{"id":23308,"date":"2022-07-25T15:31:26","date_gmt":"2022-07-25T13:31:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=23308"},"modified":"2022-07-25T15:31:26","modified_gmt":"2022-07-25T13:31:26","slug":"ein-hitzeaktionsplan-fuer-heidelberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2022\/07\/25\/ein-hitzeaktionsplan-fuer-heidelberg\/","title":{"rendered":"Ein Hitzeaktionsplan f\u00fcr Heidelberg"},"content":{"rendered":"<p><strong>STADTBLATTARTIKEL von <a href=\"https:\/\/gruen4hd.de\/fraktion\/marilena-geugjes\/\">Dr. Marilena Geugjes<\/a> Fraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen \u2013 Ausgabe vom 27.07.2022<\/strong><\/p>\n<p>Der Juli war hei\u00df. F\u00fcr diese Woche ver\u00f6ffentlichte der Deutsche Wetterdienst erneut eine Hitzewarnung und nachts verbringen wir \u201ctropische N\u00e4chte\u201d, die keine Abk\u00fchlung bieten. Vielen Menschen macht die Hitze zu schaffen. F\u00fcr einige stellt sie ein ernstes Gesundheitsrisiko dar: In den drei Sommern 2018 bis 2020, so eine Studie des Deutschen Wetterdienstes und anderen, sind in Deutschland mehr als 19.000 Menschen aufgrund der Hitze gestorben.<\/p>\n<p>Die Hoffnung, dass dieser hei\u00dfe Juli eine Ausnahme sein k\u00f6nnte, macht der Generalsekret\u00e4r der Weltwetterorganisation, Petteri Taalas, zunichte: \u201cDer aktuelle Trend wird noch bis mindestens 2060 anhalten\u201d, sagt er, \u201cund zwar unabh\u00e4ngig vom Erfolg unserer Klimaschutzbem\u00fchungen. Wir werden uns an diese Art von Wetter gew\u00f6hnen m\u00fcssen.&#8220;<\/p>\n<p>Das fordert noch konsequentere Klimaschutzma\u00dfnahmen. Zus\u00e4tzlich m\u00fcssen wir unser Leben an zuk\u00fcnftige Hitzewellen anpassen, die nicht mehr vermeidbar sind. Und diese treffen vor allem St\u00e4dte mit voller Wucht. Es ist Aufgabe der St\u00e4dte, Hitzeaktionspl\u00e4ne zu erarbeiten, um ihre Bev\u00f6lkerung zu sch\u00fctzen. Wir Gr\u00fcne fordern einen Hitzeaktionsplan f\u00fcr Heidelberg, der zwei Ans\u00e4tze beinhalten muss:<\/p>\n<p><strong>1. Klimaresilienter St\u00e4dtebau<\/strong><br \/>\nDie st\u00e4dtebaulichen Ma\u00dfnahmen f\u00fcr ein k\u00fchleres Stadtklima sind bekannt: mehr Frischluftschneisen, mehr B\u00e4ume, mehr Beschattung von Stra\u00dfen und Pl\u00e4tzen, mehr Begr\u00fcnung von Verkehrs- und Freifl\u00e4chen, gr\u00fcne Fassaden etc. Diese Ma\u00dfnahmen m\u00fcssen bei der Entwicklung von neuen Quartieren Pflicht sein. Doch das reicht nicht aus. im Rest der Stadt muss nachger\u00fcstet werden. Wir brauchen zum Beispiel mehr Mut zur Entsiegelung, vor allem dort, wo es Hitzeinseln gibt. Au\u00dferdem dient Wasser in der Stadt zur Abk\u00fchlung, zum Beispiel in der Form von Trinkwasserbrunnen, Spr\u00fchnebel und Wasserspielen.<\/p>\n<p><strong>2. Bev\u00f6lkerungsschutz im Krisenfall<\/strong><br \/>\nBei akuten Hitzelagen m\u00fcssen vor allem vulnerable Personenkreise schnell erreicht, gewarnt und dar\u00fcber informiert werden, mit welchem Verhalten sie sich vor Hitze und UV-Strahlung sch\u00fctzen k\u00f6nnen. Zu diesen Personen geh\u00f6ren alte Menschen, Pflegebed\u00fcrftige und chronisch Kranke, S\u00e4uglinge und Kleinkinder sowie Personen, die schwere k\u00f6rperliche Arbeit im Freien verrichten. Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, aber auch Kinderg\u00e4rten und Schulen sind in besonderer Pflicht und m\u00fcssen beispielsweise auf Trinken und Temperatur achten. Zur Erstellung eines Hitzeaktionsplans m\u00fcssen sie alle an einen Tisch gebracht werden, zusammen mit der Feuerwehr, den Rettungsdiensten und der \u00c4rzteschaft.<\/p>\n<p>Wir w\u00fcnschen Ihnen trotzdem <strong>sch\u00f6ne Ferien<\/strong>. Suchen Sie sich Schatten und trinken Sie ausreichend!<\/p>\n<p><em>Foto: Marilena Geugjes <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>STADTBLATTARTIKEL von Dr. Marilena Geugjes Fraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen \u2013 Ausgabe vom 27.07.2022 Der Juli war hei\u00df. 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