{"id":20337,"date":"2020-04-21T13:32:57","date_gmt":"2020-04-21T11:32:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=20337"},"modified":"2020-04-21T13:32:57","modified_gmt":"2020-04-21T11:32:57","slug":"hilfe-fuer-die-kultur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2020\/04\/21\/hilfe-fuer-die-kultur\/","title":{"rendered":"Hilfe f\u00fcr die Kultur"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Stadtblatt-Beitrag von Kathrin Rabus \u2013 Ausgabe vom 22.04.2020 \/\/<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Harte Zeiten f\u00fcr die Kultur! Kulturschaffende und \u2013vermittelnde sitzen derzeit ratlos bis verzweifelt vor ihren leeren Terminkalendern. Fraglich, wann die B\u00fchnen des Landes wieder \u00f6ffnen k\u00f6nnen. Nach dem Wegfall der wichtigen Fr\u00fchjahrssaison ist nun klar: Es wird auch in diesem Sommer keine Festivals und Open-Air-B\u00fchnen geben. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden alle Gro\u00dfveranstaltungen zun\u00e4chst bis 31.08. abgesagt. Die Herzen der Kulturschaffenden und -vermittelnden bluten, und nat\u00fcrlich auch all derer, denen diese Veranstaltungen fehlen werden. Vielen Dank an dieser Stelle an alle f\u00fcr die zahlreichen Online-Formate und M\u00f6glichkeiten, auch zu Hause Kultur zu erleben.<\/p>\n<p>Aber das ersetzt nat\u00fcrlich niemals das Live-Erlebnis. Die Vorstellung, noch l\u00e4nger ohne Konzerte, Partys, Theater, Museen, B\u00fchnenliteratur, Kinos und Clubs auszukommen, f\u00e4llt schwer. Die Lage f\u00fcr die im Kulturbetrieb T\u00e4tigen ist dramatisch: Die gr\u00f6\u00dftenteils freiberuflich Schaffenden, die ohnehin oft von der Hand in den Mund leben, befinden sich in einer existenzbedrohenden Situation. Der Shutdown sowie die, voraussichtlich langfristigen, Veranstaltungsausf\u00e4lle konfrontieren die freien K\u00fcnstler*innen, Agenturen, Veranstalter*innen, Booker*innen, Techniker*innen usw. mit dauerhaft vollst\u00e4ndigem Einkommensverlust.<\/p>\n<p>Baden-W\u00fcrttemberg geht zwar bei der Soforthilfe einen erfreulichen Sonderweg, verzichtet auf Verm\u00f6genspr\u00fcfung und erlaubt die Berechnung einer Pauschale f\u00fcr Lebenshaltungskosten. Doch das wird nicht ausreichen. Bund und L\u00e4nder m\u00fcssen weitere Rettungsschirme aufspannen, um die Umsatzeinbu\u00dfen zu kompensieren und den Kulturbetrieb am Leben zu erhalten.<\/p>\n<p>Und was kann Heidelberg tun, damit wir auch nach der Krise noch zwischen verschiedenen kulturellen Genres, H\u00e4usern und Formaten w\u00e4hlen k\u00f6nnen? Die Heidelberger Kulturschaffenden brauchen auch kommunale Unterst\u00fctzung \u2013 dazu geh\u00f6rt nat\u00fcrlich auch ein Rettungsschirm f\u00fcr die Clubkultur. Wir sind hier als Kommune gefordert, unseren K\u00fcnstler*innen, den Selbst\u00e4ndigen in der Kultur und der Veranstaltungsbranche zum \u00dcberleben zu verhelfen. Wir brauchen einen Heidelberger Nothilfefond (Mannheim macht es vor), den Erlass von Mietzahlungen f\u00fcr Spielst\u00e4tten in st\u00e4dtischen Liegenschaften vor allem f\u00fcr nicht gef\u00f6rderte H\u00e4user und die Umwidmung von Zusch\u00fcssen, um laufende Kosten decken zu k\u00f6nnen. Der bisherige Wirtschafts-Unterst\u00fctzungsplan, den die Stadt vorgestellt hat, reicht nicht aus.<\/p>\n<p>Es kann sonst passieren, dass im Herbst nicht mehr viel \u00fcbrig ist vom pulsierenden, lebendigen, vielf\u00e4ltigen Heidelberger Kulturleben. Wir brauchen die Kultur \u2013 und wir werden sie auch und vor allem nach der Krise dringend brauchen.<\/p>\n<p><em>Bildquelle: Christina Scholz<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stadtblatt-Beitrag von Kathrin Rabus \u2013 Ausgabe vom 22.04.2020 \/\/ Harte Zeiten f\u00fcr die Kultur! Kulturschaffende und \u2013vermittelnde sitzen derzeit ratlos bis verzweifelt vor ihren leeren Terminkalendern. 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