis sp\u00e4testens 2050 klimaneutral zu machen. Die Ma\u00dfnahmen gehen \u00fcber kurzfristig umsetzbare Sofortma\u00dfnahmen hinaus und schlie\u00dfen beispielsweise Klimaschutz in Handel und Industrie mit ein. Sie sind \u00fcbersichtlich in einen Zeitplan einsortiert, aus dem hervorgeht, wann welche Ma\u00dfnahme begonnen und durchgef\u00fchrt wird. Die Umsetzung der Ma\u00dfnahmen wird wissenschaftlich begleitet und j\u00e4hrlich ein detaillierter Bericht \u00fcber den Umsetzungsstand der einzelnen Ma\u00dfnahmen anhand von Kennzahlen erstellt. Die detaillierten Evaluationsberichte sind auf einer Webseite \u00f6ffentlich einsehbar.<\/p>\n<p>Die Klimastrategie liegt bis Herbst 2020 vor. Mit der Entwicklung und Begutachtung wird ein wissenschaftliches Institut beauftragt. Da die Klimakrise schneller voranschreitet als erwartet, wird auch dargestellt, mit welchen Ma\u00dfnahmen ambitioniertere Klimaschutzziele realisiert werden k\u00f6nnten &#8211; beispielsweise ein Vorziehen der Klimaneutralit\u00e4t von 2050 auf Ende der 2030er-Jahre. Dabei wird auch auf die Grenzen kommunaler Handlungsm\u00f6glichkeiten und die notwendigen Landes- und Bundespolitischen Rahmensetzungen eingegangen.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Ein Klimavorbehalt f\u00fcr alle kommunalen Entscheidungen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Wir wollen Klimaschutz zu einem zentralen Leitmotiv der Heidelberger Kommunalpolitik machen. Deshalb werden zuk\u00fcnftig die Konzepte, Planungen und Ma\u00dfnahmen der Stadt Heidelberg zun\u00e4chst auf ihre Klimavertr\u00e4glichkeit gepr\u00fcft. Liegt diese nicht vor, werden \u00c4nderungen vorgegeben.<br \/>\nDer Klimavorbehalt wirkt \u00fcber vier Instrumente:<\/p>\n<ul>\n<li>ein Klima-Pr\u00fcfraster f\u00fcr alle st\u00e4dtischen Vorhaben<\/li>\n<li>einen starken Umwelt-Fachausschuss,<\/li>\n<li>eine Vorlage von Ma\u00dfnahmen zur Partizipation und zum sozialen Ausgleich bei allen Klimaschutzbeschl\u00fcssen,<\/li>\n<li>ein Beteiligungsinstrument, das zuk\u00fcnftigen Generationen eine Stimme verleiht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Instrumente gew\u00e4hrleisten die Chancengleichheit bei der Nutzung von Ressourcen f\u00fcr heutige und zuk\u00fcnftige Generationen, einen sozialen Ausgleich bei Mehraufwand f\u00fcr Klimama\u00dfnahmen sowie Einbringung belastbarer Expertise aus Politik und Verwaltung, aus Wissenschaft und Stadtgesellschaft.<\/p>\n<p>Das Klima-Pr\u00fcfraster muss k\u00fcnftig jeder gemeinder\u00e4tlichen Vorlage beiliegen. Mit ihm gibt die Verwaltung den Einfluss auf klimaschutzrelevante Kennzahlen an, den die Annahme der Vorlage bewirken w\u00fcrde. Die Kennzahlen des Klima-Pr\u00fcfrasters werden von der Stadtverwaltung in Kooperation mit einer unabh\u00e4ngigen wissenschaftlichen Einrichtung entwickelt und dem Gemeinderat vorgeschlagen.<\/p>\n<p>Der starke Umwelt-Fachausschuss ist zusammengesetzt aus Vertreter*innen des Gemeinderats sowie beratenden Mitgliedern aus den Naturschutzverb\u00e4nden, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft. Er ersetzt den bisherigen gemeinder\u00e4tlichen Umweltausschuss. Durch den Umwelt-Fachausschuss m\u00fcssen alle klimarelevanten Gemeinderatsvorlagen laufen und dort von den Vertreter*innen des Gemeinderates beschlossen werden.<\/p>\n<p>Nur ein sozial vertr\u00e4glicher und von allen B\u00fcrger*innen mitgetragener Klimaschutz kann ein erfolgreicher Klimaschutz sein kann. Daher wird dem Gemeinderat bei jeder st\u00e4dtischen Klimaschutzvorlage dargestellt, mit welchen Mechanismen eine Partizipation der Bev\u00f6lkerung und ein sozialer Ausgleich besonderer Belastungen erfolgen.<\/p>\n<p>Das Anrecht zuk\u00fcnftiger Generationen auf eine Umwelt, in der ein zufriedenes, friedliches und modernes Leben m\u00f6glich ist, muss in allen Beschl\u00fcssen der Stadt Heidelberg gewahrt werden. Deswegen wird in die gemeinder\u00e4tliche Entscheidungsfindung ein Beteiligungsinstrument eingebaut, das die Stimme zuk\u00fcnftiger Generationen h\u00f6rbar macht. Dies kann beispielsweise durch eine Erweiterung der Zust\u00e4ndigkeiten des Jugendgemeinderates oder die Einrichtung eines Ombudsrates erreicht werden.