{"id":22492,"date":"2021-10-29T16:19:17","date_gmt":"2021-10-29T14:19:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=22492"},"modified":"2021-10-29T16:19:17","modified_gmt":"2021-10-29T14:19:17","slug":"sofortprogramm-angebote-statt-einseitige-verbote-fuer-junge-menschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2021\/10\/29\/sofortprogramm-angebote-statt-einseitige-verbote-fuer-junge-menschen\/","title":{"rendered":"Sofortprogramm: Angebote statt einseitige Verbote f\u00fcr junge Menschen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Pressemitteilung vom 29.10.2021 &#8211; Gemeinderatsfraktion B\u00dcNDNIS 90\/DIE GR\u00dcNEN <\/strong><\/p>\n<p>Die aktuelle Situation an der Alten Br\u00fccke ist vergleichbar mit der Situation auf der Neckarwiese im Sommer. Bereits am 22. Juli hatte die Gr\u00fcnen-Fraktion eine Kurzdebatte in der Gemeinderatssitzung zum Thema \u201cSofortprogramm Jugendangebote\u201d initiiert. Diese wurde partei\u00fcbergreifend unterst\u00fctzt. Dort wurde von der Stadtverwaltung die sofortige Umsetzung von mehr Angeboten f\u00fcr junge Menschen gefordert. Die Gr\u00fcnen hatten dazu bereits konkrete Ma\u00dfnahmen vorgeschlagen. Leider ist seitdem viel zu wenig passiert.<\/p>\n<p>\u201cViele der Ma\u00dfnahmen, die wir bereits im Sommer gefordert hatten, wurden nicht umgesetzt. Zum anderen ist der Treffpunkt an der Alten Br\u00fccke entstanden, nachdem im Sommer die Neckarwiese gesperrt wurde \u2013 das Problem hat sich also lediglich verlagert &#8211; wie von mehreren Seiten prophezeit\u201d, sagt Gr\u00fcnen-Stadtrat <a href=\"https:\/\/gruen4hd.de\/fraktion\/julian-sanwald\/\">Julian Sanwald<\/a>.<\/p>\n<p>Junge Menschen treffen sich, konsumieren Alkohol und sorgen dabei f\u00fcr eine gewisse Lautst\u00e4rke. \u201cWir haben Verst\u00e4ndnis f\u00fcr den Unmut der Anwohner*innen. Tempor\u00e4re Verbote allein k\u00f6nnen die Situation zwar kurzfristig entsch\u00e4rfen, sind aber keine langfristige L\u00f6sung und reichen auch nicht aus. Die Stadt hat in den vergangenen Jahren viel zu wenig daf\u00fcr getan, jungen Menschen nicht-kommerzielle Treffpunkte und R\u00e4ume zur Verf\u00fcgung zu stellen\u201d, so Gr\u00fcnen-Stadtr\u00e4tin <a href=\"https:\/\/gruen4hd.de\/fraktion\/ursula-roeper\/\">Dr. Ursula R\u00f6per<\/a>.<\/p>\n<p>Um die Diskussion um die Vorg\u00e4nge in der Altstadt wieder zu versachlichen, macht die Gr\u00fcnen-Fraktion erneut deutlich, dass es endlich darum gehen muss, konkrete Angebote f\u00fcr junge Menschen zu schaffen und die bereits bestehende strukturelle Benachteiligung zu beseitigen. Heidelberg ist die j\u00fcngste Stadt Deutschlands, hat aber viel zu wenig passende Angebote f\u00fcr junge Menschen.<\/p>\n<p>\u201cDas &#8218;Feierbad&#8216; war zwar ein gutes Projekt \u00fcber den Sp\u00e4tsommer, hat aber nur kurzfristig f\u00fcr Ausgleich gesorgt und l\u00f6st das seit langer Zeit bestehende strukturelle Problem nicht. Wir brauchen viel mehr dieser Angebote \u2013 und zwar nicht nur f\u00fcr einen Teil des Sommers. Neben Angeboten f\u00fcr junge Menschen, welche die Situation in der Altstadt im Allgemeinen und auf der Alten Br\u00fccke im Besonderen entlasten w\u00fcrden, ist es wichtig, Ordnungs- und Sicherheitspolitik nachhaltig und sinnvoll zu gestalten. Hier ist auf Pr\u00e4vention und niedrigschwellige Ansprache zu setzen, was in Bezug auf Jugendliche vor allem durch Jugendsozialarbeiter*innen durchgef\u00fchrt werden muss, und nicht auf Repression und Verbote, was selten deeskalierend wirkt sondern jungen Menschen vielmehr das Gef\u00fchl gibt, dass sie in unserer Stadt nicht willkommen sind, und &#8218;Hot Spots&#8216; einfach nur verlagert. Auch die Jugendlichen m\u00fcssen st\u00e4rker mit eingebunden werden. Wir brauchen weiterhin den Ausbau der Kinder- und Jugendbeteiligung\u201d, erkl\u00e4rt Gr\u00fcnen-Stadtr\u00e4tin <a href=\"https:\/\/gruen4hd.de\/fraktion\/marilena-geugjes\/\">Dr. Marilena Geugjes<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Die