{"id":23496,"date":"2022-10-19T11:14:26","date_gmt":"2022-10-19T09:14:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=23496"},"modified":"2022-10-19T11:14:26","modified_gmt":"2022-10-19T09:14:26","slug":"stadtspitze-zu-langsam-nach-5-jahren-erste-ideen-fuer-hitzeschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2022\/10\/19\/stadtspitze-zu-langsam-nach-5-jahren-erste-ideen-fuer-hitzeschutz\/","title":{"rendered":"Stadtspitze zu langsam &#8211; nach 5 Jahren erste Ideen f\u00fcr Hitzeschutz"},"content":{"rendered":"<p><strong>PRESSEMITTEILUNG VOM 18.10.2022 &#8211; GEMEINDERATSFRAKTION B\u00dcNDNIS 90\/DIE GR\u00dcNE<\/strong><\/p>\n<p>Vor f\u00fcnf Jahren hatte der Gemeinderat die Stadtspitze beauftragt, \u00e4mter\u00fcbergreifend einen Hitzeanpassungsplan zu erstellen. Zahlreiche Hitze-Sommer sp\u00e4ter ist wenig passiert. Die Gr\u00fcnen-Fraktion hatte immer wieder nachgehakt. Drei Wochen vor der OB-Wahl kommt das Thema in den Fachausschuss &#8211; aber das Ergebnis ist d\u00fcrftig und hat mit einem fertigen Hitzeaktionsplan noch nichts zu tun.<\/p>\n<p>&#8222;Bemerkenswert ist, dass erst nach f\u00fcnf Jahren dem Fachausschuss statt eines echten Hitzekonzepts nun eine halbherzig zusammengeschusterte Ma\u00dfnahmenliste vorgelegt wird, die offensichtlich nur im OB-Wahlkampf suggerieren soll, dass der amtierende OB sich um dieses Thema k\u00fcmmern w\u00fcrde. Dabei ist jahrelang beim Thema Hitzeschutz in Heidelberg nichts passiert, obwohl es die politischen Beschl\u00fcsse dazu bereits seit langer Zeit gibt&#8220;, sagt der Gr\u00fcnen-Fraktionsvorsitzende <a href=\"https:\/\/gruen4hd.de\/fraktion\/derek-cofie-nunoo\/\">Derek Cofie-Nunoo<\/a>.<\/p>\n<p>Nachdem lange Zeit nichts in die Wege geleitet wurde, hatte die Gr\u00fcnen-Fraktion 2019 erneut ein Konzept eingefordert, wie das Mikroklima in stark w\u00e4rmebelasteten Stadtteilen verbessert werden kann. Auch dieses Konzept wurde bisher nicht erstellt. Im Doppelhaushalt 2021\/2022 wurden auf Antrag der Gr\u00fcnen-Fraktion finanzielle Mittel f\u00fcr ein Entsiegelungsprogramm und neues Personal f\u00fcr die Bereiche &#8222;Stadtbegr\u00fcnung&#8220; und &#8222;Klimawandelanpassung&#8220; bereitgestellt. Jetzt ist das Personal da. &#8222;Wir sind froh, dass es endlich losgeht. Aber so willkommen die ersten Ma\u00dfnahmenvorschl\u00e4ge auch sind, k\u00f6nnen sie nur erste Schritte sein. Ein Hitzeaktionsplan braucht eine Strategie: \u00c4mter\u00fcbergreifende Koordination und eine strukturierte Vorgehensweise, wie Konzepte f\u00fcr hitzebelastete Stadtteile, f\u00fcr die Bau- und Freifl\u00e4chenplanung, umfassende Gesundheitskonzepte und Warnsysteme und Evaluation&#8220;, betont Gr\u00fcnen-Stadtr\u00e4tin <a href=\"https:\/\/gruen4hd.de\/fraktion\/ursula-roeper\/\">Dr. Ursula R\u00f6per<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/theresia-bauer.de\/\">OB-Kandidatin Theresia Bauer<\/a> machte bereits vor Monaten klar: &#8222;Wir brauchen dringend lokale Ma\u00dfnahmen, die zur Anpassung an den Klimawandel und zur Verbesserung der kleinklimatischen Bedingungen beitragen. Hitzeschutz f\u00fcr Jung und Alt muss bei der Entwicklung neuer Quartiere und Pl\u00e4tze von Anfang an eine viel gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen. Heidelberg braucht einen Hitzeplan. Denn Hitzeschutz ist Gesundheitsschutz.