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Sofortma\u00dfnahmen, mit deren Umsetzung in Jahresfrist begonnen werden kann.<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Der Gemeinderat wird noch vor der Sommerpause 2020 ein Sofortma\u00dfnahmenpaket und ein umfassendes Finanzierungsmodell beschlie\u00dfen. Die Sofortma\u00dfnahmen sind unmittelbar effektiv, auf sozialen Ausgleich bedacht und partizipativ angelegt. Sie bewirken eine deutliche Reduktion der CO2-Emissionen Heidelbergs. Das Ma\u00dfnahmenpaket ist so aufzusetzen, dass<\/p>\n<ul>\n<li>ein Umsetzungsbeginn binnen Jahresfrist m\u00f6glich ist;<\/li>\n<li>die Lebens- und Aufenthaltsqualit\u00e4t in unserer Stadt gesteigert werden;<\/li>\n<li>die Bev\u00f6lkerung und die Zivilgesellschaft an der Ausrichtung und Umsetzung handlungsrelevant partizipieren k\u00f6nnen;<\/li>\n<li>wirtschaftliches Innovationspotential in den Blick genommen wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie bei der Klimastrategie ist die Wirkung der Sofortma\u00dfnahmen von Beginn an zu evaluieren, unzureichende Ma\u00dfnahmen sind anzupassen. Die Effizienz der Sofortma\u00dfnahmen wird der \u00d6ffentlichkeit transparent zug\u00e4nglich gemacht.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus fordern wir die Stadt auf, st\u00e4dtische und individuelle Finanzierungsmodelle vorzulegen, die die finanziellen Lasten des Klimaschutzes sozial ausgeglichen verteilen und eine Teilhabe aller an der Klimawende erm\u00f6glichen. Wir halten daf\u00fcr eine Pr\u00fcfung von Finanzierungsmodellen anderer St\u00e4dte und gegebenenfalls deren \u00dcbertragung auf Heidelberg f\u00fcr wesentlich, die beispielsweise die Klimaschutzbindung der Konzessionsabgabe der Stadtwerke, eine angepasste Parkraumbewirtschaftung sowie steuerliche Erleichterungen f\u00fcr private und gewerbliche Klimaschutzsonderma\u00dfnahmen und die Weitergabe von klimaschutzbedingten Einsparungen an die B\u00fcrger*innen und anderes mehr in den Blick nehmen. Die von uns vorgeschlagenen Sofortma\u00dfnahmen beziehen sich auf die Handlungsfelder &#8222;Bauen und Sanieren&#8220;, &#8222;Energie&#8220; und &#8222;Mobilit\u00e4t&#8220;, die kommunalpolitisch besonders beeinflussbar sind. Sie beziehen sich zudem auf die Handlungsfelder &#8222;Klimaneutrale Universit\u00e4t&#8220;, &#8222;Bildung&#8220; sowie &#8222;Nachhaltig leben und wirtschaften&#8220;:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Handlungsfeld Bauen und Sanieren:<\/strong><\/p>\n<p>CO2-Emissionen, die in Heidelberg durch Bau- und Nutzungsweise von Geb\u00e4uden entstehen, m\u00fcssen gesenkt werden, konkret wollen wir:<\/p>\n<ul>\n<li>eine <strong>Erh\u00f6hung der Sanierungsrate<\/strong> f\u00fcr Heidelberger Privat-Immobilien <strong>auf mindestens 2,5%<\/strong> und st\u00e4dtischer Immobilien <strong>auf mindestens 3% pro Jahr,<\/strong><\/li>\n<li>Einen umfassender <strong>Sanierungsfahrplan<\/strong> f\u00fcr Geb\u00e4ude im Besitz der Stadt und st\u00e4dtischer Gesellschaften unmittelbar konzipieren, und <strong>bis 2040 realisieren<\/strong>,<\/li>\n<li>eine bevorzugte<strong> F\u00f6rderung \u00f6kologischer Baustoffe<\/strong> etablieren,<\/li>\n<li><strong>die Einf\u00fchrung eines &#8222;Heidelberger Standards&#8220;<\/strong> durch eine \u00dcberarbeitung der bestehenden Heidelberger Energiekonzeption <strong>bis Ende 2020<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Daf\u00fcr schlagen wir folgende Ma\u00dfnahmenpakete vor:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Sanierungsrate erh\u00f6hen und Sanierung vereinfachen:<\/strong> Trotz st\u00e4dtischer F\u00f6rderung ist der Anteil der Heidelberger Haushalte mit energetischer Sanierung noch viel zu niedrig. Um diesen Anteil zu erh\u00f6hen, schlagen wir folgende Ma\u00dfnahmen vor:\n<ul>\n<li>Die st\u00e4rkere Bewerbung von existierenden (st\u00e4dtischen) F\u00f6rderprogrammen, z.B. \u00fcber eine fl\u00e4chendeckende Kampagne (Flyer, Briefkasteneinwurf und Au\u00dfenwerbung), welche auf die Notwendigkeit und Vorteile energetischer Sanierung hinweisen.