{"id":24949,"date":"2024-05-15T11:30:24","date_gmt":"2024-05-15T09:30:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=24949"},"modified":"2024-05-15T11:30:24","modified_gmt":"2024-05-15T09:30:24","slug":"heidelberg-auf-dem-weg-zur-fahrradfreundlichen-stadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2024\/05\/15\/heidelberg-auf-dem-weg-zur-fahrradfreundlichen-stadt\/","title":{"rendered":"Heidelberg auf dem Weg zur fahrradfreundlichen Stadt"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>StaTtblatt*-Beitrag der Gemeinderatsfraktion von <a href=\"https:\/\/gruen4hd.de\/fraktion\/christoph-rothfuss\/\">Christoph Rothfu\u00df<\/a> und <a href=\"https:\/\/gruen4hd.de\/fraktion\/marilena-geugjes\/\">Marilena Geugjes<\/a> &#8211; Ausgabe vom 15.05.2024 \/\/<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die \u201cautofreundliche Stadt\u201d war das Leitbild f\u00fcr den St\u00e4dtebau der 1960er Jahre. Das ist auch in Heidelberg an vielen Ecken noch zu sehen und zu sp\u00fcren. Mittlerweile sind sich St\u00e4dtebauer*innen weltweit zum Gl\u00fcck einig: St\u00e4dte sollte man f\u00fcr Menschen bauen, nicht f\u00fcr Autos.<\/p>\n<p>Immer mehr St\u00e4dte werden deshalb fahrradfreundlich. Das ist nicht nur gut f\u00fcr das Klima, sondern auch f\u00fcr die Gesundheit der Radler*innen und sorgt f\u00fcr mehr Aufenthaltsqualit\u00e4t in der Stadt: Radverkehr ben\u00f6tigt weniger Stra\u00dfenraum als Autos, und weniger Stra\u00dfenraum bedeutet mehr Platz f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger*innen, zum Flanieren, zum Spielen und zum Aufhalten.<\/p>\n<p>Auch bei uns in Heidelberg muss der Radverkehr die schnellste und sicherste Verkehrsform werden. Damit die Heidelberger*innen freiwillig und gerne aufs Rad (um-)steigen. Um die Verkehrswende voranzubringen, eignet sich die F\u00f6rderung des Radverkehrs besonders gut \u2013 denn die Ma\u00dfnahmen sind in der Regel kosteng\u00fcnstig und schnell umzusetzen und schonen daher den Haushalt.<\/p>\n<p>Deshalb sind wir froh, dass sich durch unser Zutun doch einiges im Bereich Radverkehr getan hat. In der Schie\u00dftorstra\u00dfe und weiter in der Friedrich-Ebert-Anlage bis zum Ebertplatz wurde nun mehr Platz f\u00fcr Zufu\u00dfgehende und Radfahrende geschaffen. Die M\u00f6glichkeit des Gehwegparkens in beiden Stra\u00dfen wurde unterbunden, sodass der Gehweg nun vollst\u00e4ndig zum Beispiel auch f\u00fcr mobilit\u00e4tseingeschr\u00e4nkte Personen zur Verf\u00fcgung steht. F\u00fcr Radfahrende ist nun ein schnelles und sicheres Vorankommen in der Verbindung Altstadt in Richtung Weststadt \/ Bergheim \/ Hauptbahnhof m\u00f6glich. Positiv sind auch die Fahrrad-Piktogramme, die im Bereich der Altstadt auf der B37 aufgetragen wurden. Sie erh\u00f6hen die Achtsamkeit von Autofahrenden gegen\u00fcber Radfahrenden und tragen zu mehr Akzeptanz und Verkehrssicherheit bei. Auch in der Vangerowstra\u00dfe wird bald mehr Platz f\u00fcr den Radverkehr geschaffen, denn diese Stra\u00dfe wird zu einer Fahrradstra\u00dfe umgewandelt. Somit k\u00f6nnen Radfahrende dort nebeneinander fahren und genie\u00dfen Vorrang.<\/p>\n<p>Trotzdem gibt es noch viel zu tun, bis der Radverkehr in Heidelberg fl\u00fcssig l\u00e4uft und vor allem, bis sich Fahrradfahrende \u00fcberall sicher f\u00fchlen k\u00f6nnen. Haben Sie beispielsweise schon einmal versucht, mit dem Rad von der Friedrich-Ebert-Anlage links in die Gaisbergstra\u00dfe abzubiegen? Ein Weg, den zahlreiche Sch\u00fcler*innen des H\u00f6lderlin-Gymnasiums t\u00e4glich auf sich nehmen m\u00fcssen, der aber faktisch gar nicht existiert. Ebenso ist es unm\u00f6glich, legal von der Poststra\u00dfe in die Pl\u00f6ck zu kommen, obwohl dies eine stark befahrene Achse ist.<\/p>\n<p>Uns ist bewusst, dass die Eingliederung von Radwegen in eine bestehende, autofreundliche Verkehrsinfrastruktur nicht immer leicht ist. Doch das sind keine Probleme, die Heidelberg als erste und einzige Stadt hat. Wir m\u00fcssen das Rad im wahrsten Sinne des Wortes nicht neu erfinden. Hier lohnt es sich, mit Expert*innen und Planer*innen zusammenzuarbeiten, die solche Hindernisse in ihren St\u00e4dten schon \u00fcberwunden haben. Hier lohnt es sich in L\u00e4nder wie den Niederlanden oder D\u00e4nemark zu schauen, wo der Radverkehr bereits vielerorts priorisiert ist. Darum freuen wir uns, dass die <a href=\"https:\/\/www.heidelberg.de\/HD\/Leben\/radstrategie+2030.html\">Radstrategie 2030<\/a> aktuell mit einem Planer*innen-Team aus den Niederlanden ausgearbeitet wird und mittelfristig in ganz Heidelberg ein sicheres und schnelles Radwegenetz entstehen wird. Wir sagen: Daumen hoch und weiter so!<\/p>\n<p><em>*StaTtblatt statt Stadtblatt: Das offizielle Stadtblatt der Stadt Heidelberg erscheint aufgrund der Karenzzeit vor der Kommunalwahl derzeit ohne die Stimmen aus dem Gemeinderat, wo sich sonst die Gr\u00fcnen-Gemeinderatsfraktion jeden Mittwoch zu kommunalen Themen \u00e4u\u00dfert. Da die gr\u00fcne Fraktion aber nat\u00fcrlich weiter aktiv ist und es genug zu berichten gibt, ver\u00f6ffentlichen wir jeden Mittwoch unseren \u201eStattblatt\u201c-Beitrag sowohl hier auf unserer Homepage als auch \u00fcber Facebook, Twitter und Instagram.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>StaTtblatt*-Beitrag der Gemeinderatsfraktion von Christoph Rothfu\u00df und Marilena Geugjes &#8211; Ausgabe vom 15.05.2024 \/\/ Die \u201cautofreundliche Stadt\u201d war das Leitbild f\u00fcr den St\u00e4dtebau der 1960er Jahre. 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