{"id":25138,"date":"2024-05-29T12:40:11","date_gmt":"2024-05-29T10:40:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gruene-heidelberg.de\/?p=25138"},"modified":"2024-05-29T12:40:11","modified_gmt":"2024-05-29T10:40:11","slug":"wohnen-in-heidelberg-fuer-alle-bezahlbar-sozial-und-oekologisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.gruene-heidelberg.de\/index.php\/2024\/05\/29\/wohnen-in-heidelberg-fuer-alle-bezahlbar-sozial-und-oekologisch\/","title":{"rendered":"Wohnen in Heidelberg: f\u00fcr alle bezahlbar, sozial und \u00f6kologisch"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>StaTtblatt*-Beitrag der Gemeinderatsfraktion von <a href=\"https:\/\/gruen4hd.de\/fraktion\/ursula-roeper\/\">Ursula R\u00f6per<\/a> <\/em><\/strong><strong><em> &#8211; Ausgabe vom 29.05.2024 \/\/<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Angesichts der aktuellen Wohnungskrise in Heidelberg ist der Ausbau des Angebotes an Wohnraum ma\u00dfgeblich. Das haben sich zwar alle Parteien auf die Fahne geschrieben, wir Gr\u00fcne jedoch setzen dabei deutlich gemeinwohlorientierte und \u00f6kologische Schwerpunkte. Wir favorisieren die Schaffung von dauerhaft bezahlbaren Wohnr\u00e4umen durch gemeinwohlorientierte Bautr\u00e4ger sowie durch sozialen Wohnungsbau \u00fcber die st\u00e4dtische GGH als auch \u00fcber Genossenschaften und gemeinschaftliche Wohnprojekte, aber auch \u00fcber Unternehmen und privatwirtschaftliche Akteur*innen. Weiterhin muss gegen Zweckentfremdung von Wohnraum und Leerstand st\u00e4rker vorgegangen werden.<\/p>\n<p>Wir brauchen neue Ans\u00e4tze in der Heidelberger Wohnraumpolitik, die beste Idee soll Vorrang vor dem gr\u00f6\u00dften Gewinn haben. Daher setzten wir uns schon immer f\u00fcr die eingef\u00fchrte Konzeptvergabe f\u00fcr Bauvorhaben ein. Vorhaben werden unter sozialen, \u00f6kologischen, gemeinschaftlichen und gemeinwohlorientierten Kriterien bewertet und vergeben.<\/p>\n<p>Mit der Reform des Baulandmanagements (BLM) haben wir Gr\u00fcne gemeinsam mit anderen Fraktionen eine Wende in der Heidelberger Wohnungspolitik eingel\u00e4utet. Bei allen Neubauprojekten betr\u00e4gt nun die Gesamtquote von gef\u00f6rdertem Wohnraum 50 Prozent (vorher 20 Prozent). Damit wird bei k\u00fcnftigen Neubauprojekten die H\u00e4lfte des Wohnraums g\u00fcnstiger! Bei gr\u00f6\u00dferen Projekten m\u00fcssen Bautr\u00e4ger entweder in einen F\u00f6rdertopf f\u00fcr zuwendungsf\u00e4hige Haushalte einzahlen oder 10 Prozent der Wohnfl\u00e4che f\u00fcr Bau- und Wohngruppen zur Verf\u00fcgung stellen. Davon profitieren Menschen mit niedrigen Einkommen, junge Familien, Studierende oder auch alleinerziehende Eltern, die aufgrund ihrer Einkommenssituation keinen Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein haben, aber mit den Preisen auf dem freien Wohnungsmarkt nicht mithalten k\u00f6nnen. Auch Baufonds-Kredite mit niedrigen Zinsen k\u00f6nnen f\u00fcr private Schwellenhaushalte eine Anschubfinanzierung sein.