{"id":22537,"date":"2021-11-29T12:47:55","date_gmt":"2021-11-29T11:47:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=22537"},"modified":"2021-11-29T12:47:55","modified_gmt":"2021-11-29T11:47:55","slug":"gemeinsam-gegen-die-vierte-welle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2021\/11\/29\/gemeinsam-gegen-die-vierte-welle\/","title":{"rendered":"Gemeinsam gegen die vierte Welle"},"content":{"rendered":"<p><strong>Stadtblattartikel von <a href=\"https:\/\/gruen4hd.de\/fraktion\/julian-sanwald\/\">Julian Sanwald<\/a> \u2013 Ausgabe vom 01.12.2021 \/\/<\/strong><\/p>\n<p>Eigentlich w\u00e4re jetzt der Zeitpunkt, einen sch\u00f6nen 1. Advent zu w\u00fcnschen, den tollen Heidelberger Weihnachtsmarkt zu loben und sich auf ein Weihnachtsfest im gro\u00dfen Familienkreis zu freuen. Doch die Corona-Pandemie holt uns schnell in die traurige Realit\u00e4t zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Seit Anfang des Jahres arbeite ich auf einer Intensivstation am Heidelberger Universit\u00e4tsklinikum und seit zwei Wochen befinden wir uns wieder im Krisenmodus. Statt wie sonst zw\u00f6lf Intensivbetten f\u00fcr gastroenterologische Patient*innen haben wir mittlerweile wieder 20 Betten mit Covid-Patient*innen belegt. Die meisten liegen im k\u00fcnstlichen Koma und m\u00fcssen maschinell beatmet werden. Der gr\u00f6\u00dfte Teil der Patient*innen ist nicht geimpft, bei den wenigen Geimpften spielen maligne Vorerkrankungen oder Immunschw\u00e4chen eine gro\u00dfe Rolle. Um das hohe Patientenaufkommen zu bew\u00e4ltigen, ist nat\u00fcrlich personelle Unterst\u00fctzung von anderen Intensivstationen notwendig. Personal, welches dann dort fehlt.<\/p>\n<p>Das Arbeiten im Isolationszimmer stellt jede*n vor besondere Herausforderungen. Man schwitzt, die Brille beschl\u00e4gt und aufgrund der FFP3-Schutzmaske ist das Atmen erschwert. Teilweise verbringt man mehrere Stunden ohne Pause bei einem kritischen Covid-Patienten. Meine Kollege*innen von pflegerischer als auch von \u00e4rztlicher Seite bereiten sich auf ein Arbeiten am absoluten Limit in den n\u00e4chsten Wochen vor. Einzige Hoffnung bietet ein starker Zusammenhalt als Team sowie die gewonnenen Erfahrungen aus den letzten Coronawellen.<\/p>\n<p>Das politische Hoffen der Bundesregierung auf ein Wunder ist leider auf ganzer Linie gescheitert. Die Infektionszahlen werden nicht durch die Booster-Impfung oder 2G-Regeln rechtzeitig oder in dem notwendigen Ausma\u00df reduziert werden, dar\u00fcber sind sich alle Expert*innen einig. Wir werden, wenn sich nicht schnell etwas \u00e4ndert, nicht wieder mit einem \u201eblauen Auge\u201c davonkommen. Angesichts der extrem hohen Inzidenzen sowie der neu aufgetretenen und besorgniserregenden Corona-Variante Omikron muss die neue Bundesregierung konsequent handeln. Die Wucht der 4. Welle kann nur noch durch eine gesamtgesellschaftliche Kraftanstrengung gebrochen werden. Dies bedeutet leider auch, dass alle Opfer bringen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Aktuell bleiben mir nur Appelle. Bitte reduzieren Sie Ihre Sozialkontakte auf ein Minimum, halten Sie die AHA-Regeln konsequent ein und lassen Sie sich impfen! Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich schon mal einen \u00e4hnlichen Artikel hier an dieser Stelle geschrieben. Ich hoffe sehr, dass ein dritter nicht mehr notwendig sein wird. Leisten auch Sie bitte Ihren Beitrag, diese schreckliche Pandemie m\u00f6glichst bald m\u00f6glichst effektiv einzuschr\u00e4nken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stadtblattartikel von Julian Sanwald \u2013 Ausgabe vom 01.12.2021 \/\/ Eigentlich w\u00e4re jetzt der Zeitpunkt, einen sch\u00f6nen 1. 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