{"id":19816,"date":"2019-11-11T10:45:01","date_gmt":"2019-11-11T09:45:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=19816"},"modified":"2019-11-11T10:45:01","modified_gmt":"2019-11-11T09:45:01","slug":"zusammenleben-in-einer-vielfaeltigen-weltoffenen-stadtgesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2019\/11\/11\/zusammenleben-in-einer-vielfaeltigen-weltoffenen-stadtgesellschaft\/","title":{"rendered":"Zusammenleben in einer vielf\u00e4ltigen weltoffenen Stadtgesellschaft"},"content":{"rendered":"<p><strong>Sitzung des St\u00e4dtetags Baden-W\u00fcrttemberg, Vernetzungstreffen der Kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, Fachreferentinnen f\u00fcr Chancengleichheit der Mitgliedsst\u00e4dte <\/strong><\/p>\n<p>Das gelingende Zusammenleben in einer vielf\u00e4ltigen weltoffenen Stadtgesellschaft: Darum setzten wir uns aktiv f\u00fcr Diskriminierungsfreiheit, Chancengleichheit und Gleichberechtigung ein und zwar unabh\u00e4ngig von Geschlecht, geschlechtlicher wie sexueller Identit\u00e4t, Herkunft, Ethnie oder anderen Merkmalen nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz. Eine besondere Rolle bei der F\u00f6rderung dieser Ziele spielt der Heidelberger Weg, im Amt f\u00fcr Chancengleichheit.<\/p>\n<p><strong>Rede von B\u00fcrgermeister Wolfang Erichson zur Er\u00f6ffnung der Tagung des St\u00e4dtetags Ausschuss der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten am 7.11.2019 in Heidelberg:<\/strong><\/p>\n<p>Ich freue mich, dass dieses Gremium sein Arbeitstreffen in das sch\u00f6ne Heidelberg verlegt hat und ganz besonders freute ich mich \u00fcber das ausgepr\u00e4gte Interesse am Heidelberger Amt f\u00fcr Chancengleichheit \u2013 was ich gut verstehen kann, weil hier hervorragende Arbeit geleistet wird, f\u00fcr ein Kernanliegen der Stadt Heidelberg:<\/p>\n<p>Das gelingende Zusammenleben in einer vielf\u00e4ltigen weltoffenen Stadtgesellschaft. Darum setzten wir uns aktiv f\u00fcr Diskriminierungsfreiheit, Chancengleichheit und Gleichberechtigung ein und zwar unabh\u00e4ngig von Geschlecht, geschlechtlicher wie sexueller Identit\u00e4t, Herkunft, Ethnie oder anderen Merkmalen nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz.<\/p>\n<p>Eine besondere Rolle bei der F\u00f6rderung dieser Ziele spielt der Heidelberger Weg, im Amt f\u00fcr Chancengleichheit verschiedene Ombudsfunktionen zu b\u00fcndeln. Das Amt<\/p>\n<ul>\n<li>\u2026 ist Anlauf-, Verweis- und Beratungsstelle im Fall von Diskriminierung f\u00fcr Betroffene und diejenigen, die dagegen vorgehen wollen (<em>intern <\/em>f\u00fcr die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung und <em>extern <\/em>f\u00fcr die Menschen in Heidelberg),<\/li>\n<li>\u2026 ist das Dach f\u00fcr die Querschnittsaufgaben der Koordinations-, Fach- und Beauftragtenstellen f\u00fcr Chancengleichheit, Gleichberechtigung und Gleichstellung von <strong>Frauen und M\u00e4nnern<\/strong>, <strong>LSBTTIQ-Menschen<\/strong>, <strong>zugewanderten Menschen<\/strong> wie auch <strong>Menschen mit Behinderung<\/strong> in Kooperation mit der dem Amt zugeordneten Behindertenbeauftragten (Stabstelle des Oberb\u00fcrgermeisters). Ein eigenst\u00e4ndiger Fachbereich ist die <strong>diversit\u00e4tsorientierte Besch\u00e4ftigungsf\u00f6rderung<\/strong> in Kooperation mit dem Heidelberger Jobcenter, der Arbeitsagentur und der regionalen Tr\u00e4gerlandschaft. In dieser Funktion ist es ebenfalls zust\u00e4ndig f\u00fcr die Koordination der beruflichen Integration von Gefl\u00fcchteten.<\/li>\n<li>\u2026 (Das Amt) setzt sich f\u00fcr die Entwicklung, Umsetzung, F\u00f6rderung und Finanzierung von Initiativen ein, wenn Menschen von Diskriminierung, Gewalt, Mitwirkungs- und Teilhabeproblemen bedroht oder betroffen sind.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es unterst\u00fctzt damit die Stadt Heidelberg dabei, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und viele andere gesetzlichen Grundlagen wie richtungweisenden Selbstverpflichtungen der Stadt Heidelberg mit Leben zu f\u00fcllen.<\/p>\n<p>Zu den einschl\u00e4gigen Selbstverpflichtungen geh\u00f6ren<\/p>\n<ul>\n<li>der Stadtentwicklungsplan (STEP) der Stadt Heidelberg (2015),<\/li>\n<li>die Unterzeichnung der EU-Charta f\u00fcr die Gleichstellung von Frauen und M\u00e4nnern auf lokaler Ebene (2007),<\/li>\n<li>die Charta der Vielfalt (2014) und<\/li>\n<li>die Europ\u00e4ische St\u00e4dtekoalition gegen Rassismus (2014).