{"id":24248,"date":"2023-11-27T15:13:09","date_gmt":"2023-11-27T14:13:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=24248"},"modified":"2023-11-27T15:13:09","modified_gmt":"2023-11-27T14:13:09","slug":"gewalt-gegen-frauen-geht-alle-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2023\/11\/27\/gewalt-gegen-frauen-geht-alle-an\/","title":{"rendered":"Gewalt gegen Frauen geht alle an"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Stadtblatt-Beitrag der Gemeinderatsfraktion von <\/em><\/strong><a href=\"https:\/\/gruen4hd.de\/fraktion\/marilena-geugjes\/\"><strong><em>Dr. Marilena Geugjes<\/em><\/strong><\/a><strong><em> &#8211; Ausgabe vom 29.11.2023 \/\/<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Am Samstag war \u201eOrange Day\u201c &#8211; Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen. Die Farbe steht f\u00fcr eine gewaltfreie Zukunft f\u00fcr Frauen und M\u00e4dchen. Bittere Notwendigkeit, denn die Zahl der Femizide weltweit ist so hoch wie seit 20 Jahren nicht mehr. In Deutschland t\u00f6tet jeden dritten Tag ein Mann seine (Ex-)Partnerin, jede dritte Frau erlebt in Deutschland mindestens einmal im Leben physische und\/oder sexualisierte Gewalt.<\/p>\n<p>Gewalt gegen Frauen beschr\u00e4nkt sich aber nicht nur auf den privaten Raum. Laut einer Studie sind Einschr\u00e4nkungen der Bewegungsfreiheit fester Bestandteil des Alltagslebens vieler Frauen. Mehr als jede Zweite gab an, abends und nachts &#8222;h\u00e4ufig&#8220; oder &#8222;sehr oft\u201c Fremden nach M\u00f6glichkeit auszuweichen, bestimmte Orte oder nachts den \u00d6PNV zu meiden. Dies gilt auch hier bei uns. Eine Befragung des Youth Think Tank unter Heidelberger Jugendlichen im letzten Jahr ergab: Jede*r vierte Befragte f\u00fchlt sich abends unterwegs \u201cselten\u201d oder \u201cnie\u201d sicher. Dieses Gef\u00fchl verst\u00e4rkt sich, wenn Jugendliche eine Migrationsbiographie haben oder sich als queer identifizieren. Das Heidelberger Sicherheitsaudit best\u00e4tigt: Frauen zwischen 30 und 40 Jahren f\u00fchlen sich nachts in Heidelberg am unwohlsten.<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen wir daf\u00fcr sorgen, dass sich Frauen nachts sicher und angstfrei in unserer Stadt bewegen und gleichberechtigt am \u00f6ffentlichen Leben teilnehmen k\u00f6nnen? Um auf diese Fragen Antworten zu finden, organisierte ich mit der frauenpolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion Johanna Illgner und dem Zwinger X letzte Woche eine Podiumsdiskussion mit dem Titel \u201eSafe at Night\u201c. Wir haben Betroffene geh\u00f6rt, aber auch L\u00f6sungsans\u00e4tze diskutiert mit Catcalls of HD, der Polizeivizepr\u00e4sidentin Ulrike Sch\u00e4fer, dem Leiter des Ordnungsamts, Bernd K\u00f6ster und mit Miriam Ott vom Frauennotruf.<\/p>\n<p>Heidelberg ist schon sehr gut aufgestellt, vor allem was die Anlaufstellen f\u00fcr von Gewalt betroffene Frauen angeht. Dem Wunsch, die Angebote besser zu vernetzen und dar\u00fcber zu informieren, sollten wir als Stadt nachkommen. Schwierig ist, dass die meisten \u00dcbergriffe nicht zur Anzeige gebracht werden und deshalb auch nicht in der Statistik vorkommen. Die Polizei ermutigt deshalb Frauen zur Anzeige. Aus dem Publikum kam die Aufforderung an die Polizei, noch mehr daf\u00fcr zu tun, dass sich Frauen zur Meldung trauen und sich auf der Wache gut aufgehoben und ernst genommen f\u00fchlen. In einem war man sich einig: Gewalt, Bel\u00e4stigungen etc. sind inakzeptabel und dies muss auch \u00f6ffentlich so benannt werden, z.B. ist Catcalling kein Kompliment, sondern Bel\u00e4stigung und verbale Gewalt. Wir m\u00fcssen alle zusammenarbeiten, um daf\u00fcr zu sorgen, dass sich Frauen und M\u00e4dchen in Heidelberg sicher f\u00fchlen.<\/p>\n<p><em>Abbildung: Susanne Reichardt<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stadtblatt-Beitrag der Gemeinderatsfraktion von Dr. Marilena Geugjes &#8211; Ausgabe vom 29.11.2023 \/\/ Am Samstag war \u201eOrange Day\u201c &#8211; Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen. 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