<\/p>\n<p>In der Bauplanung k\u00f6nnen Spielr\u00e4ume im Hinblick auf Vorschriften, beispielsweise zu Stellpl\u00e4tzen und Erhaltungssatzungen, st\u00e4rker im Sinne der Nutzung ausgesch\u00f6pft werden. Kompaktes Bauen mit weniger Individualfl\u00e4che und gr\u00f6\u00dferen Gemeinschaftsfl\u00e4chen in und um Wohnfl\u00e4chen sowie geteilten G\u00e4rten verbrauchen weniger Fl\u00e4che. Weiterhin sollten H\u00fcrden im Bauprozess gesenkt und Anreize f\u00fcr neue Projekte und Bauvorhaben geschaffen, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft mitgedacht, gezielt den Heidelberger Bestand, im neuen Stadtteil PHV und auch dem Rest der Stadt, aktiviert werden. Als Gr\u00fcne sehen wir die Stadt in der Verantwortung als relevanter Akteur der Wohnungspolitik. Sie muss ihr Vorkaufsrecht deutlich st\u00e4rker nutzen, um aktiv Bodenpolitik zu betreiben und sich \u00fcber die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft GGH noch mehr im Wohnungsbau engagieren. Wir wollen au\u00dferdem die GGH dabei st\u00e4rken, ihren Fokus auf serielles Sanieren und Klimaschutzkonzept zu legen. Zudem brauchen die Wohngruppen als wichtige gemeinwohlorientierte Wohnungsentwickler eine gezieltere\u00a0 Koordination und Unterst\u00fctzung von Seiten der Stadt.<\/p>\n<p>Als Gr\u00fcne stehen wir fest zum Recht auf Wohnen und m\u00f6chten ein Heidelberg erm\u00f6glichen, in dem alle Menschen gemeinsam gut und sozial vertr\u00e4glich wohnen und leben k\u00f6nnen. Es ist f\u00fcr unser soziales Gef\u00fcge immens wichtig, dass auch die Krankenpflegerin und der Erzieher, die Busfahrerin und der Bauarbeiter bezahlbar und gut wohnen k\u00f6nnen. Das Ein- und Auspendeln von Berufst\u00e4tigen, die sich eine Wohnung in Heidelberg nicht mehr leisten k\u00f6nnen, stellt nicht nur ein soziales Desaster dar, sondern erh\u00f6ht zudem das Verkehrsaufkommen stark. Wir wollen die GGH dabei unterst\u00fctzen, gemeinsam mit und f\u00fcr Firmen Wohnraum f\u00fcr Heidelberger Berufst\u00e4tige zu schaffen, die sonst durch die hohen Mieten aus der Stadt verdr\u00e4ngt w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich stehen wir hinter dem dynamischen Masterplan f\u00fcr Patrick-Henry-Village (PHV) und m\u00f6chten diesen als Basis f\u00fcr die weitere Stadtplanung weiterentwickeln. Wir sehen angesichts der aktuellen Baukostensteigerungen, des Einbezuges grauer Emissionen und der Bestandserhaltung eine Notwendigkeit, auch auf PHV vermehrt zu sanieren und umzunutzen. Generell ist es uns wichtig, bei Bauvorhaben nach einer \u00f6kologischen Nutzungshierarchie zun\u00e4chst zu versuchen, Geb\u00e4ude umzunutzen, danach zu sanieren oder einzelne Bereiche oder Elemente wiederzuverwenden, Rohstoffe zu recyceln und erst aus Mangel an Alternativen komplett neu zu bauen.<\/p>\n<p><em>*StaTtblatt statt Stadtblatt: Das offizielle Stadtblatt der Stadt Heidelberg erscheint aufgrund der Karenzzeit vor der Kommunalwahl derzeit ohne die Stimmen aus dem Gemeinderat, wo sich sonst die Gr\u00fcnen-Gemeinderatsfraktion jeden Mittwoch zu kommunalen Themen \u00e4u\u00dfert. Da die gr\u00fcne Fraktion aber nat\u00fcrlich weiter aktiv ist und es genug zu berichten gibt, ver\u00f6ffentlichen wir jeden Mittwoch unseren \u201eStattblatt\u201c-Beitrag sowohl hier auf unserer Homepage als auch \u00fcber Facebook, Twitter und Instagram.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>StaTtblatt*-Beitrag der Gemeinderatsfraktion von Ursula R\u00f6per &#8211; Ausgabe vom 29.05.2024 \/\/ Angesichts der aktuellen Wohnungskrise in Heidelberg ist der Ausbau des Angebotes an Wohnraum ma\u00dfgeblich. 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