{"id":23950,"date":"2023-07-17T12:59:46","date_gmt":"2023-07-17T10:59:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=23950"},"modified":"2023-07-17T12:59:46","modified_gmt":"2023-07-17T10:59:46","slug":"hitzeschutz-in-heidelberg-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2023\/07\/17\/hitzeschutz-in-heidelberg-2\/","title":{"rendered":"Ma\u00dfnahmen zum Hitzeschutz"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Stadtblatt-Beitrag der Gemeinderatsfraktion von <a href=\"https:\/\/gruen4hd.de\/fraktion\/anita-schwitzer\/\">Anita Schwitzer<\/a> &#8211; Ausgabe vom 19.07.2023 \/\/<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Heidelberg \u00e4chzt unter 34 Grad, das Weltklima verzeichnet den bisher hei\u00dfesten Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Die Gr\u00fcnde liegen auf dem Tisch, wir alle wissen, um was es geht. Jede*r einzelne kann die eigenen Alltagsroutinen \u00fcberdenken und auf Nachhaltigkeit ausrichten: das Auto stehen lassen, \u00d6PNV nutzen oder zu Fu\u00df gehen, online-Bestellungen reduzieren und wieder vor Ort einkaufen, den Schottergarten abschaffen und begr\u00fcnen usw.<\/p>\n<p>Aber auch die Stadt muss sich den vielf\u00e4ltigen Problemen der gravierenden Klimaver\u00e4nderung stellen. Besonders betroffen sind alte Menschen, (Klein-)Kinder, (chronisch) Kranke, Menschen mit Behinderungen, Menschen mit psychischen Erkrankungen. Viele haben ein niedriges Einkommen, so dass eine Klimaanlage nicht angeschafft werden kann. Die st\u00e4dtischen Angebote und Einrichtungen f\u00fcr diese Menschen m\u00fcssen sich den neuen Erfordernissen stellen durch Schulungen und bauliche Ma\u00dfnahmen. Eine Warn-App ist sinnvoll, aber reicht nicht, um die gef\u00e4hrdeten Gruppen zu erreichen.<\/p>\n<p>Ein Blick nach Frankreich, einer der Vorreiterstaaten in Sachen Hitzeschutz f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung, zeigt, was alles getan werden kann: gro\u00df angelegte Aufkl\u00e4rungskampagnen, \u00e4ltere alleinstehende Menschen werden direkt von st\u00e4dtischen Mitarbeiter*innen besucht und auf Hilfsma\u00dfnahmen gegen die Hitze angesprochen. Ein Konzept zu diesem Thema wird auch schon im Heidelberger Umland umgesetzt &#8211; vorgestellt auf der k\u00fcrzlich stattgefundenen kommunalen Gesundheitskonferenz. Viele dort empfohlene Ma\u00dfnahmen lesen sich wie eine Zusammenfassung der seit Jahren vor(an)gebrachten Forderungen gr\u00fcner Politik: Entsiegeln von Fl\u00e4chen, versickerungsf\u00e4hige Bodenbel\u00e4ge &#8211; gerade im st\u00e4dtischen Raum, der sich durch Asphalt und Stein st\u00e4rker aufw\u00e4rmt und langsamer abk\u00fchlt -, intensive Fassadenbegr\u00fcnung, Erhalt alten Baumbestandes, neue Baumpflanzungen.<\/p>\n<p>Geplante Trinkbrunnen m\u00fcssen z\u00fcgig umgesetzt werden, ebenso Nebelduschen, begr\u00fcnte Pergolen als Schattenspender, Sonnensegel \u2013 gerne in Regenbogenfarben. Es gibt vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten. Wir brauchen kurz-, mittel- und langfristige Ma\u00dfnahmen, eine gute Beratung und Begleitung der Stadtgesellschaft. Hitzeschutz ist ein Querschnittsthema, das in der Gestaltung von Arbeitsbereichen ebenso mitgedacht werden muss wie bei der Stadtentwicklung und bei konkreten Bauma\u00dfnahmen. Hilfreich ist eine Identifikation von Hitzeinseln und eine Analyse der demographischen Struktur, um Gef\u00e4hrdungspotentiale der jeweiligen Stadtteile zu ermitteln. Ein erweitertes Konzept des Quartiersmanagements sollte unter Beteiligung der B\u00fcrger*innen klimaresiliente Quartiere schaffen, damit Heidelberg immer mehr eine gr\u00fcne und im Sommer k\u00fchlere Stadt wird.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stadtblatt-Beitrag der Gemeinderatsfraktion von Anita Schwitzer &#8211; Ausgabe vom 19.07.2023 \/\/ Heidelberg \u00e4chzt unter 34 Grad, das Weltklima verzeichnet den bisher hei\u00dfesten Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnung. 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