{"id":20798,"date":"2020-10-22T11:58:24","date_gmt":"2020-10-22T09:58:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=20798"},"modified":"2020-10-22T11:58:24","modified_gmt":"2020-10-22T09:58:24","slug":"giesskanne-statt-vision-verpasste-chancen-der-digitalisierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2020\/10\/22\/giesskanne-statt-vision-verpasste-chancen-der-digitalisierung\/","title":{"rendered":"Gie\u00dfkanne statt Vision &#8211; Verpasste Chancen der Digitalisierung"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Pressemitteilung der Gemeinderatsfraktion vom 22.10.2020 \/\/<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Die Schulschlie\u00dfungen aufgrund der Corona Pandemie haben offenbart, wie viele L\u00fccken es bei der Digitalisierung der Heidelberger Schulen gibt. Viele Kinder und Jugendliche wurden im Fernlernen benachteiligt und abgeh\u00e4ngt aus Mangel an passenden Ger\u00e4ten.<\/p>\n<p>Hilfe schien schnell in Sicht: Geld aus dem Digitalpakt kann fr\u00fcher abgerufen werden. Ob das alle Probleme l\u00f6st, ist jedoch fragw\u00fcrdig. Schon im Ausschuss f\u00fcr Bildung und Kultur\u00a0kommentiert <a href=\"https:\/\/gruen4hd.de\/fraktion\/anja-gernand\/\">Anja Gernand<\/a>: \u201cWir brauchen eine langfristige Strategie und keine Ger\u00e4teanschaffung nach dem Gie\u00dfkannenprinzip. Doch genau danach sieht die Anschaffung von 2400 Tablets f\u00fcr die Heidelberger Schulen nun aus, bezahlt aus dem Digitalpakt. Die Frage ist n\u00e4mlich, ob Tablets das Ger\u00e4t der Wahl sind, um Textverarbeitung im Fernlernen zu betreiben.\u201d<\/p>\n<p>Hinzu kommt &#8211; grunds\u00e4tzlich positiv hervorzuheben &#8211; dass alle Sch\u00fcler*innen seit diesem Schuljahr nun MicrosoftTeams und die MSOffice Anwendungen kostenlos nutzen k\u00f6nnen. Die Kompatibilit\u00e4t jedoch von iPads mit Microsoft Anwendungen ist nicht problemlos gegeben. Die Liste der Kritik ist aber noch l\u00e4nger: Die Leihvertr\u00e4ge f\u00fcr Ger\u00e4te enthalten Klauseln, die genau die Sch\u00fcler*innen abschrecken, f\u00fcr die die Leihger\u00e4te gedacht sind: \u201cDie Zielgruppe kann es sich schlie\u00dflich nicht leisten, 90% des Ger\u00e4tes bei Defekt zu ersetzen, es ist verst\u00e4ndlich, dass die jungen Menschen das Risiko nicht eingehen m\u00f6chten.\u201d f\u00e4hrt Gernand fort. Eine private Haftpflichtversicherung ist wom\u00f6glich nicht in allen Haushalten vorhanden.<\/p>\n<p>Ausgegeben sind die Ger\u00e4te aber so oder so noch nicht alle, weil die Unterst\u00fctzung der Schulen bei Einrichtung und Ausgabe der Tablets zu w\u00fcnschen \u00fcbrig l\u00e4sst. Verwunderlich ist das nicht, bedenkt man, dass nicht nur die Zahl der Ger\u00e4te f\u00fcr Sch\u00fcler*innen ansteigt, sondern wom\u00f6glich auch bald Dienstger\u00e4te f\u00fcr Lehrende Einzug halten. Daran zeigt sich, wie dringend endlich IT-Betreuer an jeder Schule gebraucht werden. Es gibt jetzt schon personelle Engp\u00e4sse bei der Betreuung von \u00fcber 7000 Endger\u00e4ten, wie die Verwaltung best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>\u201cEs wird hier mehr als deutlich, dass der Stadt eine Vision und ein langfristiges Ziel bei der Digitalisierung der Schulen fehlt und das, obwohl die Ressourcen an Know-how und Unterst\u00fctzung durch beispielsweise die PH oder die Hopp-Foundation da sind,\u201d so Gernand. Die Gr\u00fcnen w\u00fcnschen sich ein schnelles, strukturiertes und vor allem zielorientiertes Vorgehen, bei dem auch alle wichtigen Akteur*innen vernetzt werden. Heidelberg verpasst es gerade, Vorreiter-Stadt f\u00fcr eine exzellente Digitalisierung in der Bildung zu werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pressemitteilung der Gemeinderatsfraktion vom 22.10.2020 \/\/ Die Schulschlie\u00dfungen aufgrund der Corona Pandemie haben offenbart, wie viele L\u00fccken es bei der Digitalisierung der Heidelberger Schulen gibt. 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