{"id":20718,"date":"2020-09-15T17:08:06","date_gmt":"2020-09-15T15:08:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=20718"},"modified":"2020-09-15T17:08:06","modified_gmt":"2020-09-15T15:08:06","slug":"was-bleibt-vom-corona-sommer-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2020\/09\/15\/was-bleibt-vom-corona-sommer-2020\/","title":{"rendered":"Was bleibt vom Corona-Sommer 2020?"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Stadtblatt-Beitrag von <a href=\"https:\/\/gruen4hd.de\/fraktion\/marilena-geugjes\/\">Marilena Geugjes<\/a> \u2013 Ausgabe vom 16.09.2020 \/\/<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Wir haben den ersten Corona-Sommer hinter uns gebracht. Und hoffentlich auch den letzten \u2013 wollen wir mal optimistisch sein. Diese nie dagewesene Situation hat Einiges in unserer Stadtgesellschaft hervorgebracht, was auch in nicht-pandemischen Zeiten gerne erhalten bleiben k\u00f6nnte. Das Allerwichtigste ist sicherlich, dass wir als Gesellschaft verstanden haben, wie wichtig systemrelevante Berufe f\u00fcr unser t\u00e4gliches Leben und unsere Gesundheit sind. Und dass Menschen in genau diesen systemrelevanten Berufen am prek\u00e4rsten besch\u00e4ftigt sind. Das muss sich \u00e4ndern. Wenn auch ein sch\u00f6nes Zeichen \u2013 Applaus von den Balkonen zahlt keine Miete. Auch das Ma\u00df an Solidarit\u00e4t und Zusammenhalt unter den Heidelberger*innen darf gerne bleiben. Einkaufsservices f\u00fcr Menschen der Risikogruppe, Nachbarschaftshilfen, respektvolles Abstandhalten und Maskentragen in der \u00d6ffentlichkeit, um andere zu sch\u00fctzen \u2013 die Pandemie betrifft uns alle und durchkommen k\u00f6nnen wir nur zusammen.<\/p>\n<p>Der Lockdown hat auch gezeigt, welche Privilegien wir bis dahin f\u00fcr selbstverst\u00e4ndlich hielten: Konzerte besuchen, ins Kino gehen, im Restaurant oder Caf\u00e9 sitzen. Das alles hat nun gefehlt. Und noch h\u00e4rter hat es die Menschen getroffen, die solche Einrichtungen betreiben. Die finanziellen Hilfen von Land und Bund haben den meisten gut geholfen, doch auch geholfen hat sicherlich die Unterst\u00fctzung der Heidelberger*innen. Viele haben Gutscheine gekauft, um ihren Lieblingsl\u00e4den \u00fcber die Zeit ohne Umsatz hinweg zu helfen und haben darauf geachtet, lokal und regional zu kaufen. Die Stadtverwaltung hat auch Vieles getan, um unb\u00fcrokratisch und niederschwellig Hilfe zu leisten. So darf zum Beispiel die Gastronomie \u00f6ffentlichen Raum nutzen, um Au\u00dfenbewirtschaftung mit ausreichend Abstand anzubieten. Das erm\u00f6glicht den Gastronom*innen mehr Umsatz und den Heidelberger*innen mehr Aufenthaltsqualit\u00e4t in den Stra\u00dfen \u2013 ein bisschen sah das schon fast aus wie in Italien. Diese Win-Win-Situation w\u00fcrden wir Gr\u00fcne gerne bis Ende 2021 verl\u00e4ngern.<\/p>\n<p>Und ein weiteres gr\u00fcnes Thema hatte in den letzten Monaten Hochsaison: Naherholungsfl\u00e4chen. Gerade in einer gro\u00dfen Stadt wie Heidelberg, in der nicht jede*r einen Garten zur Verf\u00fcgung hat, waren R\u00fcckzugsorte in der Natur w\u00e4hrend des Lockdowns extrem wichtig. Der Stadtwald, das Neckarufer, aber auch schon kleine Gr\u00fcnanlagen in den Stadtteilen wurden von den Heidelberger*innen erobert. Dabei wurde es manchmal ganz sch\u00f6n eng. Und nicht nur Corona zeigt uns, dass wir dringend mehr Gr\u00fcn in die St\u00e4dte holen, mehr nicht-kommerzielle Aufenthaltsfl\u00e4chen schaffen und mehr R\u00fcckzugsorte im Freien gestalten m\u00fcssen \u2013 auch die zunehmend hei\u00dfen Sommer verlangen das.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stadtblatt-Beitrag von Marilena Geugjes \u2013 Ausgabe vom 16.09.2020 \/\/ Wir haben den ersten Corona-Sommer hinter uns gebracht. Und hoffentlich auch den letzten \u2013 wollen wir mal optimistisch sein. 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