<\/li>\n<li>Die Auflage eines umfassenden, partizipativen und b\u00fcrgernahen Beratungsprogramms, um die Sanierungsquote von Heidelberger Immobilien \u2013 sowohl im Bereich Wohnen als auch im Bereich Gewerbe \u2013 Stadtteil f\u00fcr Stadtteil zu erh\u00f6hen. Das Programm wird in Zusammenarbeit mit der KliBA- Beratungsagentur konzipiert und durchgef\u00fchrt und orientiert sich an dem Konzept der \u201eEnergiekarawane\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>St\u00e4dtischen Besitz sanieren:<\/strong> Alle Geb\u00e4ude im Besitz der Stadt und im Eigentum st\u00e4dtischer Gesellschaften (z.B. GGH) werden energetisch saniert. So wird \u00f6ffentliches Bauen in Heidelberg eine Vorbildfunktion f\u00fcr private Bauma\u00dfnahmen einnehmen:\n<ul>\n<li>Die Stadt Heidelberg wird beauftragt sukzessive eine energetische Sanierung s\u00e4mtlicher ihr geh\u00f6renden Geb\u00e4ude und aller Geb\u00e4ude im Eigentum st\u00e4dtischer Gesellschaften in Angriff zu nehmen. Dabei wird zuk\u00fcnftig jede Immobilie mindestens nach dem KfW 55- oder EnerPHit- Standard saniert werden, wenngleich nach M\u00f6glichkeit auch h\u00f6here Standards angestrebt werden (KfW 40, Passivhaus, Plusenergie). Der hierzu angefertigte \u201cSanierungsfahrplan\u201c f\u00fcr alle st\u00e4dtischen Liegenschaften wird dem Gemeinderat vorgelegt und hinsichtlich der CO2-Einsparungen evaluiert.<\/li>\n<li>Zur Steuerung und Koordination dieser Ma\u00dfnahmen wird dabei zuvor erfasst, welche Geb\u00e4ude und Wohnungen mit m\u00f6glichst geringem Aufwand und m\u00f6glichst gro\u00dfem Nutzen saniert werden k\u00f6nnen (z.B. durch modulares Sanieren). Dabei werden sowohl die anfallenden Baukosten als auch der durchschnittliche Energieverbrauch (kWh\/m\u00b2) der Nutzungseinheiten ber\u00fccksichtigt.<\/li>\n<li>Zur Unterst\u00fctzung der Planung und Realisierung der Sanierungsma\u00dfnahmen wird der GGH dabei von st\u00e4dtischer Seite zus\u00e4tzliches Personal zu Verf\u00fcgung gestellt oder M\u00f6glichkeiten zu einer externen Vergabe geschaffen. Diese Expert*innen setzen sich dabei gezielt mit dem Thema einer maximalen CO2- Einsparung auseinander und werden in Koordination zwischen Stadt und GGH eingesetzt.<\/li>\n<li>Die Kosten der Sanierungsma\u00dfnahmen werden dabei \u00fcber KfW- F\u00f6rderungen und Kredite sowie st\u00e4dtische F\u00f6rderungen getragen. Eine Umlage auf die GGH- Bewohner*innen \u00fcber Mieterh\u00f6hung ist nur in geringem Ma\u00dfe vorgesehen, und \u00fcberschreitet die Einsparungen durch niedrigere Nebenkosten nicht.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>\u00d6kologische Baustoffe verst\u00e4rkt f\u00f6rdern: <\/strong>sowohl bei Sanierungen als auch bei Neubauten wird zuk\u00fcnftig ein Schwerpunkt auf nachhaltige Baustoffe gelegt:\n<ul>\n<li>Sofortige Auflage eines st\u00e4dtischen F\u00f6rderprogramms f\u00fcr den Bau mit nachwachsenden Rohstoffen. Gef\u00f6rdert wird ein hoher Anteil von zertifizierten nachhaltigen Baustoffen (Holz, Holzfaser, Hanf, etc.) an der gesamten Bauma\u00dfnahme.<\/li>\n<li>Auch bei Sanierungsma\u00dfnahmen wird der Einsatz von nachwachsenden und nachhaltigen D\u00e4mmstoffen gef\u00f6rdert . Der Einsatz von schwer recyclebaren Verbundsystemen ist zu mindern.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Heidelberger (Bau-)Standard schaffen:<\/strong> Die bisher existierende Heidelberger Energiekonzeption wird um weitere Aspekte zum sogenannten \u201eHeidelberger- Standard\u201c erweitert. Der \u201eHeidelberger Standard\u201c wird fortan nicht nur bei st\u00e4dtischen Liegenschaften und Bauma\u00dfnahmen angewendet sondern auch f\u00fcr jeden neuen Bebauungsplan. Folgende Punkte werden dabei ber\u00fccksichtigt:\n<ul>\n<li><strong>Zeitgem\u00e4\u00dfe Baustandards: <\/strong>Trotz seiner guten Energiebilanz stellt der Passivhausstandard nicht mehr den klima- und umwelttechnisch besten Baustandard dar. Die zuk\u00fcnftige Heidelberger Energiekonzeption wird sich daher an den Aspekten Langlebigkeit, Ressourcen- und Energieverbrauch orientieren, um in vielerlei Hinsicht als zukunftsf\u00e4hig zu gelten. Vorlage f\u00fcr diese Umstellung bietet dabei der Nachhaltigkeits- Standard der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Nachhaltiges Bauen und der bundeseigene BNB<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>&#8211; Standard.