&#8220;<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnen-Stadtr\u00e4tin Dr. <a href=\"https:\/\/gruen4hd.de\/fraktion\/marilena-geugjes\/\">Marilena Geugjes<\/a> betont: &#8222;Die Stadtspitze in Heidelberg handelt nicht konsequent genug, um effektiven Schutz vor Hitze sicherzustellen. Wir brauchen mehr wirksame Klimaschutzma\u00dfnahmen. Zus\u00e4tzlich m\u00fcssen wir unser Leben an zuk\u00fcnftige Hitzewellen anpassen, die nicht mehr vermeidbar sind. Und diese treffen vor allem St\u00e4dte mit voller Wucht. Wir brauchen einerseits st\u00e4dtebaulichen Ma\u00dfnahmen f\u00fcr ein k\u00fchleres Stadtklima und m\u00fcssen andererseits im Sinne des Zivilschutzes explizit alte Menschen, Pflegebed\u00fcrftige und chronisch Kranke, S\u00e4uglinge und Kleinkinder sowie Personen, die schwere k\u00f6rperliche Arbeit im Freien verrichten, vor der Hitze sch\u00fctzen. Es ist Aufgabe der St\u00e4dte, Hitzeaktionspl\u00e4ne zu erarbeiten, um ihre Bev\u00f6lkerung zu sch\u00fctzen. Heidelberg hat das Thema bisher verschlafen.&#8220;<\/p>\n<p>Gezielte Ma\u00dfnahmen, wie begr\u00fcnte Fassaden und D\u00e4cher, mehr B\u00e4ume und Gr\u00fcnfl\u00e4chen, die Entsiegelung und die Begr\u00fcnung von versiegelten Fl\u00e4chen z.B. Verkehrsfl\u00e4chen, ein stadtweites Netz von kostenlosen Trinkwasserstationen sowie Sonnensegeln auf Spielpl\u00e4tzen k\u00f6nnten den Auswirkungen der Hitze entgegenwirken. Aus vielen solcher bislang nur als Einzelma\u00dfnahmen umgesetzten Vorschl\u00e4ge muss ein Konzept entwickelt werden. Au\u00dferdem m\u00fcssen Hitzeschutzpl\u00e4ne f\u00fcr Einrichtungen wie Kitas und Pflegeheime entwickelt und schon bestehende Hitze-Hot-Spots umgestaltet werden. Bestehende B\u00e4ume m\u00fcssen besser vor Trockenheit gesch\u00fctzt werden. Aktuell sterben in Heidelberg pro Jahr \u00fcber 300 B\u00e4ume an Trockenheit. Auch muss die Stadt k\u00fcnftig schon fr\u00fchzeitig w\u00e4hrend der Planungsphase auf ausreichend unterirdischen Bauraum f\u00fcr B\u00e4ume und Gro\u00dfgr\u00fcn achten. Gro\u00dfe versiegelte st\u00e4dtische Fl\u00e4chen \u2013 wie Schulh\u00f6fe, Parkpl\u00e4tze oder auch Pl\u00e4tze wie den Gadamerplatz \u2013 k\u00f6nnten teilweise mit halb-lichtdurchl\u00e4ssigen PV-D\u00e4chern \u00fcberdacht werden. Das sorgt einerseits f\u00fcr Schatten, andererseits wird erneuerbarer Strom produziert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>PRESSEMITTEILUNG VOM 18.10.2022 &#8211; GEMEINDERATSFRAKTION B\u00dcNDNIS 90\/DIE GR\u00dcNE Vor f\u00fcnf Jahren hatte der Gemeinderat die Stadtspitze beauftragt, \u00e4mter\u00fcbergreifend einen Hitzeanpassungsplan zu erstellen. Zahlreiche Hitze-Sommer sp\u00e4ter ist wenig passiert. 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