{"id":20140,"date":"2020-03-10T18:04:12","date_gmt":"2020-03-10T17:04:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=20140"},"modified":"2020-03-10T18:04:12","modified_gmt":"2020-03-10T17:04:12","slug":"frauenrechte-es-gibt-noch-viel-zu-tun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2020\/03\/10\/frauenrechte-es-gibt-noch-viel-zu-tun\/","title":{"rendered":"Frauenrechte: es gibt noch viel zu tun!"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Stadtblatt-Beitrag von <a href=\"https:\/\/xn--grn4hd-4ya.de\/fraktion\/anita-schwitzer\/\">Anita Schwitzer<\/a> \u2013 Ausgabe vom 11.03.2020 \/\/<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Am 8. M\u00e4rz wurde der Internationale Frauentag gefeiert. In Zeiten von Gender und Diversity wird oft hinterfragt, ob unsere Gesellschaft es noch n\u00f6tig hat, sich explizit der Frauen anzunehmen. Ein Blick in die Statistiken zeigt, dass wir sicher schon wichtige Etappen auf dem Weg zu Chancengerechtigkeit und Gleichstellung erreicht haben, aber es immer noch viel zu tun gibt: Auch in Deutschland gibt es Femizid \u2013 im Jahr 2019 wurden 176 Frauen von ihren Partnern umgebracht. K\u00f6rperliche, psychische und verbale Gewalt gegen Frauen durchziehen alle Gesellschaftsschichten, sexuelle \u00dcbergriffe sind weit verbreitet, strukturelle Ungleichheiten offenbaren sich u.a. in der Besetzung der F\u00fchrungspositionen und beim Gehaltszettel, die Erwartungen, welchen Anteil Frauen an Kindererziehung und Haushalt \u00fcbernehmen sollen, sind oft noch von veralteten Vorstellungen \u00fcberlagert. Doch nicht nur von Frauenseite bedarf es Mut, f\u00fcr Ver\u00e4nderungen einzutreten, auch M\u00e4nner sind gleicherma\u00dfen aufgefordert, ihren Anteil an Verantwortung anzuerkennen und zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Ein Blick \u00fcber die europ\u00e4ischen Grenzen hinaus macht weiter offenbar, warum der Weltfrieden in besonderem Ma\u00dfe f\u00fcr die Frauen von Bedeutung ist. Die Ausstellung \u201eWoran das Herz h\u00e4ngt. Flucht und Erinnerung. Habseligkeiten von Frauen auf der Flucht\u201c, die seit Freitag im Foyer des Rathauses zu sehen ist, zeigt uns in eindr\u00fccklicher Weise, wie sehr Frauen gerade in Kriegszeiten bedroht sind und vielf\u00e4ltig Gewalt, Unrecht und Entbehrung erleiden m\u00fcssen. Traumatisierende Erfahrungen von Vergewaltigungen und sexuellen \u00dcbergriffen, von Verlusten der Heimat und von engsten Familienangeh\u00f6rigen geh\u00f6ren zum Fluchtalltag der Frauen. Dem interkulturellen Frauen-Verein e.v.a. (https:\/\/www.eva-heidelberg.de\/) ist diese Ausstellung zu verdanken, mit der die pers\u00f6nliche Geschichte der Frauen auf der Flucht nahegebracht wird. Aus Plastikabf\u00e4llen gebasteltes Kinderspielzeug berichtet von der Willk\u00fcr, der viele Frauen ausgesetzt sind. Weil ihr Glaube nicht mit dem des Regimes des Landes konform ist, werden sie inhaftiert und m\u00fcssen hinter Gittern ihre Kinder zur Welt bringen und gro\u00df ziehen. Sie werden als Hexen verleumdet und verfolgt, so dass ihnen nur noch die Flucht bleibt. Kleine Erinnerungsst\u00fccke wie ein Paar Ohrringe, ein schlichtes Armband oder ein Schal erz\u00e4hlen vom Abschiednehmen, von Schmerz und den \u00c4ngsten dieser Frauen. Aber auch von der Hoffnung, dass sich ihr Leben durch die Flucht zum Guten wenden wird. Und wir erfahren einmal mehr, warum es wichtig ist, den 8. M\u00e4rz als Frauentag zu begehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Anita Schwitzer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stadtblatt-Beitrag von Anita Schwitzer \u2013 Ausgabe vom 11.03.2020 \/\/ Am 8. M\u00e4rz wurde der Internationale Frauentag gefeiert. 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