<\/li>\n<li><strong>Holzbau<\/strong>: Neben dem laufenden Energieverbrauch und CO2-Aussto\u00df bereits existierender Geb\u00e4ude entsteht ein Gro\u00dfteil davon bereits \u00fcber graue Energie beim Bau der Geb\u00e4ude. Daher werden ab sofort s\u00e4mtliche Neubauten als Holz- oder Holz-Hybridbauten umgesetzt.<\/li>\n<li><strong>Mikroklima<\/strong>: Das Mikroklima am Standort von Bauvorhaben wird zuk\u00fcnftig, nach Konzeption des BNB, zus\u00e4tzlich ber\u00fccksichtigt um Hitzeinseln zu vermeiden und das Stadtklima positiv zu beeinflussen. Daneben wird \u00fcber Elemente wie Fassadenbegr\u00fcnung und gr\u00fcne Klimainseln wertvoller Lebensraum f\u00fcr Flora und Fauna geschaffen um der zunehmenden Versiegelung entgegenzuwirken.<\/li>\n<li><strong>Konzepte zur Anpassung des Wohnraums an die Lebensphase: <\/strong>Der Heidelberger (Bau-)Standard beinhaltet auch stadtplanerische und bauliche Konzepte, wie Wohnraum an verschiedene Lebensphasen angepasst werden kann (Wohnungstausch, Mehrgenerationenwohnen, flexible Grundrisse, energieeffizientere Wohnfl\u00e4chennutzung )<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Handlungsfeld Energie:<\/strong><\/p>\n<p>Die Energie- und W\u00e4rmeversorgung in Heidelberg muss rasch erneuerbar gestaltet werden, konkret wollen wir:<\/p>\n<ul>\n<li>Die installierte <strong>Photovoltaik-Leistung in Heidelberg bis 2025 mehr als verdoppeln<\/strong> und daf\u00fcr mindestens 25 MW neu zubauen,<\/li>\n<li>Die Abh\u00e4ngigkeit von der Kohlekraft in Mannheim schnell zur\u00fcckdr\u00e4ngen und daf\u00fcr die <strong>Eigenerzeugung der Heidelberger Fernw\u00e4rme bis 2025 auf \u2153 erh\u00f6hen<\/strong>,<\/li>\n<li>Die Heidelberger<strong> Fernw\u00e4rmeversorgung bis 2030 weitestgehend auf erneuerbare Energien <\/strong>umstellen,<\/li>\n<\/ul>\n<p>Daf\u00fcr schlagen wir folgendes Ma\u00dfnahmenkonzept vor:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Solarenergie f\u00f6rdern<\/strong>:\n<ul>\n<li>Die Stadt Heidelberg legt ein F\u00f6rderprogramm auf, um den Anteil der Privathaushalte sowie der Gewerbe- und Industriebetriebe mit Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen rasch zu steigern. Die F\u00f6rderung ist an eine \u201cDachvollbelegung\u201d gekoppelt, das hei\u00dft die Anlage muss gr\u00f6\u00dfer sein, als die Mindestanforderungen des EW\u00e4rmeG erfordern. Auch Stromspeicher werden gef\u00f6rdert. Das F\u00f6rderprogramm wird durch eine Beratungs- und Werbekampagne der Stadt begleitet.<\/li>\n<li>Die Stadt f\u00fchrt au\u00dferdem eine Kampagne durch, um \u00fcber bestehende Beratungs- und F\u00f6rderprogramme, wie das Solardachkataster der Stadt Heidelberg, die F\u00f6rderung f\u00fcr Batteriespeicher durch die KfW- oder L-Bank, sowie die M\u00f6glichkeit Solaranlagen \u00fcber die Stadtwerke Heidelberg zu pachten, zu informieren. Eine Kooperation mit einem externen Marketingdienstleister wird in Betracht gezogen.<\/li>\n<li>Die Stadtwerke Heidelberg bauen als Netzbetreiber bestehende H\u00fcrden f\u00fcr Balkonmodule ab.<\/li>\n<li>Bei zuk\u00fcnftigen stadtplanerischen Vorgaben werden Anreize gesetzt, Solarenergieanlagen in die Fassade zu integrieren.<\/li>\n<li>Beim Verkauf von Baugrundst\u00fccken durch die Stadt Heidelberg wird eine Pflicht zur Nutzung von Solarenergie in den Kaufvertr\u00e4gen festgeschrieben.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Solaroffensive starten<\/strong>:\n<ul>\n<li>Auf D\u00e4chern im kommunalen Besitz wird eine Vollbelegung mit Solarenergieanlagen umgesetzt. Bestehende Anlagen werden entsprechend ausgebaut.