Gr\u00fcnen-Fraktion hat die sofortige Umsetzung der folgenden Ma\u00dfnahmen beantragt:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sport<\/strong><br \/>\n&#8211; Zus\u00e4tzliche Spiel- und Sportst\u00e4tten auf der Neckarwiese und in den Stadtteilen<br \/>\n&#8211; neue Pump-Tracks, Skate-Anlagen, Calisthenics-Parks, Basketballpl\u00e4tze, legale MTB-Trails und weitere informelle Sportangebote mit Beteiligung der Nutzer*innen<br \/>\n&#8211; Unterst\u00fctzung von Vereinen und Professionals zum Anbieten von Kursen mit dem Fokus auf junge Menschen, z.B. Crossfit oder Freeletics<\/p>\n<p><strong>Kultur<\/strong><br \/>\n&#8211; Ausschreibung von st\u00e4dtisch gef\u00f6rderten Pop-Up Clubs<br \/>\n&#8211; Suche nach tempor\u00e4ren Indoor- und Outdoor-Fl\u00e4chen f\u00fcr Veranstalter*innen<br \/>\ngemeinsam mit Vertreter*innen der Clubszene und der Livemusik-Spielst\u00e4tten schnellstm\u00f6glich Strategien und Konzepte zur kontrollierten \u00d6ffnung der Kultureinrichtungen entwickeln<br \/>\n&#8211; Entwicklung von neuen zielgruppenspezifischen Konzepten gemeinsam mit Clubbetreiber*innen<br \/>\n&#8211; Neufassung des Clubf\u00f6rderprogramms mit dem regionalen Clubverband<br \/>\n&#8211; Umsetzung des TOP Antrages \u201cClublandschaft wiederaufbauen\u201d (0022 \/ 2021 \/ IV)<br \/>\n&#8211; Entwicklung eines Jugendkultur-Konzepts f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre, das auch die k\u00fcnstlerische Nachwuchsf\u00f6rderung im Blick hat. Es mangelt an Prober\u00e4umen, Ateliers und Auftrittsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr junge K\u00fcnstler*innen. Hier fordern wir die Stelle eines*r Beauftragten f\u00fcr Jugendkultur als Schnittstelle zwischen jungen Menschen und Verwaltung\/Politik<\/p>\n<p><strong>Freizeit<\/strong><br \/>\n&#8211; schnell Airfield tempor\u00e4r zur vielseitig nutzbaren Fl\u00e4che umfunktionieren<br \/>\n&#8211; Schaffung von weiteren nicht-kommerziellen und zumindest zum Teil wetterunabh\u00e4ngigen Treffpunkten f\u00fcr junge Menschen in jedem Stadtteil (siehe Haushaltsantrag \u201cMasterplan f\u00fcr Treffpunkte f\u00fcr junge Menschen\u201d)<br \/>\n&#8211; umfangreiche Infokampagne f\u00fcr Jugendliche \u00fcber geeignete Kan\u00e4le zu verschiedenen Freifl\u00e4chen in Heidelberg<br \/>\n&#8211; Website mit Informationen zu allen Veranstaltungen und Freizeitm\u00f6glichkeiten in Heidelberg speziell f\u00fcr junge Menschen.<br \/>\n&#8211; F\u00f6rderstrategien zur Schaffung neuer Orte f\u00fcr junge Menschen ohne Konsumzwang, auch au\u00dferhalb bekannter Jugendtreff-Konzepte<br \/>\n&#8211; Konfliktmanagement<br \/>\nEinsatz von st\u00e4dtischen Jugendsozialarbeiter*innen\/Streetworker*innen in den Abend- und Nachtstunden an \u201cHot Spots\u201d, die Jugendliche niederschwellig ansprechen, deeskalierend wirken und damit repressiven Ma\u00dfnahmen vorbeugen<br \/>\n&#8211; verst\u00e4rkte Zusammenarbeit zwischen Polizei, KOD und Jugendsozialarbeiter*innen in Bezug auf jugendlichen Alkoholkonsum im \u00f6ffentlichen Raum<br \/>\nFokus auf Pr\u00e4vention: Konfliktsituationen mit geeigneten Ma\u00dfnahmen VORBEUGEN (z.B. Aufstellen von mobilen Toiletten, um Wildpinkeln zu reduzieren)<br \/>\n&#8211; Informations- und Awarenesskampage zur Nacht\u00f6konomie<\/p>\n<p><strong>Allgemein<\/strong><br \/>\n&#8211; Einbeziehen von Jugendlichen in alle Entscheidungen, Ausbau der Kinder- und Jugendbeteiligung<br \/>\n&#8211; Impfaktionen f\u00fcr Jugendliche<\/p>\n<p><em>Den Antrag im Wortlaut finden Sie <a href=\"https:\/\/ww1.heidelberg.de\/buergerinfo\/vo0050.asp?__kvonr=32182\">hier<\/a> <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pressemitteilung vom 29.10.2021 &#8211; Gemeinderatsfraktion B\u00dcNDNIS 90\/DIE GR\u00dcNEN Die aktuelle Situation an der Alten Br\u00fccke ist vergleichbar mit der Situation auf der Neckarwiese im Sommer. Bereits am 22. 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