{"id":19744,"date":"2019-10-22T14:29:37","date_gmt":"2019-10-22T12:29:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=19744"},"modified":"2019-10-22T14:29:37","modified_gmt":"2019-10-22T12:29:37","slug":"ochsenkopfwiese-bleibt-erhalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2019\/10\/22\/ochsenkopfwiese-bleibt-erhalten\/","title":{"rendered":"Ochsenkopfwiese bleibt erhalten"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Stadtblatt-Beitrag von Derek Cofie-Nunoo \u2013 Ausgabe vom 23.10.2019\/\/<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Die Mehrheit des Heidelberger Gemeinderats hat das B\u00fcrgervotum akzeptiert und f\u00fcr den Erhalt der Ochsenkopfwiese gestimmt. Das ist ein gutes Zeichen, da ansonsten eine \u00f6kologisch wertvolle Gr\u00fcnfl\u00e4che zerst\u00f6rt worden w\u00e4re. Wir haben uns mit unserer 3x JA &#8211; Kampagne w\u00e4hrend des B\u00fcrgerentscheids intensiv f\u00fcr drei Ziele eingesetzt. Das erste Ziel haben wir erreicht und freuen uns gemeinsam mit der B\u00fcrgerinitiative und den zahlreichen Unterst\u00fctzer*innen \u00fcber diesen Erfolg. Allerdings sollte dieses Ergebnis erst der Auftakt f\u00fcr das Erreichen unseres zweiten Zieles, der Verlagerung des Betriebshofes aus Bergheim sein. Daher haben wir im Vorfeld der Entscheidung daf\u00fcr geworben, die Voraussetzung f\u00fcr einen Standort zu schaffen, der den zuk\u00fcnftigen Anforderungen durch einen klimapolitisch notwendigen, massiven \u00d6PNV-Ausbau gewachsen ist.<\/p>\n<p><strong>&#8222;Es hat sich ausgepr\u00fcft!&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Der Vorsto\u00df der Sozialdemokraten einen Antrag f\u00fcr den Ausbau des Betriebshofs am alten Standort zu stellen, kam f\u00fcr uns nicht unerwartet. Der gemeinsame Antrag von SPD, CDU, Heidelbergern, FDP, GAL\/FWV und AfD, der die sofortige Wiederaufnahme der Planungen am alten Standort forderte und der Pr\u00fcfauftrag! zu untersuchen, ob die Realisierung des Zukunftskonzepts Bergheim-West sowie die Integration des Dezernat 16 auf einer erweiterten Fl\u00e4che des alten Standorts m\u00f6glich sei, fand eine Mehrheit. Wir Gr\u00fcne h\u00e4tten die weitergehende Pr\u00fcfung des Altstandorts unterst\u00fctzt, wenn parallel dazu auch alternative Standorte in der notwendigen Tiefe gepr\u00fcft worden w\u00e4ren. Wir wollten gemeinsam eine L\u00f6sung f\u00fcr einen geeigneten Standort finden und hatten ein konkretes Angebot gemacht. Als Zeichen unserer Kompromissbereitschaft haben wir uns daher bei der Abstimmung des gemeinsamen Antrags der anderen Fraktionen enthalten.<\/p>\n<p><strong>Entwicklungschance f\u00fcr Bergheim vertan<\/strong><\/p>\n<p>Trotz eigenem zeitaufw\u00e4ndigen Pr\u00fcfauftrag berief sich die Mehrheit der anderen Fraktionen auf die dr\u00e4ngende Zeit und den vermeintlichen Aspekt, dass alle m\u00f6glichen Alternativstandorte bereits gepr\u00fcft und aufgrund mangelnder Eignung ausgeschieden seien. Eine sehr schlichte Argumentation angesichts einer Gro\u00dfsporthalle, die schon bald ohne \u00d6PNV-Anbindung in Betrieb gehen wird, sowie der schnellen Entwicklung und tempor\u00e4ren Besiedlung von Patrick-Henry-Village, ebenfalls ohne \u00d6PNV-Anschluss. Gerade der erforderliche Ausbau des Streckennetzes bis nach Schwetzingen stellt ein wichtiges Argument f\u00fcr die Pr\u00fcfung alternativer Standorte und der Entwicklung im S\u00fcden Heidelbergs dar.<\/p>\n<p>Die Reaktionen von ausgewiesenen Fachleuten der Stadtentwicklung unterstreichen den Schaden, der mit der Entscheidung einer Mehrheit des Gemeinderates f\u00fcr den Ausbau am alten Standort und der gleichzeitigen Ablehnung der Pr\u00fcfung alternativer Standorte einhergeht. So spricht Prof. Dr. Thorsten Erl auf Facebook am 18.10.2019 von \u201eeinem schwarzen Tag f\u00fcr die Heidelberger Stadtentwicklung und f\u00fcr Bergheim im Besonderen. Schade, wenn sich mit vielen neuen Projekten die Vorzeichen \u00e4ndern, dann darf man nicht die alten Rezepte als Erfolg verkaufen. Dann muss man neue Wege gehen, ansonsten h\u00e4ngt man der Entwicklung hinterher!\u201c<\/p>\n<p>Schon vor zwei Jahren warnte Prof. Michael Braum von der Internationalen Bauausstellung (IBA) w\u00e4hrend einer Podiumsdiskussion der CDU Heidelberg: &#8222;Es ist eine vertane Jahrhundertchance, wenn wir sagen, das lassen wir so. Ich war sprachlos, als ich h\u00f6rte, dass es Gemeinder\u00e4te gibt, die den Betriebshof dort belassen wollen&#8220;.<\/p>\n<p><strong>Keine schnelle L\u00f6sung!<\/strong><\/p>\n<p>Mit der geplanten Einbindung der Emil-Maier-Stra\u00dfe und dem Dezernat 16 sowie einer m\u00f6glichen Schaffung von preisg\u00fcnstigem Wohnraum und Gr\u00fcnfl\u00e4chen auf dem gleichen Areal wird eine komplett neue Planung notwendig. Das ist alles andere als eine schnelle L\u00f6sung. In dieser Planungsphase h\u00e4tte genau das umgesetzt werden k\u00f6nnen, was mit unserem Antrag beabsichtigt war: Zu pr\u00fcfen, ob es nicht doch bessere und zukunftsf\u00e4higere Standorte gibt. Zudem droht durch die Pl\u00e4ne eine enorme Kostenexplosion.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stadtblatt-Beitrag von Derek Cofie-Nunoo \u2013 Ausgabe vom 23.10.2019\/\/ Die Mehrheit des Heidelberger Gemeinderats hat das B\u00fcrgervotum akzeptiert und f\u00fcr den Erhalt der Ochsenkopfwiese gestimmt. 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