<\/li>\n<li>Geeignete st\u00e4dtische Parkpl\u00e4tze werden mit Photovoltaik-Anlagen \u00fcberdacht, zugleich werden Ladestationen f\u00fcr Kraftfahrzeuge und Elektrofahrr\u00e4der errichtet.<\/li>\n<li>An mehreren Standorten wird in die Installation von Photovoltaik-Gro\u00dfanlagen investiert. Anlagen auf Freifl\u00e4chen werden naturvertr\u00e4glich errichtet, landwirtschaftliche Nutzfl\u00e4chen nicht bebaut.<\/li>\n<li>Auf den D\u00e4chern der st\u00e4dtischen Wohnungsbaugesellschaften werden Solarenergieanlagen errichtet. Die Mieter werden an den Anlagen beteiligt.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Fernw\u00e4rme erneuerbar gestalten<\/strong>:\n<ul>\n<li>Um die Abh\u00e4ngigkeit von der W\u00e4rmeversorgung aus dem Kohlekraftwerk in Mannheim zu reduzieren, wird der Anteil der Eigenerzeugung f\u00fcr die Heidelberger Fernw\u00e4rme bis 2025 auf mindestens \u2153 angehoben werden. Hierf\u00fcr erschlie\u00dfen die Stadtwerke Heidelberg zus\u00e4tzlich erneuerbare W\u00e4rmeerzeuger.<\/li>\n<li>Eine Potenzialanalyse zur erneuerbaren Fernw\u00e4rmeversorgung und ein kommunaler W\u00e4rmeplan werden bis Ende 2020 erstellt. Zielsetzung ist es, die Fernw\u00e4rmeversorgung bis 2030 weitgehend erneuerbar zu gestalten.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Austauschprogramm f\u00fcr Kohle\u00f6fen, Nachtspeicher- und \u00d6lheizungen<\/strong>:<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Stadt Heidelberg legt ein F\u00f6rderprogramm f\u00fcr den Ausbau von Kohle\u00f6fen, Nachtspeicherheizungen oder \u00d6l-Kesselanlagen bei Ersetzung durch Umweltw\u00e4rme, Fernw\u00e4rme oder Holzpellets auf. Das F\u00f6rderprogramm wird von einer Informationskampagne begleitet.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Windenergie<\/strong>:\n<ul>\n<li>Die Standorte \u201cDrei Eichen\u201d und \u201cKirchheimer M\u00fchle\u201d werden zeitnah als Vorranggebiet zur Windenergienutzung im Fl\u00e4chennutzungsplan festgeschrieben.<\/li>\n<li>Die Teilfl\u00e4chennutzungsplanung &#8222;Windenergie&#8220; wird regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberpr\u00fcft. Hierbei wird gepr\u00fcft, ob sich Kriterien oder Gr\u00fcnde, die zum Ausschluss von Standorten gef\u00fchrt hatten, ver\u00e4ndert haben. Gegebenenfalls werden Neubewertungen vorgenommen.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Bioenergie nutzen:<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Stadtwerke Heidelberg investieren in die Installation einer Bioabfallverg\u00e4rungsanlage.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Handlungsfeld Mobilit\u00e4t:<\/strong><\/p>\n<p>Um die mobilit\u00e4tsbedingten CO2-Emissionen in Heidelberg zu reduzieren, muss der Umstieg vom Auto auf das Rad und den \u00d6PNV attraktiv sein. Wir wollen:<\/p>\n<ul>\n<li>Bis <strong>2025 mindestens ein Viertel mehr Fahrg\u00e4ste im \u00d6PNV <\/strong>bef\u00f6rdern,<\/li>\n<li>Heidelberg zur Modellstadt f\u00fcr die Einf\u00fchrung einer <strong>365\u20ac-\u00d6PNV-Jahreskarte<\/strong> machen,<\/li>\n<li>Die umliegenden Gemeinden mit <strong>attraktiven Schnellbusverbindungen<\/strong> erschlie\u00dfen um den Pkw-Pendlerverkehr zu reduzieren,<\/li>\n<li>Das <strong>Fahrradnetz<\/strong> in Heidelberg und in die umliegenden Gemeinden deutlich und <strong>benutzerfreundlich ausbauen<\/strong>,<\/li>\n<li><strong>Parkraum konsequent bewirtschaften<\/strong>, Falschparken konsequent sanktionieren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Daf\u00fcr wollen wir folgende Ma\u00dfnahmen realisieren:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Heidelberg wird Fahrradhauptstadt:<\/strong> Das Fahrradnetz in Heidelberg wird rasch und umfassend ausgebaut. Dies geschieht auch auf Kosten von Fl\u00e4chen, die bislang dem Autoverkehr zur Verf\u00fcgung standen. Radwege sind dort, wo es technisch m\u00f6glich ist, mindestens 2,50 m breit und in den Einm\u00fcndungsbereichen mit rotem Belag markiert. Ein durchgehendes und konsequentes Radwegenetz, mit