{"id":20371,"date":"2020-05-05T14:35:31","date_gmt":"2020-05-05T12:35:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=20371"},"modified":"2020-05-05T14:35:31","modified_gmt":"2020-05-05T12:35:31","slug":"niemand-bleibt-zurueck-wirklich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2020\/05\/05\/niemand-bleibt-zurueck-wirklich\/","title":{"rendered":"Niemand bleibt zur\u00fcck! &#8211; Wirklich?"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Stadtblatt-Beitrag von Derek Cofie-Nunoo und Nicol\u00e1 Lutzmann \u2013 Ausgabe vom 06.05.2020 \/\/<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Noch vor kurzem waren unsere \u00e4lteren Mitb\u00fcrger*innen begehrte Konsument*innen der sogenannten \u201cSilver Economy\u201d, Leistungstr\u00e4ger*innen beim b\u00fcrgerschaftlichen Engagement und in vielen weiteren aktiven Rollen in der Gesellschaft. Schnell wurde deutlich, wie \u201esystemrelevant\u201c die Enkelkind-Betreuung durch Gro\u00dfeltern ist, traf die Schlie\u00dfung der Betreuungsangebote und das Wegfallen der Hilfe durch Oma und Opa doch viele Familien.<\/p>\n<p>Auch in Heidelberg wird das Bild vom \u201cAktiven Altern\u201d gesellschaftlich erwartet und gelebt. \u00c4ltere Menschen stellen uns ihre Zeit, Lebenserfahrung und auch Geld zur Verf\u00fcgung. Zahlreiche \u00e4ltere Frauen und M\u00e4nner in unserer Stadt bilden als Einzelpersonen, in Vereinen und Organisationen das R\u00fcckgrat unseres gesellschaftlichen Lebens. Und dennoch stellen statistisch gesehen \u00e4ltere Menschen DIE durch Covid-19 am meisten gef\u00e4hrdete \u201eRisikogruppe\u201c dar. Aber unsere \u00e4lteren Mitb\u00fcrger*innen sind keine homogene Gruppe mit gleichem Risiko aufgrund ihres Alters. Wir m\u00fcssen dringend differenzieren, um nicht Menschen, die individuell kein erh\u00f6htes Risiko tragen, in ihrer Lebensf\u00fchrung unn\u00f6tig einzuschr\u00e4nken. Gleichwohl ben\u00f6tigen wir dringend L\u00f6sungen f\u00fcr die \u00e4lteren Mitb\u00fcrger*innen, die sich derzeit in Einrichtungen der station\u00e4ren Langzeitpflege befinden und seit Wochen auf Besuch ihrer Verwandten oder anderer Personen warten.<\/p>\n<p>Viele \u00e4ltere Mitb\u00fcrger*innen sind vom Social Distancing am st\u00e4rksten betroffen. Die Heidelberger Einrichtungen, die M\u00f6glichkeiten bieten, aktiv zu bleiben, wie die Seniorenzentren, die Akademie f\u00fcr \u00c4ltere oder religi\u00f6se Gemeinschaften, wurden verst\u00e4ndlicherweise zuerst geschlossen. Die Seniorenzentren \u00fcbernahmen Koordinationsaufgaben und waren erreichbar. So wird z.B. in Bergheim jeden Tag der Mittagstisch frisch gekocht und die Portionen mit Lastenfahrr\u00e4dern an die Haust\u00fcr gebracht. Auch wenn sich sofort Initiativen gr\u00fcndeten, die den \u00c4lteren Hilfe bei den t\u00e4glichen Erledigungen anbieten, verstehen wir, dass sich viele von der pauschalen Zuordnung zur \u201cRisikogruppe\u201d gekr\u00e4nkt und respektlos behandelt f\u00fchlen und nun (noch weiter) vereinsamen. Durch die niedrige Digitalisierungsrate in dieser Gruppe ist der Kontakt nach drau\u00dfen, das Weiterf\u00fchren von Bildungsaktivit\u00e4ten und die Umstellung auf E-Learning schwierig. Daher versucht die Akademie f\u00fcr \u00c4ltere ihre ehrenamtlichen Dozent*innen f\u00fcr digitalen Unterricht zu schulen. Es braucht dringend Perspektiven f\u00fcr eine Wiederaufnahme der Kurse. Denn viele schaffen den Sprung ins digitale Zeitalter nicht (mehr) und das gemeinsame Lernen ist gerade f\u00fcr \u00c4ltere Menschen ein wichtiger sozialer Teil ihres Lebens. Niemand darf zur\u00fcckbleiben!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stadtblatt-Beitrag von Derek Cofie-Nunoo und Nicol\u00e1 Lutzmann \u2013 Ausgabe vom 06.05.2020 \/\/ Noch vor kurzem waren unsere \u00e4lteren Mitb\u00fcrger*innen begehrte Konsument*innen der sogenannten \u201cSilver Economy\u201d, Leistungstr\u00e4ger*innen beim b\u00fcrgerschaftlichen Engagement und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":-1,"featured_media":20372,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-20371","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20371","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20371"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20371\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20372"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20371"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20371"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20371"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}