{"id":23167,"date":"2022-06-21T08:37:30","date_gmt":"2022-06-21T06:37:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=23167"},"modified":"2022-06-21T08:37:30","modified_gmt":"2022-06-21T06:37:30","slug":"gruene-waerme-aus-neckar-erdreich-luft-und-abfall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2022\/06\/21\/gruene-waerme-aus-neckar-erdreich-luft-und-abfall\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcne W\u00e4rme aus Neckar, Erdreich, Luft und Abfall"},"content":{"rendered":"<p><strong>Stadtblattartikel von <a href=\"https:\/\/gruen4hd.de\/fraktion\/ursula-roeper\/\">Ursula R\u00f6per<\/a>, B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen \u2013 Ausgabe vom 22.06.2022\/<\/strong><\/p>\n<p>Wir alle wissen: Der Klimawandel wartet nicht, im Gegenteil, er beschleunigt sich. Projekte, die noch vor wenigen Jahren zu aufw\u00e4ndig erschienen, werden nun geplant und umgesetzt. Au\u00dferdem f\u00fchrt der durch den Ukraine-Krieg ausgel\u00f6ste Druck auf den Energiemarkt drastisch vor Augen, wie fahrl\u00e4ssig es sein kann, sich auf Gas- und \u00d6lquellen zu verlassen. Ein kritischerer Blick auf Erdgas als sogenannte \u00dcbergangstechnologie ist die Folge, eine schnellere Umstellung auf Erneuerbare Energien zwingend notwendig.<\/p>\n<p>Was bedeutet das f\u00fcr Heidelberg? Die Erzeugung von W\u00e4rme hier erfolgt zu etwa 50% aus Fernw\u00e4rme, dieser Anteil soll stetig ausgebaut werden. Doch nur die H\u00e4lfte davon gilt als CO2-frei. Heidelberg will und muss hier seinen Eigenanteil an der W\u00e4rmeversorgung deutlich steigern. Bisher betr\u00e4gt die Eigenversorgung ein knappes Drittel, der Anteil Erneuerbarer 22%.<\/p>\n<p>Eine Flussw\u00e4rmepumpe kann bis zu 10% des Heidelberger Fernw\u00e4rmebedarfs abdecken. Mit der W\u00e4rme des Neckars k\u00f6nnen wir bis tief in den Winter unsere Geb\u00e4ude heizen. Es spricht vieles daf\u00fcr, dass eine Standortkl\u00e4rung noch vor der Sommerpause m\u00f6glich ist. Am Kl\u00e4rwerk Nord sollte zus\u00e4tzlich eine Abwasserw\u00e4rmepumpe verwirklicht werden. Hier steht ganzj\u00e4hrig w\u00e4rmeres Wasser zur Verf\u00fcgung. Wir haben uns bereits intensiv daf\u00fcr eingesetzt, dass dies erm\u00f6glicht werden kann, auch wenn bestimmte Voraussetzungen (Anbindung an Fernw\u00e4rmenetz, Platzbedarf) nicht ganz einfach zu erf\u00fcllen sind.<\/p>\n<p>Die Stadtwerke Heidelberg planen zurzeit drei gro\u00dfe Luft-Wasser-W\u00e4rmepumpen als Bestandteil innovativer Kraft-W\u00e4rme-Kopplungsanlagen. Oberfl\u00e4chennahe Geothermie in Verbindung mit wechselwarmen Netzen ist f\u00fcr neue Baugebiete, insbesondere PHV geplant. Eine Verg\u00e4rungsanlage in Wieblingen wird die Nutzung von Bio-Abf\u00e4llen erweitern. Hier kann in Zusammenarbeit mit Mannheim Biogas erzeugt und in den eigenen Blockheizkraftwerken genutzt werden. Die anschlie\u00dfende Kompostierung am gleichen Standort bleibt bestehen. Gut, wenn dieses Projekt jetzt schnell und bitte ohne zus\u00e4tzliche Geruchsbel\u00e4stigung auf den Weg kommt.<\/p>\n<p>Die Investitionskosten f\u00fcr Erneuerbare Energien sind enorm, sparen jedoch dauerhaft Geld. Wir werden jede Anstrengung der Stadt und der Stadtwerke unterst\u00fctzen, um die Prozesse zu beschleunigen, notwendige Kosten zu stemmen und Partner zu finden. Dies k\u00f6nnen und sollen die Heidelberger Wirtschaft, das Handwerk, aber auch die B\u00fcrger*innen sein. Sie haben eine hohe Bereitschaft, sich zu engagieren. Sie sollten mehr und einfache M\u00f6glichkeiten bekommen, in die Heidelberger Energieprojekte eingebunden zu werden und damit zu einer schnelleren Energie- und W\u00e4rmewende beizutragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stadtblattartikel von Ursula R\u00f6per, B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen \u2013 Ausgabe vom 22.06.2022\/ Wir alle wissen: Der Klimawandel wartet nicht, im Gegenteil, er beschleunigt sich. 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