Umsetzung der baulichen Mindestanforderungen nach ERA (Empfehlungen f\u00fcr Radverkehrsanlagen der Forschungsgesellschaft f\u00fcr Stra\u00dfen- und Verkehrswesen in K\u00f6ln) muss Ziel unserer Verkehrspolitik in Heidelberg sein. Die Gr\u00fcnphasen der Lichtsignalanlagen werden an die zunehmende Bedeutung des Radverkehrs angepasst. Folgende Ma\u00dfnahmen werden gesondert hervorgehoben:\n<ul>\n<li><strong>Fahrradstra\u00dfenprogramm<\/strong>: Die in der Machbarkeitsuntersuchung \u201ePr\u00fcfung von 20 Strecken zur Eignung als Fahrradstra\u00dfe in Heidelberg\u201c<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> als geeignet angesehene Fahrradstra\u00dfen werden baldm\u00f6glichst eingerichtet. Die Fahrbahnen von Fahrradstra\u00dfen sind dem Radverkehr vorbehalten, k\u00f6nnen aber f\u00fcr andere Fahrzeuge ge\u00f6ffnet werden. Radler*innen haben Vorrang, m\u00fcssen sich aber an die Verkehrsregeln halten. In der Regel gilt Tempo 20.<\/li>\n<li><strong>L\u00fcckenschlussprogramm<\/strong>: Die bestehenden L\u00fccken und Problembereiche im Radverkehrsnetz werden systematisch ermittelt und mit Hilfe eines Planungskonzeptes geschlossen<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a>.<\/li>\n<li><strong>Radnetz der zwei Geschwindigkeiten:<\/strong> Es herrscht freie Wahl der Fahrspur auf ausgew\u00e4hlten Verkehrsachsen. Die Pflicht zur Benutzung des Radwegs wird aufgehoben. Die Gehwege bleiben weitestgehend frei von Fahrr\u00e4dern.<\/li>\n<li><strong>Knotenprogramm<\/strong>: Der Radverkehr wird an Kreuzungen m\u00f6glichst eigenst\u00e4ndig oder parallel zum KFZ-Verkehr gef\u00fchrt. Schnelle Radfahrer d\u00fcrfen k\u00fcnftig zusammen mit den KFZ auf der Stra\u00dfe abbiegen. Das langsame Abbiegen ist weiterhin indirekt, zugleich mit den Fu\u00dfg\u00e4nger*innen m\u00f6glich<strong>.<\/strong><\/li>\n<li><strong>Radschnellwege:<\/strong> Neben dem Bau des Radschnellwegs nach Mannheim werden weitere Trassen gebaut (insb. nach Weinheim sowie nach Schwetzingen\/ Patrick-Henry-Village). Au\u00dferdem wird die konkrete Planung weiterer Radschnellwege beschleunigt (insb. nach Wiesloch-Walldorf und durchs Neckartal, nach Umwandlung einer Fahrspur der B37 zwischen Orthop\u00e4die und Neckargem\u00fcnd)<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>\u00d6PNV-Offensive:<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Umfassender Ausbau des \u00d6PNV:<\/strong> Die Gespr\u00e4che zum Ausbau von Stra\u00dfenbahnstrecken zu Umlandgemeinden im S\u00fcden Heidelbergs, insbesondere in Verl\u00e4ngerung der Strecke nach PHV, werden wieder aufgenommen. Hierzu wird eine Taskforce eingerichtet bestehend aus Vertreter*innen der Heidelberger Stadtverwaltung, der Umlandkommunen und der gro\u00dfen Arbeitgeber*innen in Heidelberg und im Umland. Ziel der Taskforce ist es, konkrete Pendlerstr\u00f6me zu ermitteln und Ausweichm\u00f6glichkeiten zum motorisierten Individualverkehr zu erarbeiten. Bis zur Einrichtung einer Schienenanbindung oder dort, wo diese nicht m\u00f6glich ist, wird zu den Umlandgemeinden ein Schnellbussystem f\u00fcr Pendler eingef\u00fchrt. Die Streckenf\u00fchrung dieser Schnellbusse erfolgt bis in das Zentrum von Heidelberg.<\/li>\n<li><strong>Taktverdichtung<\/strong>: Ziel ist die Taktverdichtung im Nahverkehr auf einen 10-Minuten-Takt an Werktagen. Das gilt auch f\u00fcr die Schnellbussysteme ins Umland zu den Pendelzeiten. Sonntags und abends gilt ein 15- bis 20-Minuten-Takt.<\/li>\n<li><strong>Beschleunigung<\/strong>: Bus und Stra\u00dfenbahn erhalten an Knotenpunkten Vorrang. Mit der Anpassung der Ampelanlagen wird die RNV beauftragt.<\/li>\n<li><strong>Attraktive Preisgestaltung<\/strong>: Es werden Nahverkehrstickets f\u00fcr 365 \u20ac pro Jahr angeboten und das 24-Stunden Ticket wieder eingef\u00fchrt. Im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a> wurde die F\u00f6rderung von 10 Modellprojekten f\u00fcr das 365 Euro Jahresticket angek\u00fcndigt. Die Stadt pr\u00fcft fr\u00fchzeitig, ob eine Teilnahme m\u00f6glich ist, vorzugsweise f\u00fcr den ganzen VRN-Verbund.