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Stadt wird vom Council of European Municipalities and Regions (CMR) als best practice Beispiel f\u00fcr ihr Berichtswesen zur Umsetzung der EU-Charta f\u00fcr die Gleichstellung von Frauen und M\u00e4nnern aufgef\u00fchrt. Ebenso f\u00fcr ihr Monitoring sowohl auf der Ebene der eigenen Personal- und Organisationsentwicklung wie auch als kommunale Dienstleisterin.<\/p>\n<p>F\u00fcr die laufende F\u00f6rderung von mehr als 90 <strong>Projekten, Vereinen und Initiativen<\/strong> werden pro Jahr rund 1,5 Mio. \u20ac aufgewendet.<\/p>\n<p>Zentrale aktuelle Projekte sind die<\/p>\n<ul>\n<li>\u2026 finale Umsetzung des Ersten Diversity-Aktionsplans der Stadt,<\/li>\n<li>\u2026 Umsetzung eines EU-Projektes \u201eGUIDE4YOU\u201c im Rahmen der Umsetzung der Istanbulkonvention zum Schwerpunkt h\u00e4usliche Gewalt, <em>dar\u00fcber werden Sie heute noch ausf\u00fchrlicher sprechen, wie Ihre TO verr\u00e4t<\/em><\/li>\n<li>\u2026 \u00f6konomische und qualitative Sicherung der Arbeit der neu eingerichteten niederschwelligen Beratungsstelle f\u00fcr Prostituierte,<\/li>\n<li>\u2026 \u00dcbernahme der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Europ\u00e4ischen St\u00e4dtekoalition gegen Rassismus,<\/li>\n<li>\u2026 das Management der mit Bundesmittel gef\u00f6rderten Heidelberger Partnerschaft f\u00fcr Demokratie,<\/li>\n<li>\u2026 Bewerbung als Mitglied des Rainbow-Cities-Netzwerkes.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sie werden sehen, dass bei so gut wie allen Projekten auch den Anliegen der Selbstbestimmung, Chancengleichheit und Gleichberechtigung von Frauen genauso Rechnung getragen wird, wie dem Bem\u00fchen, das Geschlechterverh\u00e4ltnis insgesamt zu einem zu ver\u00e4ndern, das substanziell von Gleichberechtigung gepr\u00e4gt ist.<\/p>\n<p>Den besonderen Vorteil dieses Heidelberger Vorgehens sehe ich darin, dass es leichter wird, ein Kernthema jeder Gleichstellungspolitik zu kommunizieren:<\/p>\n<p>Kein Mensch sollte in seinem Selbstverst\u00e4ndnis und seinem Handeln unter stereotype Muster tradierter Klischees untergeordnet werden. Insbesondere dann nicht, wenn diese zu Diskriminierung, Gewalt, Repr\u00e4sentanz- und Teilhabeproblemen f\u00fchren.<\/p>\n<p>Jeder Mensch ist angemessen nur durch eine Vielzahl von Identifikationen und Zugeh\u00f6rigkeiten erfasst. Aus dieser Perspektive geraten auch das Ph\u00e4nomene der Mehrfachdiskriminierung und die Tatsache der Unteilbarkeit der Freiheits- und Schutzrechte in den Blick.<\/p>\n<p>Der wesentlich komplexere Handlungsbedarf f\u00fcr systematisch benachteiligte Menschen wird &#8211; bei dem f\u00fcr ein gelingendes Zusammenleben so wichtigen Bem\u00fchen um soziale Durchl\u00e4ssigkeit, Chancengleichheit und Gleichberechtigung &#8211; greifbarer und die Betroffenen werden nicht l\u00e4nger in eine identit\u00e4re Sonderrolle mit Sonderw\u00fcnschen gedr\u00e4ngt. Sie sind<u> klar als Tr\u00e4ger*innen von Rechten und nat\u00fcrlich Pflichten adressiert,<\/u> die Menschen in einer liberalen rechtsstaatlichen Demokratie genie\u00dfen.<\/p>\n<p>Ich freue mich, dass hier wichtige Vorarbeiten geleistet werden, um exemplarisch auszuloten, wie f\u00fcr das zuk\u00fcnftige Verwaltungshandeln wichtige Synergieeffekt entstehen k\u00f6nnen,<\/p>\n<ul>\n<li>um erfolgreicher zu sein beim Erkennen von Diskriminierungsrisiken und der kompetenten Entwicklung von Strategien und Ma\u00dfnahmen zu deren \u00dcberwindung,<\/li>\n<li>um Wertekonflikte bestm\u00f6glich zu l\u00f6sen<\/li>\n<li>und das gute Zusammenleben in einer vielf\u00e4ltigen weltoffenen Stadtgesellschaft zu sichern.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sitzung des St\u00e4dtetags Baden-W\u00fcrttemberg, Vernetzungstreffen der Kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, Fachreferentinnen f\u00fcr Chancengleichheit der Mitgliedsst\u00e4dte Das gelingende Zusammenleben in einer vielf\u00e4ltigen weltoffenen Stadtgesellschaft: Darum setzten wir uns aktiv f\u00fcr Diskriminierungsfreiheit, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":-1,"featured_media":19829,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[],"class_list":["post-19816","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-wolfgangerichson"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19816","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19816"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19816\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19829"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19816"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19816"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19816"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}