{"id":20606,"date":"2020-07-21T15:32:43","date_gmt":"2020-07-21T13:32:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=20606"},"modified":"2020-07-21T15:32:43","modified_gmt":"2020-07-21T13:32:43","slug":"da-steckt-kultur-drin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2020\/07\/21\/da-steckt-kultur-drin\/","title":{"rendered":"Da steckt Kultur drin!"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Stadtblatt-Beitrag von <a href=\"https:\/\/gruen4hd.de\/fraktion\/dorothea-kaufmann\/\">Dorothea Kaufmann<\/a> \u2013 Ausgabe vom 22.07.2020 \/\/<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Endlich wieder Kultur live und in Farbe! Die letzten Wochen habe ich mich jedes Mal ganz besonders gefreut, wenn ich wieder meinen Durst nach Sch\u00f6nem in der echten Welt stillen konnte. Sei es beim Kunstsonntag quer durch die Galerien, der Vernissage im Heidelberger Kunstverein, beim \u201eWarm-Up\u201c zum Metropolink-Festival in den breidenbach studios oder auf dem Airfield bei meinem 14. art ort. All das konnte ich nur genie\u00dfen, weil die Stadt Heidelberg die genannten Institutionen finanziell unterst\u00fctzt. Sollten diese Zuwendungen gek\u00fcrzt werden, k\u00e4men viele dieser Kulturschaffenden in existenzielle Bedr\u00e4ngnis.<\/p>\n<p>Auf den ersten Blick mag in der Corona-Krise Kultur nicht \u00fcberlebensnotwendig zu sein. Im Gegensatz zu Toilettenpapier fanden keine Hamsterk\u00e4ufe von Konzertgutscheinen statt. Streaming ist der neue Theaterabend und ins Museum kann man auch online gehen. Wozu also weiter Geld f\u00fcr etwas ausgeben, was sowieso \u201enur Luxus\u201c ist? Ganz einfach: Kultur kann und darf kein Luxus sein und es ist wichtig, dass Kulturorte auch weiterhin f\u00fcr alle erlebbar sind, ganz egal, ob man sich lieber mit Street Art oder Oper besch\u00e4ftigt. Auch die Diskussion, was denn nun als \u201eKultur\u201c definiert ist, ob diese zwangsl\u00e4ufig nur tags\u00fcber stattfindet, wo \u201eHochkultur\u201c beginnt und warum nur diese eine besondere F\u00f6rderung verdienen soll, erschlie\u00dft sich mir nicht. Menschen sind vielf\u00e4ltig, das gilt auch f\u00fcr ihre Interessen und Vorlieben. Heidelberg ist mehr als das Schloss und die Flusskreuzfahrer*innen, wir haben eine moderne, quirlige Szene, die mit ungew\u00f6hnlichen Formaten an au\u00dfergew\u00f6hnlichen Orten ebenso auf das Bild von Heidelberg in der Welt einzahlt wie unsere bekannten Sehensw\u00fcrdigkeiten.<\/p>\n<p>\u201eIch liebe ernsthafte Schwierigkeiten. Sie sind das Einzige, was das Leben lustig macht.\u201c, so bemerkt Algernon Moncrieff in einem meiner liebsten Theaterst\u00fccke, \u201eBunbury\u201c von Oscar Wilde. Hierf\u00fcr habe ich mir nat\u00fcrlich direkt beim Vorverkaufsstart Karten f\u00fcr die Auff\u00fchrung am Heidelberger Theater gesichert. Das Theater ist es auch, das in einer gro\u00dfz\u00fcgigen Geste rund eine Million Euro aus eigenen R\u00fccklagen f\u00fcr die Unterst\u00fctzung von Kultureinrichtungen zur Verf\u00fcgung stellen will. \u00dcbrigens ohne eine dedizierte Beschr\u00e4nkung auf bestimmte Formate \u2013 hier wurde bereits erkannt, dass die Kulturschaffenden zusammenhalten m\u00fcssen. Die gr\u00fcne Fraktion wird sich daf\u00fcr einsetzen, dass diesem Wunsch entsprochen wird und wir weiterhin die volle Bandbreite an Kunst und Kultur in Heidelberg gemeinsam genie\u00dfen k\u00f6nnen. Denn das Schlimmste ist nicht, wenn wegen der Corona-Auflagen nur wenige Menschen an Kulturveranstaltungen teilnehmen k\u00f6nnen, sondern wenn wir da sind, aber die Kultur weg ist.<\/p>\n<p><em>Bildquelle: privat, P. Baumg\u00e4rtner, Theater Heidelberg<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stadtblatt-Beitrag von Dorothea Kaufmann \u2013 Ausgabe vom 22.07.2020 \/\/ Endlich wieder Kultur live und in Farbe! 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