<\/li>\n<li><strong>Ticketfreier Samstag<\/strong>: An Samstagen darf der \u00d6PNV im Heidelberger Stadtgebiet ohne Kauf eines Tickets genutzt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Intelligente Sharing-Angebote:<\/strong> Stationsgebundenes CarSharing wird mit weiteren Fahrzeugen und Stellpl\u00e4tzen ausgebaut. Weitere Sharing Systeme externer Mobilit\u00e4tsdienstleister werden software-neutral gef\u00f6rdert, indem der Zugang zu kommunalen Mobilit\u00e4tsdaten transparenter und einfacher wird, wie es auch das &#8222;Open-Data-Gesetz&#8220; fordert<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a>. Dabei ist ein Wildwuchs an Anbietern zu verhindern.<\/li>\n<li><strong>Konsequente Parkraumbewirtschaftung<\/strong>: Die Parkraumbewirtschaftung soll mehr Gerechtigkeit hinsichtlich der mobilit\u00e4tsbedingten Klimakosten bringen. Die Parkgeb\u00fchren werden deswegen auf 2 \u20ac\/h im Jahre 2020 und auf 3\u20ac\/h im Jahre 2021 erh\u00f6ht. Die Parkraumbewirtschaftung wird auf alle Stadtteile erweitert und eine Geb\u00fchrenregelung unabh\u00e4ngig von der Bewohnerparkausweisregelung eingef\u00fchrt (bspw. analog zum \u201cStuttgarter Modell\u201d). Die Parkgeb\u00fchren f\u00fcr die Anwohner werden einkommensabh\u00e4ngig sukzessive erh\u00f6ht (z.B. 2020: 75\u20ac\/Jahr\u00b8 2022: 150\u20ac\/Jahr, 2024: 300\u20ac\/Jahr). Ein sozialer Ausgleich wird dadurch geschaffen, dass f\u00fcr Inhaber*innen des Heidelberg-Pass der halbe Geb\u00fchrensatz gilt.<br \/>\nDie Stadt verkn\u00fcpft neue geschaffene Umstiegsm\u00f6glichkeiten auf den \u00d6PNV und das Fahrrad mit einem j\u00e4hrlichen Reduktionsziel, um das der ruhende Pkw-Verkehr im \u00f6ffentlichen Raum verringert wird. Dadurch werden entweder Fahrradabstellanlagen oder mehr Freiraum mit Aufenthaltsqualit\u00e4t f\u00fcr die B\u00fcrger*innen geschaffen.<\/li>\n<li><strong>Alternative Antriebe<\/strong>: Die Ladeinfrastruktur f\u00fcr E-Fahrzeuge wird weiter ausgebaut und (st\u00e4dtische) Wohnungsbaugesellschaften werden angeregt, entsprechende Anschl\u00fcsse bei ihren Stellpl\u00e4tzen zu schaffen. Weiterhin erfolgt die Ausweisung von Vorrangparkpl\u00e4tzen f\u00fcr Fahrzeuge mit alternativen Antrieben zu Lasten von konventionellen Antrieben. Auch die Anzahl von Wasserstoff-Tankm\u00f6glichkeiten wird erh\u00f6ht.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Handlungsfeld Klimaneutrale Universit\u00e4t:<\/strong><\/p>\n<p>Die Universit\u00e4t ist gr\u00f6\u00dfter Arbeitgeber und Fl\u00e4chennutzer in Heidelberg und zudem ein wichtiger Partner im kommunalen Klimaschutz. Entscheidungen zu einzelnen lokalen Klimaschutzma\u00dfnahmen der Universit\u00e4t sind jedoch komplexer, weil sich die Universit\u00e4t in einer &#8222;Mehrebenenstruktur&#8220; bewegt, in der auch das Land und der Bund gro\u00dfen Einfluss haben . Dieser Komplexit\u00e4t muss entsprochen werden, indem sowohl die Universit\u00e4t selbst, die Stadt und das Land gemeinsam im Laufe des n\u00e4chsten Jahres einen Katalog an Ma\u00dfnahmen erarbeiten, wie die Ziele des Klimaschutzgesetzes des Landes Baden-W\u00fcrttemberg vom 7.5.2013 (Drucksache 15\/3465) bezogen auf die Universit\u00e4t erreicht werden k\u00f6nnten. Der Katalog umfasst Sofort- und mittelfristige Ma\u00dfnahmen und es werden L\u00f6sungen f\u00fcr Schnittpunkte zwischen Kommune und Universit\u00e4t erarbeitet, an denen Synergien wichtig und noch nicht gehoben sind wie beispielsweise im Bereich Mobilit\u00e4t oder im Bereich W\u00e4rmeversorgung.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Handlungsfeld Bildung:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>BNE-F\u00f6rderprogramme (Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung) an Schulen werden ausgebaut. Angegangen werden dabei vor allem Themen der nachhaltigen Ern\u00e4hrung und nachhaltigen Mobilit\u00e4t. Es werden weitere Projekte zum Thema Energiesparen und Erneuerbare Energien ins Leben gerufen und gef\u00f6rdert. Die Entstehung und F\u00f6rderung von Umwelt-Arbeitsgruppen wird gezielt unterst\u00fctzt. Hauptziel ist es, dass sich alle Sch\u00fcler*innen im Laufe ihrer Schulzeit mit dem Thema Klimaschutz auseinander gesetzt haben und handlungsrelevantes Wissen erwerben konnten.<\/li>\n<li>Lokale Klimaschutz-Initiativen werden st\u00e4rker unterst\u00fctzt. Sie k\u00f6nnen einfacher Finanzmittel f\u00fcr Kleinprojekte beantragen. Informationen hierzu werden gezielt f\u00fcr solche Gruppen zusammengestellt und zug\u00e4nglich gemacht. Die Organisation einer Infob\u00f6rse \u201cWerde aktiv f\u00fcr Klimaschutz\u201d zur Vorstellung der aktiven Gruppen wird f\u00fcr interessierte B\u00fcrger*innen initiiert.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Handlungsfeld Nachhaltig leben und wirtschaften:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Die Stadt unterst\u00fctzt die Ausarbeitung und Umsetzung von Nachhaltigkeitsans\u00e4tzen, wie beispielsweise (zeitlich begrenzte) autofreie Stra\u00dfennutzungen, Gr\u00fcnfl\u00e4chenausbau oder energetische Umr\u00fcstungen auf Quartiers- und Gewerbefl\u00e4chenebene durch die Koordinierung und Organisation entsprechender B\u00fcrgerveranstaltungen, Beratung und Teilfinanzierungen. Auch gr\u00f6\u00dfere Akteure mit Immobilienbesitz, wie beispielsweise die Kirchen und Hochschulen, werden zur Entwicklung von Sanierungsprojekten an einen Tisch geholt.<\/li>\n<li>Gemeinsam mit expertise-relevanten Akteuren wie der Universit\u00e4t Heidelberg, anderen regionalen wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen, entwickelt die Stadt ein Digitalisierungspaket, das Digitalisierungsm\u00f6glichkeiten in Heidelberg auf ihre Klimaschutzrelevanz hin \u00fcberpr\u00fcft und konzeptionell f\u00fcr eine Etablierung in Heidelberg vorbereitet.<\/li>\n<li>Die Stadt etabliert den Dialog mit jenen Heidelberger B\u00fcrger*innen, die Heidelberger Boden privat oder gewerblich landwirtschaftlich nutzen. Im Rahmen dieses Austauschs werden Hilfen zum Umstieg auf eine \u00f6kologisch und klimatisch vertr\u00e4glichere landwirtschaftliche Nutzung entwickelt und umgesetzt.<\/li>\n<li>Ein Leuchtturmprojekt der Agroforstwirtschaft wird auf Heidelberger Gemarkung aufgebaut. Hierbei werden Baumkulturen und Ackerkulturen auf einer gemeinsamen Nutzfl\u00e4che kombiniert.<\/li>\n<li>Die Innenstadt wird st\u00e4rker begr\u00fcnt. Daf\u00fcr werden im innerst\u00e4dtischen Bereich 2000 zus\u00e4tzliche Gro\u00dfb\u00e4ume gepflanzt werden und f\u00fcr jeden Baum der im Zuge von st\u00e4dtischen Bauma\u00dfnahmen gef\u00e4llt wird, werden zwei Ersatzb\u00e4ume gepflanzt.<\/li>\n<li>Die st\u00e4dtisch koordinierte Versorgung in Mensen und Cafeterien erfolgt grunds\u00e4tzlich regional, Bio und mit pflanzlichem Schwerpunkt. Die Herstellung einer engeren Vernetzung regionaler Anbieter und Heidelberger Konsumenten wird dabei eng von der Stadtverwaltung begleitet.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen f\u00fcr Bundesgeb\u00e4ude (BNB)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss, Sitzung 13.9.2017, TOP 1.1 \u201eFahrradstra\u00dfen\u201c, Drucksache: 0143\/2017\/IV<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> Details siehe GR\u00dcNES Positionspapier \u201eMobil in die Zukunft\u201c<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\"><sup>[4]<\/sup><\/a> \u201cEckpunkte f\u00fcr das Klimaschutzprogramm 2030\u201d. Fassung nach Klimakabinett (20. September 2019)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\"><sup>[5]<\/sup><\/a> \u00a0\u00a712a EGovG.<\/p>\n<h3><a href=\"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/2019\/10\/klimaschutz-jetzt-2\/\">Hier geht es zum Flyer \u201eKlimaschutz jetzt!\u201c<\/a><\/h3>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Klima sch\u00fctzen, Zukunft sichern \u2013 Drei S\u00e4ulen f\u00fcr den Klimaschutz: Klimaschutz steht im Zentrum der politischen und gesellschaftlichen Debatte. Daf\u00fcr danken wir den jungen Menschen, die weltweit jeden Freitag streiken. 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